Und auf einmal diese Stille

Die Oral History des 11. September. Originaltitel: The Only Plane in the Sky. The Oral History of 9/11 (OT).…
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Kein Tag hat sich stärker ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Die Bilder, die Geschichten, die Konsequenzen. Doch die Worte derer, die den 11. September tatsächlich erlebt haben, fehlten fast zwanzig Jahre lang. Garrett M. Graff hat diese Worte gefun … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Und auf einmal diese Stille
Autor/en: Garrett M. Graff

ISBN: 3518470906
EAN: 9783518470909
Die Oral History des 11. September.
Originaltitel: The Only Plane in the Sky. The Oral History of 9/11 (OT).
'suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe'.
Deutsche Erstausgabe.
Übersetzt von Philipp Albers, Hannes Meyer
Suhrkamp Verlag AG

17. August 2020 - kartoniert - 537 Seiten

Beschreibung

Kein Tag hat sich stärker ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Die Bilder, die Geschichten, die Konsequenzen. Doch die Worte derer, die den 11. September tatsächlich erlebt haben, fehlten fast zwanzig Jahre lang. Garrett M. Graff hat diese Worte gefunden, er hat alle Dokumente, alle Interviews zusammengetragen, hat die Stimmen der Einsatzkräfte, der Zeugen, der Überlebenden versammelt und daraus eine überwältigende Erzählung kompiliert - vielstimmig, erfahrungsecht, im O-Ton.
Und auf einmal diese Stille ist das herzzerreißende Logbuch eines historischen Tages und ein monumentales Zeugnis von Hoffnung und Menschlichkeit in der Dunkelheit.

Portrait

Garrett M. Graff, geboren 1981, studierte Geschichte in Harvard. Er war unter anderem Herausgeber des Politico Magazine. Seine Beiträge erscheinen regelmäßig in der New York Times, dem Esquire und Rolling Stone. Auf CNN tritt er als Politikexperte im Fernsehen in Erscheinung. Und auf einmal diese Stille ist sein zweiter New York Times-Bestseller.Philipp Albers studierte Amerikanistik, Kulturwissenschaft und Philosophie und lebt als Übersetzer, Lektor und Autor in Berlin.Hannes Meyer, geboren 1982, lebt und arbeitet als freier Übersetzer in Düsseldorf. Er übersetzte unter anderem Bücher von Dana Spiotta, Giles Foden und James Franco.

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Pressestimmen

»Viel wurde über 9/11 geschrieben. So etwas noch nie.«
The Messenger

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Der Tag, den keiner vergisst
von J. Schmidt - Hugendubel Buchhandlung Berlin Karl - Marx - Str. - 12.09.2020
Egal wen Sie fragen, jeder weiß genau, was er am 11. September 2001 getan hat, als die Türme in New York einstürzten. Diese Sammlung enthält die Geschichten von vielen Menschen, die bis jetzt nicht zu Wort gekommen sind. Journalisten, Feuerwehrmänner und Partner von Verstorbenen. Einfühlsam und trotzdem klar schildert der Autor diese Geschichten, die auch nach 19 Jahren immer noch unter die Haut gehen.
Bewertungen unserer Kunden
Das schlimmste beste Buch
von Anonym - 08.10.2020
Der 11. September 2001, dieser Tag ist für die meisten, ich würde sogar sagen, nahezu allen Menschen ab einem gewissen Alter im Gedächtnis geblieben - viele erinnern sich genau: was habe ich an diesem Tag gemacht, wo war ich gerade , als die Schreckensnachrichten aus Amerika zu uns kamen. Bei mir war es der 1. Schultag an einer neuen Schule, wir erhielten gerade eine Führung über das Gelände, als die Nachrichten zu uns durchsickerten. Ich hatte bereits meine Facharbeit über das Thema 9/11 verfasst und war mit dem Thema gut vertraut, doch dieses Buch von Garrett M. Graff hat mich so bewegt, wie bisher kein Buch. Er hat es geschafft, was bisher kein Autor geschafft hat: Ich hatte im Minutentakt Gänsehaut und dann wiederum Tränen in den Augen, weil diese Eindrücke so ergreifend beschrieben werden. Telefonate, Sprachnachrichten von Passagieren der entführten Flugzeuge, ebenso Notrufe der Stewardessen, wurden hier abgetippt. Menschen, die ihre Liebsten an diesem Tag verloren haben, schildern die letzen Begegnungen mit ihnen, ihre Abschiedsworte. Aber auch Menschen, die Glück hatten und sich retten konnten erzählen hier, wie sie diesen Tag erlebt haben, welche Kleinigkeiten oder Missgeschicke ihnen das Leben gerettet haben. Ich war unglaublich berührt und es ist tatsächlich das beste und gleichzeitig schlimmste Buch, das ich bisher lesen durfte. Danke für diese Möglichkeit!
We remember
von Mareike Honkomp - 07.10.2020
Dieses Buch beinhaltet so viel Trauer, Mut, Kraft und Schicksal. Wie soll ich beschreiben was ich gelesen habe? Ich weiß noch, als ich angefangen habe zu lesen, musste ich es nach nur ein paar Seiten weglegen und tief durchatmen. Mir standen schon die Tränen in den Augen. Ich bin wirklich niemand der schnell bei Büchern weint aber hier haben schon die ersten Seiten gereicht. Ich hab mir extra ein Wochenende dafür genommen. Habe mir eine Kanne Tee gekocht und mich tagelang darauf vorbereitet dieses Buch zu lesen. Und wenn ich mich wochen- oder monatelang darauf vorbereitet hätte, es hätte mich trotzdem wie ein Schlag getroffen. Es gibt so viele Dinge an die wir nicht gedacht haben oder es nicht gewagt haben zu denken. Diese Details sind sehr schwer zu ertragen. Wenn du also dieses Buch lesen möchtest, mach dich auf eine Menge Gefühlschaos gefasst. Fang ich mal von vorne an: In diesem Buch lesen wir die Stimmen der Überlebenden, der Hinterbliebenden aber auch der Toten. Sie alle erzählen wie sie diesen Tag erlebt haben. Es ist so umfangreich, es melden sich so viele Menschen zu Wort. Wir lesen uns in so viele Schicksale hinein. Es ist nicht greifbar. Die ersten Tage hatte ich beim Lesen sehr viel mit meinen eigenen Erinnerungen zu kämpfen. Deshalb musste ich das Buch wirklich oft weglegen und meinen Gedanken nachjagen. Irgendwann habe ich angefangen mir einige Berichte und Bilder online anzuschauen. Das hat das Ganze einfacher gemacht. So konnte ich auf diese Bilder zurückgreifen und musste nicht mehr meine eigenen Emotionen von vor fast 20 Jahren anzapfen. Damals war ich 16 Jahre alt. Ich saß Zuhause am Schreibtsich, musste Hausaufgaben machen, hatte keine Lust, schaltete den Fernseher an und sah dann den qualmenden Nordturm. Ich war damals ein riesiger USA-Fan und konnte gar nicht glauben was da passiert ist. Es hieß ja erstmal, es wäre ein Unfall gewesen, dann irgendwann kamen die Bilder wo das zweite Flugzeug in den Südturm kracht und da war es vorbei mit mir. Ich wusste instinktiv dass dies ein Anschlag ist und der 3. Weltkrieg angefangen haben muss. Mit Ersterem hatte ich recht aber zum Glück nicht mit meinem zweiten Gedanken. Ich saß da, auf meinem Schreibstischstuhl und schaute hoch zu meinem Fernseher (da gab es früher so fancy Vorrichtungen womit man die Fernseher hin- und herschwingen konnte), den Mund offen weil ich sprachlos war und das alles nicht fassen konnte. Und dann, dann ist der Südturm einfach in sich zusammen gefallen. Diese Bilder, das Geräusch, es war unerträglich. Auch wenn ich in Deutschland war, in meinem sicheren Zuhause, fühlte es sich für mich doch so an als wäre ich persönlich betroffen und als dann einige Zeit später auch noch der Nordturm zusammengekracht ist, da war ich dann einfach nur fertig mit der Welt. Was danach passierte, weiß ich nicht mehr.Die Tatsache dass es noch 2 weitere Flugzeuge gab und das eine das Pentagon getroffen hat und das andere von den Passagieren zum Absturz gebracht wurde, ist völlig an mir vorbei gegangen. Am nächsten Tag haben wir in der Schule eine Schweigeminute für die Opfer eingelegt. Diese Details , die die Menschen erzählen, die vor Ort waren¿.Die Feuerwehrleute, die Polizisten¿.diese Details werde ich niemals vergessen. In meinem Hinterkopf war mir bewusst dass die grausame Wahrheit so aussieht aber ich wollte nicht daran denken. Will ich immer noch nicht. Ich kann das einfach nicht¿. Ich bin einige Mal abends mit dem Hund spazieren gegangen und war völlig versunken. In Gedanken. Ich befand mich gedanklich im Jahr 2001 und hab immer nur mit dem Kopf schütteln können. Denn bis heute kann ich es immer noch nicht glauben oder realisieren. Mir ist bewusst, dass es überall auf der Welt Not gibt und Schicksale und dass dort schlimme Dinge passieren. Der Anschlag auf das World Trade Center ist aber eine außergewöhliche Form von Terror gewesen. Das Land wurde von innen heraus angegriffen, niemand hatte die Möglichkeit dies voraus zu sehen, es aufzuhalten, die Menschen zu retten. Ich bin nicht gläubig aber beten wir dass so etwas nie wieder passiert und dass Trump im November abgewählt wird! WE REMEMBER 9/11
Die brüllende Stille nach dem Sturm
von MaggyGray - 06.10.2020
Dieses Buch konnte ich nicht zu Hause lesen. Es klingt seltsam, aber diese Geschichte musste ich in einem neutralen Raum lesen, mit dem ich persönlich nichts verbinde - hier also: die S-Bahn auf dem Weg zur Arbeit und wieder nach Hause. Der Grund ist einfach: der Aufbau des Buches - die "oral History" - bestehend aus kurzen Sätzen und Telefonmitschnitten, vermitteln den Eindruck als wäre man live vor Ort, als wäre man tatsächlich genau in diesem Moment in einem der entführten Flugzeuge. In einem der beiden Türme des World Trade Centers. In einem der Polizei-, Feuerwehr- oder Rettungswagen. Im Pentagon, über Shanksville. Oder in einem der zahllosen Häuser, in denen die Nachricht vom Tod eines Ehepartners oder der Ehepartnerin, von Familienmitgliedern, die in den Trümmern der attackierten Gebäude und der entführten Flugzeuge umgekommen sind, einbricht wie ein entsetzlicher Albtraum. Eine unpersönliche Umgebung nimmt dem Ganzen zumindest ein kleines bisschen den Schrecken. Garrett M. Graff hat in seinem Buch ein paar der unzähligen Stimmen derer versammelt, die am 11. September 2001 vor Ort waren und die Anschläge auf die Türme des World Trade Center, dem Pentagon und dem Capitol (das nicht getroffen wurde) miterleben mussten oder sonst in irgendeiner Weise damit verbunden waren. Er verzichtet hierbei ganz bewusst auf lange Texte oder Analysen, nur ab und zu gibt es kurze Erklärungen, damit man die folgenden Zitate besser einordnen kann. Aber im Grunde besteht das ganze Buch aus Eindrücken und Sätzen und letzten Nachrichten von Menschen, über denen an diesem Tag die Anschläge hereinbrachen. Dass jedem Satz der jeweilige Sprecher bzw. die jeweilige Sprecherin vorangestellt ist, ist auf Dauer etwas ermüdend zu lesen, vor allem dann, wenn man sich fragt "Wer war das nochmal¿?". Aber es tut der Geschichte keinen Abbruch, wenn man die Namen einfach ganz weglässt und nur die Eindrücke auf sich wirken lässt. Beeindruckt hat mich auch die Zeitspannen: man liest und liest und es ist aber immer noch Vormittag - und unwillkürlich denkt man sich: wann hört dieser Albtraum denn nun endlich auf? Und die Antwort ist: gar nicht. Zwei Dinge haben mich während dieser Geschichte beschäftigt: die Wut auf die Attentäter, die aus einem religiösen Wahn heraus die Vernichtung tausender Menschen bewusst gewollt und herbeigeführt haben und bei denen man sich fragt: was muss einem Menschen passieren, dass er so degeneriert? Dann aber auch auf die Wut auf die führende Klasse der USA: solche Anschläge passieren nicht einfach aus dem Nichts heraus. Gerade durch die extrem hegemoniale Aussenpolitik der USA und ihr destruktives Werkeln in anderen Nationen haben sich über Jahre und Jahrzehnte Wut und Hass aufgestaut, die irgendwann ein Ventil brauchten. Es gibt eine Stelle in diesem Buch, an der ein Schüler, nachdem die Klasse die Anschläge in den Nachrichten gesehen hat, seine Lehrerin fragt, warum diese Menschen so etwas getan haben. Die Lehrerin sagt daraufhin: "Diese Leute mögen uns nicht besonders." Und der Schüler fragt: "Warum nicht?" Dieser Dialog bleibt so stehen, aber in ihm spiegelt sich meiner Meinung nach das ganze Drama, das an diesem Tag passiert ist. Absolute Leseempfehlung!
Die Stimmen der Opfer
von julemaus94 - 23.09.2020
Die Anschläge des 11. September wird wohl kaum einer vergessen können, der damals schon im erinnerungsfähigen Alter war. Dass sich dieses Ereignis vor wenigen Tagen bereits zum 19. Mal gejährt hat, hat mich allerdings doch etwas erstaunt und mich darüber nachdenken lassen, wie dieses Erleben auch mich beeinflusst hat. Für mich bedeutet dieser Tag ein schreckliches Geschehen, das ich aus der Ferne beobachtet habe, das für mein Leben aber keine direkten Auswirkungen hatte. Ich konnte die Ereignisse im Kopf nicht emotional einordnen, die Opfer waren gesichtslos. Zudem haben sich in den letzten Jahren zu viele Anschläge ereignet, die auf ebenso grausame Art und Weise unschuldige Menschenleben gekostet haben. Aber wie war es für die vielen direkt Betroffenen? Die in den Türmen Eingeschlossenen; die Angehörigen, die an diesem Tag oft nicht nur einen wichtigen Menschen verloren haben; die Hunderte an Ersthelfern, Hilfskräften, Feuerwehrmännern und Polizisten und nicht zuletzt die Passagiere der Flugzeuge, die sehenden Auges in den Tod flogen, ohne sich wehren zu können. Herb Ouida (World Trade Centers Association, Nordturm, 77. Stock und Vater von Todd Ouida, Cantor Fitzgerald, Nordturm, 105. Stock): Wie jeden Morgen verließen mein Sohn Todd und ich gemeinsam das Haus, um zur Arbeit zu fahren, denn Todd arbeitete im World Trade Center bei Cantor Fitzgerald. Als wir Hoboken erreichten, sagte ich zu Todd: Warum kommst du nicht mit mir und nimmst die Fähre? Es ist so ein schöner Tag. Er antwortete: Nein Dad, es ist mir zu kalt draußen. Ich sagte zu ihm: Hab einen schönen Tag, mein Bester. Das waren meine letzten Worte an ihn. Dieses Buch gibt genau diesen Menschen eine Stimme, lässt den Leser an ihren Emotionen und Erlebnissen teilhaben; diesen Tag auch für mich zu einem realen Ereignis werden. Die Zitate sind in chronologischer Reihenfolge aufgeführt, die Kapitel teilen den Tag in die einzelnen Ereignisse, verbinden die Einzelschicksale miteinander. Ohne auszuschmücken oder zu beschönigen wird man mit den nackten Tatsachen konfrontiert und so mitten ins Herz getroffen. Bruno Dellinger (Firmeninhaber, Quint Amasis North America, Nordturm, 47. Stock): Während ich nach unten ging, liefen sie nach oben in ihren Tod. Und ich lief nach unten, um zu leben. Das werde ich nie vergessen. Und doch hat die Sache einen kleinen Wehrmutstropfen. Denn die Aussagen, die vor allem von den interviewten Politikern wie Condoleezza Rice oder auch Geroge W. Bush getroffen werden, zeigen, wie sehr sich die Weltanschauung der Amerikaner von der der restlichen Welt unterscheidet (und erklärt auch, wie ein Mann mit dem Wahlspruch America first Präsident werden kann). Condoleezza Rice: Mein erster Gedanke war, der Welt eine Botschaft zu übermitteln, dass die Regierungsspitze der Vereinigten Staaten nicht ausgeschaltet worden ist. Diese Bilder müssen erschreckend gewesen sein. Es muss so ausgesehen haben, als ob die Vereinigten Staaten von Amerika sich in Auflösung befänden. Die Herausforderung für mich bestand darin, einen kühlen Kopf zu bewahren und sicherzustellen, dass die Leute auf der ganzen Welt nicht in Panik gerieten. An manchen Stellen hatte man das Gefühl, die Sätze stammten direkt aus einem Drehbuch für ein amerikanisches Kriegsepos, es war einfach etwas übertrieben und hat mich eher mit den Augen rollen lassen als emotional mitgerissen zu werden. Für mich wichtig war auch das Nachwort des Autors, rückte es doch den Inhalt des Buches in den richtigen Kontext. Hat man aufgrund des Klappentextes und der Werbung, die für dieses Buch gemacht wird, noch das Gefühl, ein einzigartiges, allumfassendes Dokument Zeitgeschichte in der Hand zu halten, so wird nun klar, dass es vor allem nicht das erste seiner Art ist. Vielmehr ist es ein konzentrierter Extrakt, zusammengeführt aus verschiedenen Oral Histories und Archiven, aus 1000 Seiten Zeitzeugenberichten wurden zum Schluss die wichtigsten oder aussagekräftigsten 500 Seiten herausgefiltert. Das macht das Buch nicht weniger wichtig oder umfassend, sollte aber trotzdem auch Erwähnung finden. Zudem steht zwar nur ein Autor auf dem Titelblatt, der Inhalt ist aber eher die Zusammenarbeit gefühlt hunderter Autoren; Garrett M. Graff hat einfach die richtig Idee gehabt, die richtigen Fragen gestellt. Alles in allem wird es aber ein Buch sein, dass mich noch lange Zeit beschäftigen wird. Die Opfer, die diese Anschläge gefordert haben, werden nicht vergessen und ihre Stimmen hallen in meinem Kopf nach.
Der Tag von dem jeder weiß was er getan hat
von Nathalie - 29.08.2020
Kaum ein Datum hat sich bezüglich des Terrorismus so sehr in das Gedächtnis der Menschheit eingebrannt wie der 11. September 2001. Fast jede*r kann sich noch daran erinnern, was sie*er zur Zeit des Einschlags der beiden Flugzeuge in das World Trade Center und dem Pentagon gerade gemacht hat, wo man sich aufgehalten hat. Dass die Welt auf einmal still stand - und danach nie mehr so war wie zuvor. In Und auf einmal diese Stille: Die Oral History des 11. September gibt der Autor Garrett M. Graff erstmals eine noch andere Perspektive auf diesen Tag des Grauens. In seinem Buch lässt er Menschen aus den verschiedensten Bereichen, die diesen Tag miterlebt haben, zu Wort kommen: Verwandte der Opfer, Polizeibedienstete (FBI-Bedienstete, Lokalpolizei...), Feuerwehrleute, Fluglotsen, Militärs, Politiker*innen und deren Mitarbeiter*innen, Lehrer*innen und Schüler*innen sowie Überlebende aus den Trümmern. So ensteht ein Sammelsurium an Stimmen und Aussagen, die eine übermäßige Intensität besitzen, dass einen das Buch nicht mehr los lässt. Garrett M. Graff hat für sein Buch unzählige Zeugenaussagen und Aufnahmen ausgewertet, Protokolle gelesen und zusammengetragen, Informationsmaterial verschiedenster Museen gesammelt. Teilweise war es durch die wirklich vielen Stimmen schwierig, einen richtigen Lesefluss zu finden, zudem haben sich einige Aussagen inhaltlich doch wiederholt. Was jedoch bleibt ist der Eindruck, dass diese Oral History immens wichtig ist. Es ist wichtig, sich immer wieder zu erinnern und vor allem auch den Menschen, die diesen Tag hautnah miterlebt haben, eine Stimme zu geben. Besonders Leser*innen, die sich für geschichtliche Ereignisse interessieren, möchte ich dieses Buch empfehlen, aber auch allen anderen, die sich näher mit dem 11. September 2001 und dem Terror auseinander setzen möchten.
Eine Chronik, die gefehlt hat
von Anonym - 26.08.2020
Und auf einmal diese Stille von Garrett M. Graff ist eine Chronik, die bislang gefehlt hat. In ihr trägt der Autor die Worte derer zusammen, die den 11. September tatsächlich erlebt haben. Aus erster HAnd wird so vom Schicksal derrer berichtet, die dabei waren. Garrett M. Graff sammelt Interviews und Dokumente und bündelt somit das Erleben der Opfer und gibt ihnen eine Stimme. Ich konnte und wollte das Werk nicht lesen wie einen Roman. An einem Stück, Seite für Seite. Dazu war es viel zu aufwühlend. Die Stimmen der Betroffenen zu hören , ihre Sicht zu sehen , ihre Verluste zu spüren ist dem Autor gelungen. Außerdem ließ es eigene Erinnerungen aufkommen, denen Raum gegeben werden wollte und sollte. Durch die Vielzahl der Stimmen, die zu Wort kommen, war es manchmal schwierig, sich zu erinnern, über welche Person bereits geschrieben worden war, um deren Schicksalslauf weiter nachzuvollziehen. Das empfand ich jedoch nicht als negativ. Der Aufbau des Buches kommt dem Wunsch nach Lesepausen entgegen, denn die Kapitel sind kurz gehalten. Auch nach der Lektüre habe ich immer darin geblättert. Es ist großartig, dass es nun eine Sammlung der Stimmen in dieser Oral History gibt, auch und vor allem für diejenigen, die den Tag nicht selbst erlebt haben.
Das sollte heute ein lockerer Tag werden
von misery3103 - 22.08.2020
Diese Worte sagte Andy Card, Stabschef des Weißen Hauses, zum damaligen Präsidenten George W. Bush am Morgen dieses Tages, der die Welt verändern sollte. Der 11. September 2001. Wenn man dieses Datum erwähnt, weiß jeder Gesprächspartner, der damals alt genug war für Nachrichten, sofort, wo er an diesem Tag war und wie er zum ersten Mal von den Attentaten auf das World Trade Center und das Pentagon gehört hat. Auch bei mir ist das so - und ich habe diesen Tag so klar vor Augen, als wäre es gestern gewesen. Ich habe früh Feierabend gemacht, da ich noch ein paar Besorgungen machen wollte, da ich kurz vor einem Umzug stand. Im Autoradio hörte ich die Nachrichten und es wurde berichtet, dass ein Flugzeug ins World Trade Center geflogen ist. Zu diesem Zeitpunkt ging man noch von einem Unfall und einer kleinen Propellermaschine aus. Als ich dann Zuhause ankam und den Fernseher anmachte, wurde mir das ganze Ausmaß dieses Schreckens bewusst - und ich habe mich bis spät abends nicht mehr vom Fernseher wegbewegt und Peter Kloeppel auf RTL zugehört, fassungslos mit meiner Schwester telefoniert, geweint und weiter zugeschaut, wie das Grauen seinen Lauf nahm. Und ich kann sagen, dass mich kein Ereignis in meinem Leben so mitgenommen und nachhaltig geprägt hat, wie diese Terroranschläge in Amerika! "Und auf einmal diese Stille" erzählt die Geschichte dieses Tages. Garrett M. Graff hat für dieses Buch die Worte derer zusammengetragen, die den 11. September tatsächlich erlebt haben. Er hat Dokumente und Interviews zusammengestellt, die das Grauen schildern. Hier erlebt der Leser letzte Telefongespräche von Flugzeuginsassen der entführten Maschinen mit ihren Liebsten mit, Schilderungen von Überlebenden aus den Türmen und des Pentagons und von Einsatzkräften, die sich zum World Trade Center aufgemacht haben, um nach einem vermeintlichen Unfall zu helfen. Und das ist wirklich beeindruckend. Mehr als einmal wollte ich den Leuten in den Türmen zurufen, dass sie rennen sollen - den Hilfskräften, dass sie bloß nicht die Türme betreten sollen. Mit dem Wissen, was noch alles passieren wird, kann man aber nur hilflos den Schilderungen der Beteiligten lauschen und auf das Unvermeidliche warten. Dieses Buch hat mich wirklich mitgenommen. Ich hatte Gänsehaut auf fast jeder Seite und ich habe so oft geheult. Außerdem waren die Bilder dieses 11. September sofort wieder vor meinen Augen. Vor diesem Tag konnte man sich so einen Anschlag beim besten Willen nicht vorstellen. Nach diesem Tag konnte man sich dann leider jede Art von Gräuel vorstellen - nichts war mehr unmöglich. So hat dieser eine Tag das Leben auf der ganzen Welt verändert. Schon lange hat mich kein Buch mehr so sehr berührt wie dieses. Es ist ein wichtiges Buch - und ein beeindruckendes.
Sehr bewegendes Buch,
von Lorelaie - 21.08.2020
Die Ereignisse des 11. Septembers 2001 sind jedem bekannt, auch junge Menschen, die zu dem Zeitpunkt noch gar nicht geboren worden sind, verbinden mit diesem Datum eine schreckliche Tragödie. Ich selber kann mich nicht mehr aktiv an diesen Tag erinnern, jedoch hat mich das Thema Jahre später sehr beschäftigt und ich habe viele Dokumentation darüber gesehen . In dem Buch werden die Geschehnisse des 11. Septembers Chronologisch nacherzählt, von den Flugzeugeinschlägen in die World Trade Center, dem Einschlag ins Pentagon und vom Flug 93. Es besteht zum Größten Teil aus Originalzitaten von Menschen die vor Ort waren, wie etwa überlebende Mitarbeiter aus den Zwillingstürmen, Mitarbeiter aus dem Pentagon, Polizisten, Feuerwehrmänner, Passanten, Reproter aber auch von Angehörigen der Opfer, Fluglotsen und weitere Stimmen. Dafür hat der Autor zwei Jahre lang über 2000 Tonaufnahmen, Videos, Zeitungsberichte Ausgewertet und für das Buch zusammengestellt. Es zeigt auf welche Gedanken, Gefühle, ängste und Hoffnungen, die Amerkianer an dem Tag hatten. Das Buch ist definitiv keine leichte Kost, es ist sehr detailreich beschrieben und teils schwer zu Ertragen. Mich hat das Buch sehr berührt, es ist zum Teil sehr emotional und bedrückt einen. Aber es zeigt auch die andere Seite der Menschen, den Mut, den Zusammengalt, die Hilfsberwitschaft, dabei ist mir vor allem in Erinnerung geblieben, dass 60 Menschen an dem Tag gestorben sind, die eigentlich frei gehabt hätten, aber trotzdem zum Helfen gekommen sind. Es ist ein sehr bewegendes Buch, mit vielen Gänsehaut Momenten. Ich kann es nur jedem empfehlen zu lesen, der nachempfinden möchte, wie es war an dem Tag live dabei zu sein.
Erschütternd
von Lese-katze92 - 19.08.2020
Erschütternd und zugleich ergreifend schildern Berichte, Aussagen und Gespräche mit den Betroffenen des 11. September ihre Geschehnisse. Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft, vom Polizisten bis hin zum in den Trümmern Verschütteten erzählen packend und zugleich verstörend faszinierend ihre Erlebnisse eines der schwärzesten Tage der Vereinigten Staaten von Amerika sowie der gesamten westlichen Welt. Wirkt die Ansammlung an Erzählungen zunächst beinahe erschlagend, so zeichnen sich so doch Satz für Satz immer klarere Bilder jenes Tages, welcher für immer in Erinnerung bleiben wird und zugleich als mahnendes Beispiel dafür steht, dass man sich nie zu sicher fühlen kann. Toll ist trotz aller Tragik und Schwere, dass hierbei das Schicksal der Menschen vordergründig ist und sie nicht mehr bloß Zahlen von Statistiken oder auf einer Gedenktafel sind. Wie erging es dem Feuerwehrmann, der an einem Ort voller Angst, Grauen und auch Tod eintraf? Was fühlte der Polizist, der in all dem Chaos versuchte nicht selbst an den Rand seines Verstandes getrieben zu werden? Welche Todesangst durchlitt eine Person verschüttet in den Trümmern? Wie fraß sich die Ungewissheit in das Leben der Angehörigen, in der Hoffnung ihre Liebsten lebend wiederzusehen? Authentisch, ungekünstelt und absolut erschreckend von Anfang bis Ende schildert Garrett M. Graff nicht nur ein Einzelschicksal, sondern die vieler Betroffener und macht somit ein wenig mehr von dem begreiflich, was eigentlich niemand begreifen kann.
Ein Tag, der die Welt veränderte
von aebbies.buechertruhe - 18.08.2020
11.9.2001. Strahlend blauer Himmel über New York, es hätte ein schöner Tag werden können. Doch dann kamen die Flugzeuge und nichts war mehr so, wie es sein sollte.. Die Welt hielt den Atem an und schaute fassungslos zu, wie Menschen aus den brennenden Twin Towers sprangen, bevor diese zusammenbrachen. Garrett M. Graff gibt in seinem Buch "Und plötzlich diese Stille" all denen eine Stimme, die damals vor Ort waren. Hier wird jeder gehört - vom Arbeiter über Feuerwehrmänner und Poizisten bis hin zu Politikern. Besonders ergreifend empfand ich die Stimmen der Angehörigen, die ihre Liebsten dort verloren haben. Sie alle teilen in kurzen Sätzen ihre persönlichen Erlebnisse mit dem Leser. Dabei geht der Autor chronologisch vor, so daß alles noch einmal wie ein Zeitstrahl vor dem Auge abläuft. Ich habe dieses Ereignis selbst im TV erlebt, hatte das Fernsehen, ohne von den Vorkommnissen zu wissen, eingeschaltet und dachte: Wer denkt sich denn so einen kranken Film aus? Bis ich Sekunden später merkte, dies ist die kranke Realität. Mit diesem Buch kommt alles wieder hoch und man muß schon oft tief durchatmen und sich eine Träne aus dem Auge wischen. Dieses Buch ist sehr gefühlvoll und läßt während des Lesens die Frage aufkommen, warum manche Menschen Glück hatten und andere nicht. Warum vergißt jemand ausgerechnet an diesem Tag seinen Büroschlüssel - und überlebt deshalb? Solche Zufälle beschäftigen. Wie fühlt sich jemand, der mit seinem Ehepartner telefoniert und miterleben muß, wie derjenige beim Einsturz ums Leben kommt? Solche Schicksale lassen einen auch nach Ende des Buches nicht mehr los. Und genau damit hat Garrett M. Graff sein Ziel erreicht - 9/11 darf nicht in Vergessenheit geraten.
Imposant und Berührend
von N. B. - 17.08.2020
Noch nie ist es mir so schwer gefallen eine Rezension zu schreiben wie nach diesem Buch. Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern. Plötzlich schalteten so ziemlich alle Sender um auf die Breaking News, man stierte wie gebannt auf den Fernseher und ahnte schon, dass da gerade der Beginn von einer bisher nie dagewesenen Tragödie gezeigt wird. Dies ist bei weitem nicht mein erstes Buch zu diesem Ereignis und ich dachte nicht, dass man dazu noch so viel Neues schreiben kann - aber da habe ich mich gehörig getäuscht. In diesem Buch wurden viele neue, bisher unbekannte Dokumente, Interviews und Berichte von Überlebenden, Einsatzkräften oder Zeugen gesammelt. Viele Blickwinkel, viele Perspektiven und Sichtweisen. Phasenweise zerreißt es einem fast das Herz, geht unter die Haut und wirkt noch lange nach. Der Stil von Garrett M. Graff ist durchweg präzise und flüssig. Teilweise ist es erschreckend genau, man hat wieder die imposanten Bilder vor Augen und muss als Leser stellenweise erst einmal durchatmen. Es ist wirklich beeindruckend, dass der Autor es schafft, einem den 11. September wieder so nahe zu bringen, als wäre es gestern gewesen und nicht fast 20 Jahre her ist. Es wird einem verdeutlicht, wie sehr Opfer und Hinterbliebenen noch immer damit zu kämpfen haben. Definitiv kein Buch für leichte Sommerabende oder als unbeschwerte Strandlektüre, aber uneingeschränkt empfehlens- und lesenswert.
Erschütternd, ergreifend, traurig und sehr lesenswert! Die 9/11 Zeitzeugen-Chron
von marilovesbooks2020 - 16.08.2020
Zu Beginn hatte ich etwas Sorge, dass die Ansammlung an Informationen konfus oder langatmig werden könnte, denn ich hatte nicht gesehen, dass das Buch über 500 Seiten fasst. Dieses Buch ist eine Chronik, festgehalten mit Aussagen von Betroffenen, Gesprächen mit Polizisten, Feuerwehrleuten, Familien, Beteiligten, Verschütteten, dem Bürgermeister von NYC, der Regierung; ein Haufen an Informationen aus Protokollen, tausenden von Dokumenten, Transkripten (die im Zuge des Buches erst noch verschriftlicht wurden). Man geht hier auf eine traumatisierende Reise und befindet sich beim Lesen an allen drei Unglücksorten. Meine Meinung: Über die Ereignisse dieses schwarzen Tages wurde schon unfassbar viel berichtet, doch wurden die Zeitzeugen bisher noch nicht so gehört, was Garrett Graff und "sein Team" an dieser Stelle beheben: sie geben diesen Menschen eine Stimme. Diese Ansammlung an Informationen beleuchtet die Geschehnisse aus völlig anderer Perspektive, als wir diese bis jetzt gelesen oder gehört haben. Die meisten von uns wissen wahrscheinlich, wo sie gerade waren, als sie von diesen furchtbaren Geschehnissen hörten. Ich war damals gerade mit meiner besten Freundin auf Gran Canaria und wir waren geschockt, da diese Szenen auf allen Deutschen Fernsehkanälen liefen. Die meisten wissen vermutlich auch, worum es geht. Wenn nicht, dann bitte einlesen - sehe das als Pflichtthema der Geschichte unserer Menschheit - nämlich, was Menschen anderen Menschen antun können. Und dass Geschichte uns Menschen oftmals leider nichts lehrt! Der Autor hat, mit allen anderen Beteiligten, hier fabelhaft recherchiert, Berichte von Augenzeugen zusammengetragen. Man erlebt eigentlich mit, wie grausam dieser Tag war, wie die Gefühle, Gedanken und Erlebnisse vieler einzelner waren. Berichte von Menschen, die ihre Liebsten verloren haben, im Kampf gegen böse Mächte, böse Menschen. Das Buch ist ergreifend, geht sehr nahe und auch in die Tiefe, an manchen Stellen wiederholen sich die Informationen, was aber für das Verständnis aus meiner Sicht nötig ist. Ich habe zu Beginn viele Lesepausen eingelegt, da ich es so traurig fand und natürlich keinen Schimmer davon habe, wie es Betroffenen oder Beteiligten gefühlsmäßig ging. Ich mag mir die Traumata dieser Menschen gar nicht ausmalen - jener, die in diesem Chaos und dieser puren Angst geistesgegenwärtig geholfen und überlebt, geholfen und verstorben, Menschen zum Überlegen animierten, etc. haben. Diese Traumata, die sie ihr Leben lang mit sich tragen werden, sowohl psychisch als auch körperlich und seelisch. Unzählige Menschen wurden nie gefunden. Dieses Buch ist ein wertvolles, ein trauriges, herzzerreißendes, beeindruckendes, mahnendes! Und aus meiner Sicht, sollte es in keinem Geschichtsunterricht fehlen. Es ist thematisch aufgeteilt und strukturiert (Turm 1, Turm 2, Pentagon, Pennsylvania). Zu Weihnachten 2014 war ich am Ground Zero. Dieser Ort hat eine besondere, traurige, ergreifende, ruhige Aura. Als wir die paar Bäume dort passierten und zum Mahnmal mit den Namen kamen, bekam ich Gänsehaut, einen dicken Kloß im Hals und ich begann zu weinen. Ich konnte es nicht zurückhalten. Ich war weder betroffen noch beteiligt, doch der Schmerz schwingt dort energetisch so hoch, dass es kaum auszuhalten ist. Wer sich nach NYC begibt sollte diesen Ort jedenfalls besuchen und diesen Menschen ihre Ehre erweisen. Von Mensch zu Mensch! Von meiner Seite 5/5 Sternen und ein Buchhighlight für 2020, trotz schmerzvoller Menschheitsgeschichte.
Ein wirklich sehr gelungenes und sehr empfehlenswertes Buch über 9/11.
von buecherschildkroete - 15.08.2020
Ein tragischer Tag in der Geschichte der USA noch einmal erleben. Als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch auf jeden Fall lesen möchte. Ich wollte wissen, wie einige Personen diesen Tag erlebt haben. Wie dramatisch alles geschildert wird und was genau im Hintergrund geschehen ist. Ich finde, dass das Cover sehr gut gewählt ist. Man sieht nur Staub und herumfliegende Teile. In dem Augenblick, wo ich das Cover gesehen habe, dachte ich sofort, dass es der Zeitpunkt war, als einer der Türme eingestürzt ist. Dass man die Schrift fühlen kann, gefällt mir gut. Ich habe das Buch "Und auf einmal diese Stille: Die Oral History des 11. September" von Garrett M. Graff aus dem Suhrkamp Verlag aufgrund einer Leserunde bei Vorablesen.de erhalten. Die meisten von uns, haben diesen dramatischen Tag noch sehr gut in Erinnerung. Wir wissen, wo wir waren und was wir getan haben, als wir zum ersten Mal von dem Anschlag gehört haben. Durch dieses Buch habe ich jedoch einen komplett neuen Eindruck erhalten. Ich fand den Schreibstil sehr angenehm und konnte der Geschichte sehr gut folgen. Das Buch erzählt chronologisch vom 11. September 2001. Es werden die Erinnerungen bzw. Interviews von allen Personenschichten wiedergegeben. Von Kindern, von Familienangehörigen über Angestellte der Firmen aus den Türmen, dem Pentagon und von Flug 93 (Absturz in Shanksville/Pennsylvania), sowie dem Rettungsdienst, der Feuerwehr oder der Polizei bis hin zum FBI, der Politik und dem Präsidenten. Zu Beginn erfährt man immer den Name, ggf. noch den Rang und die Dienststelle etc., von wem gerade die Rede ist. Dadurch konnte ich dem Geschehen sehr gut folgen, auch wenn die Geschichte dieser Person erst auf einigen Seiten später weiter erzählt wurde. Während des Lesens habe ich alle Gefühle erlebt. Ich musste lachen, hatte immer wieder Tränen in den Augen, habe gehofft, war wütend und konnte es einfach nicht glauben, obwohl man ja weiß, wie es ausgehen wird. Es tat mir in der Seele weh, wenn ich gelesen habe, dass u.a. die Feuerwehrleute, die Polizei, die Polizei des WTC etc. die Treppenhäuser der Türme nach oben gelaufen sind um Menschenleben zu retten. Während die meisten anderen Menschen versucht haben, so schnell wie möglich den Turm zu verlassen. Ebenso verhielt es sich im Pentagon. Oder wenn man lesen muss: "¿danach habe ich nichts mehr von ihm gehört." Wie viele Menschen nicht an sich selbst gedacht haben, sondern zuerst an die Anderen. Vor allen an diejenigen, die sich nicht alleine fortbewegen konnten - aus welchen Gründen auch immer. Wie viele Helden an diesem Tag ums Leben gekommen sind. Und wieviel schreckliches die Menschen mit ansehen mussten oder erlebt haben. Mein Fazit Es ist ein sehr gelungenes Buch. Es wäre bestimmt noch emotionaler, wenn man einige Fotos von den Unglücksorten etc. hinzugefügt hätte. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen. Es zeigt einem den ungefähren Ablauf dieses tragischen Tages der USA. Obwohl man schon vor dem Lesen weiß, wie das Buch ausgeht, war es doch niemals langweilig den Erzählungen der Personen zu folgen. Das Einzige, was mich etwas aus dem Takt kommen lassen hat, waren einige Bezeichnungen bei der Beschreibung der Personen. Ich glaube, dieses Buch wäre auch sehr gut für den Schulunterricht geeignet.
Ein wirklich erschütterndes, aber so unglaublich wichtiges Buch!
von Dark Rose - 15.08.2020
Jeder ab einem gewissen Alter weiß noch ganz genau, was er am 11. September 2001 gemacht hat, als er oder sie von den Anschlägen erfuhr. Ich war damals vor gut einer Woche 11 Jahre alt geworden, genau 1 Jahr zuvor war mein Vater in den USA, unter anderem auch im World Trade Center. Ich weiß noch, dass ich gerade von der Schule gekommen war, meine Mutter und meine Oma waren Zuhause, mein Vater, ein Bundeswehrsoldat im Büro. Das Telefon klingelte, meine Mutter ging ran und sagte dann, wir sollen den Fernseher anmachen. Das taten wir auch und sahen den Rauch aus dem ersten Turm. Wir rannten die Treppe hoch zu meiner Oma und sagten ihr, sie solle den Fernseher anschalten und in dem Moment sahen wir, wie das zweite Flugzeug in den zweiten Turm flog. Wir waren alle geschockt. Aber ich war erst 11 Jahre alt und begriff nicht, was das bedeutete. Wir saßen im Wohnzimmer meiner Oma, auf ihrem unbequemen rosa Sofa, als die Türme einstürzten und die Welt sich für immer veränderte. Wie gesagt, ich war erst 11 Jahre alt und verstand nicht, was da passiert war. Ich kann mich noch erinnern, dass ich genervt war, weil wochenlang im Fernsehen immer nur Berichte über die Anschläge liefen, erst mit mehreren Wochen Verzögerung verstand ich, was da passiert war. Wir hatten amerikanische Soldaten als Nachbarn und erst als ich sah, wie sie litten und trauerten, verstand ich, dass viele, viele Menschen gestorben waren und etwas wirklich Großes passiert war. Dieser Tag setzte Ereignisse in Gang, die auch mein Leben für immer verändert haben, wenn auch erst mit einiger Verzögerung. Mein Vater wurde in einen Auslandseinsatz geschickt nach Kuweit, wegen Bushs "Krieg gegen den Terror" davon hat sich unsere Familie nie erholt, seitdem ist alles anders. Warum ich all das erzähle? Weil es genau darum in Garrett Graffs Buch geht. Um diesen Tag, der die Welt veränderte und wie die unterschiedlichsten Menschen diesen Tag wahrgenommen haben. Es geht um direkt Betroffene, Angehörige, Überlebende, Helfer und "Zuschauer", um einfach jeden, dessen Leben von diesem Tag berührt wurde. Ich hatte von Anfang bis Ende Gänsehaut. Es ist kein Buch, das man mal eben durchsuchtet, es ist schwere Kost, nicht durch den Schreibstil, sondern einfach auf Grund des Themas. Wie diese Menschen erzählen, sorgt dafür, dass man es mit ihnen erlebt. Und dann natürlich noch die eigenen Erinnerungen an den Tag. Es geht auch nicht "nur" um das World Trade Center, es geht genauso auch um das Pentagon und Flug 93. Ich habe beim Lesen sehr viel geweint. Das Buch macht diesen Tag wieder lebendig. Es sorgt dafür, dass man ständig daran erinnert wird, dass über 2900 Menschen ihr Leben verloren und über 6000 verletzt wurden. Dazu kommen noch die vielen Helfer, die an den Folgen verstorben sind, viele davon an Lungenkrebs durch den im Gebäude verbauten Asbest. Und nicht zu vergessen die vielen Soldaten und Einheimischen die in Afghanistan und im Irak ihr Leben verloren haben. Macht man sich diese Zahlen bewusst, und dass es eben nicht nur Zahlen sind, sondern Menschenleben, dann kann man nur erschüttert sein. Es gibt einen Film über den Anschlag auf das World Trade Center aus dem Jahr 2003 mit Nicholas Cage - man mag über den Film denken, was man will, aber was dieser Film mit zwei Szenen wirklich veranschaulicht ist, dass so viele Menschen einfach "weg" sind, nach diesem Tag. Am Anfang des Films sieht man volle Autobahnen, volle Züge, volle Fähren, alles Menschen, die zur Arbeit fahren. Am Ende des Films sieht man die gleichen Orte, alle leer. Dadurch wird einem eindrucksvoll bewusst, wie viele Menschen danach einfach "weg" waren. Und das finde ich so wichtig. Man spricht immer nur von den Anschlägen, aber nie von den Menschen. Dieses Buch ist genauso. Es zeigt uns die menschliche Seite hinter all dem. Fazit: Dieses Buch ist eine Doktorarbeit in Geschichte, aber das "stört" nicht beim Lesen. Das Buch ist einfach unglaublich. Es erschüttert, es rührt zu Tränen, es führt einem einfach wieder vor Augen, was damals passiert ist und wie groß das war. Es geht nicht darum eine genaue zeitliche Abfolge darzustellen oder Erklärungen für das "Wie" zu finden. Es geht um Menschen und ihre Erinnerungen. Und es geht um einen Tag, den niemand, der ihn bewusst erlebt hat, jemals vergessen wird. Von mir ganz klar 5 Sterne!
Wo warst du, als die Welt aufhörte sich zu drehen?
von Reenchenz - 14.08.2020
Where Were You (When the World Stopped Turning), fragte der US-amerikanische Countrysänger Alan Jackson in seinem Ende 2001 erschienenen gleichnamigen Song. Es war ein strahlend blauer Tag im September. Wie der Autor des vorliegenden Buches bereits in der Vorbemerkung feststellt, geht es, sobald es um den 11. September 2001 geht, immer um diese eine Frage. Was habe ich gemacht, als es passierte? Ich selbst erinnere mich gut, obwohl es bald 19 Jahre her ist. Ende der 90er Jahre war ich ein Teenager und New York City mein Sehnsuchtsort, die Zwillingstürme des World Trade Centers für mich der Inbegriff architektonischer Eleganz. Irgendwann, so schwor ich mir, werde ich mal von dort oben auf die Stadt meiner Träume schauen. 1999 hielt ich für ein Projekt im Kunstunterricht die Skyline New York Citys auf einem weißen Blatt Papier fest. Die Zeichnung habe ich immer noch. Auch das vorliegende Werk von Garrett M. Graff behandelt die Frage nach dem "Wo warst du?". Es enthält rund 500 Schilderungen dieses einen Tages, sowie dem Tag davor und denen, die folgten. Nur klingen diese Erinnerungen ganz anders, als das, was man als Mitteleuropäer Mitte 30 sonst so zu hören bekommt. Die mündlichen Schilderungen, über fast zwei Jahrzehnte gesammelt und transkribiert, vom Autor für dieses Buch zusammengetragen und in einen zeitlichen Zusammenhang gebracht, stammen von unterschiedlichsten Zeugen, angefangen von Angestellten in den "Twin Towers", Feuerwehrleuten, Polizistinnen, hochgestellten Millitärs im Pentagon, dem Stabschef des Weißen Hauses, dem damaligen Vizepräsidenten Dick Cheney, bis zum Flughafenmitarbeiter, der hilfsbereit fünf Männern half, ihren Flug rechtzeitig zu erreichen. Männer, die eine Stunde und 15 Minuten später das Flugzeug mit 57 weiteren Menschen an Bord in das Pentagon steuerten, dem Hauptsitz des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums in Arlington (Virginia), und damit den Glauben der USA an die eigene Unverwundbarkeit in ihren Grundfesten erschütterten. Es liest sich zeitweilig wie ein Bericht vom Weltuntergang, denn die Beteiligten von damals konnten nicht wissen, was der Leser dieses Buches heute weiß. Dass es an diesem Tag insgesamt vier entführte Flugzeuge gab. Für viele Betroffene vor Ort war, als sie begriffen, dass keine Unfälle, sondern Terroranschläge für die Feuer und Zerstörungen verantwortlich waren, der Himmel über den Vereinigten Staaten von Amerika voller Bomben. Ich würde gerne sagen, dass ich dieses Buch jedem Lesenden empfehle, aber das wäre vielleicht etwas leichtsinnig, denn vieles, was man hier liest, ist verstörend. Schilderungen der Anrufe von Eingeschlossenen und Passagieren der entführten Flugzeuge mit Angehörigen, Freunden oder Flughafenmitarbeitern oder die Transkription der Blackbox-Aufzeichnung aus dem Cockpit des entführten Fluges 93, den die Entführer über einem Feld bei Shanksville, Pennsylvania zum Absturz brachten, während Crew und Passagiere versuchten, die Kontrolle über die Maschine zurückzuerlangen, treiben dem Lesenden die Tränen in die Augen. Als ich das kurze Kapitel mit der schlichten Überschrift "Springen" beendet hatte, musste ich das Buch für eine Weile weglegen. Der Lesende, der in diesem Buch Erkenntnisse zu den Hintergründen der Anschläge erwartet, wird enttäuscht werden, jedoch gibt es hier ganz interessante Einblicke in die innersten Machtstrukturen der USA. Was passierte währenddessen im Weißen Haus, im Kapitol und der Air Force One? Wie reagierten Präsident Bush und Verteidigungsminister Rumsfeld? Menschen die nah dran waren berichten hier. Auch über ihre eigenen Ängste und Gedanken. Ungefiltert und ungeschönt. Der multiperspektivische Ansatz ist fesselnd und weniger verwirrend als anfangs befürchtet. Neben all dem Horror wirken bei mir besonders die Geschichten nach, die einige Lesende sicher als Wunder bezeichnen würden. So liest man von Pasquale Buzzelli, der sich während des Einsturzes des Nordturms in dessen Treppenhaus im 21. Stock befand und überlebte, Genelle Guzman, die 27 Stunden lang verschüttet unter den Trümmern lag, bevor ein paar Feuerwehrmänner ausgerechnet diese Stelle in dem riesigen glimmenden Schutthaufen für ihre Suche auswählten und Joseph Lott, der nur schnell sein Hemd bügeln wollte und deshalb noch nicht im Nordturm war, als das Flugzeug hineinflog. Aus heutiger Sicht wundert man sich darüber, was die Menschen damals taten und dachten, wie sie mit dem Erlebten umgingen. Neunzehn Jahre später ist die Welt in der Tat eine andere und ich brenne darauf, mich mit einem Leser dieses Buches auszutauschen, der damals noch zu jung oder noch gar nicht auf der Welt war und diesen Tag damit noch nicht bewusst miterlebt hat. Im Oktober 2015, vier Monate nach der Eröffnung der Aussichtsetage, stand ich im 100. Stockwerk des One World Trade Centers. Aus fast 400 Metern Höhe blinkte ich auf New York City, unter mir "Ground Zero" mit den zwei riesigen Brunnen, dort wo einst WTC1 und WTC2 standen und konnte es noch immer nicht fassen, wozu Menschen im Stande waren, im Guten wie im Schlechten. Für mich war es wichtig, dieses Buch zu lesen, da ich es seit fast 19 Jahren vermieden habe, mich mit diesem Ereignis auseinander zu setzen. Es ist furchtbar zu wissen, dass solche Anschläge auch heute immer wieder passieren können. Werden wir dann besser darauf vorbereitet sein? Und warum tuen Menschen anderen Menschen sowas überhaupt an? Ich gehöre zu einer, ich möchte sagen, eher naiven Generation. In Friedenszeiten geboren ohne lebende Vorfahren, die vom Krieg hätten erzählen können, in Liebe und behüteten Verhältnissen aufgewachsen fühlte ich mich geschützt vor jeglicher Unbill. Der 11. September hat mir ein Stück dieser Naivität genommen. Auch einen ganzen Ozean entfernt, denn die Welt ist kleiner geworden. Es fühlt sich komisch an, in den einschlägigen Bewertungsportalen, für das vorliegende Buch fünf Herzen oder Sterne zu verteilen, denn irgendwie passt das Bild der Herzchen und Sternchen nicht zu diesem Buch. Doch natürlich erhält es vom mir die beste Bewertung, denn UND AUF EINMAL DIESE STILLE machte mit mir, was ein gutes Buch mit dem Lesenden machen sollte. Es fesselte, informierte, berührte mich. Die rund 500 Menschen, die im Buch zu Wort kommen, haben zu berichten, was niemals in Vergessenheit geraten sollte. Sie stehen stellvertretend für Tausende von Seelen, die von den Ereignissen dieses Tages im September 2001 berührt wurden und werden, damals und heute.
Sehr emotional und bewegend
von Alexandra D. - 14.08.2020
Der 11.09.2001 ist unvergeßlich - fast jeder weiß, was er an diesem Tag erlebt hat und wo er die Nachricht von diesen schrecklichen Attentaten gehört hat. Gerrett M.Graff läßt in seinem Buch Und auf einmal diese Stille diejenigen über die Ereignisse an diesem Tag berichten, die mitten in den Geschehnissen dabei waren: die Überlebenden des World Trade Centers, des Pentagons, die Helfer, Feuerwehrleute und Polizisten sowie der Angehörigen der Opfer und noch viele Menschen mehr, die unmittelbar betroffen sind. Diese Berichte haben mich emotional sehr ergriffen, da ich beim Lesen immer im Hinterkopf hatte, was noch passieren und wie viele Opfer es geben wird. Mehr als einmal hatte ich dabei Tränen in den Augen und musste das Buch aus der Hand legen, um zu verdauen, was ich gelesen hatte. Fazit: Meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Zeitzeugnis für einen Tag, der die ganze Welt verändert hat. Empfehlenswert für jeden, der mehr über den 11.09.2001 im O-Ton erfahren möchte.
Gigantisch
von Oma Grete - 14.08.2020
Das titelbild saugt einen auf in die große Staubwolke des 11.Septembers. Ein ganz normaler Vormittag, der zu einem großen Grausen für die Welt wird. Diese Sammlung sollte ein Muss für den modernen Geschichtsunterricht werden, wie schnell kann der Alltag Geschichte werden. Graff hat viele Stimmen gesammelt, die den 11.September überlebt haben, es erscheint einen wie ein alltägliches Sammelsurium von Stimmen, die zu Beginn einfach nur alltägliches berichten. Ich konnte das Buch nicht in einem Zug lesen, immer wieder habe ich nur Abschnitte gelesen, man ist mittendrin im Geschehen, man hält den Atem an und durchlebt die Stunden, Wochen und Jahre die da kommen noch einmal. Für mich sehr eindrücklich, da ich nciht mit dabei war, ich war abgeschieden ohne Empfang und habe das Grauen nur im Rückblick erlebt. Ich war immer froh darum, aber nun habe ich es dank Graff hautnah erleben dürfen.. Ich danke ihn für dieses Buch!
Mehr Authentik geht nicht!
von Franziska - 13.08.2020
Fast jeder wird sich für immer daran erinnern können, wo er sich am 11.09.2001 aufgehalten hat. Es ist der Tag, an dem sich unsere Geschichte verändert hat. Der Tag, der vielen Menschen das Leben kostete und unser Leben auch heute noch beeinflusst. 9-11 - Der Terroranschlag auf das World Trade Center und das Pentagon. Der Autor Garret M. Graff fasst in seinem Buch "UND AUF EINMAL DIESE STILLE - Die Oral History des 11. September" die Erinnerungen und Eindrücke vieler Menschen zusammen, die das Attentat vom 11.September in irgendeiner Form miterlebt oder sogar überlebt haben. Die Erlebnisse werden von Politikern, Einsatzkräften der Feuerwehr, Polizei, Spezialteams und Sanitätern sowie Mitarbeitern des Pentagons, Mitarbeitern der Firmen im World Trade Center, Fluglotsen, Hinterbliebenen, Familienangehörigen sowie viele weiteren Personen wiedergegeben. Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet. Es beginnt mit dem Tag vor dem Attentat und ist dann chronologisch anhand der Geschehnisse aufgebaut. Es nimmt den Leser Schritt für Schritt mit und lässt den Terroranschlag anhand der Erzählungen nochmal sehr real werden. Das Buch behandelt neben den Flugzeugentführungen, Einschlägen, Evakuierungsmaßnahmen und Einstürzen auch davon, wie die Regierung und die New Yorker Bürger den Tag empfunden haben. Jedes einzelne Kapitel enthält zunächst einen kurzen zusammenhängenden Text über die Gesamtsituation, bevor anschließend die einzelnen Personen kurz vorgestellt und ihre Erinnerungen an diesem Tag wiedergegeben werden. Einige Personen geben nur einmal ihre Erinnerung wieder, andere Personen werden über Stunden begleitet, was das Lesen leichter macht. Es finden auch kurze Gespräche statt, sodass für den Leser fast schon eine Geschichte entsteht - eine Geschichte auf wahren Tatsachen. Die Aussagen variieren hierbei zwischen Einwort-Aussagen, die den Tag wiederspiegeln und kleineren Texten. Das Buch ist für den Leser sehr nachvollziehbar und übersichtlich geschrieben. Mir fiel es anfangs dennoch sehr schwer ins Buch einzusteigen. Ich bin beim Lesen einfach nicht vorangekommen - dies liegt nicht an dem Schreibstil und der Aufmachung des Buches - es liegt eher daran, dass ich jede Aussage zweimal oder sogar dreimal gelesen habe, um das Ausmaß der Situation erfassen zu können. Es fällt einem schwer zu begreifen, dass all dies wirklich geschehen ist. Als Leser bekommt man die tiefsten Einblicke in das Leben der Menschen und begleitet sie in den letzten Minuten ihres Lebens. Es werden Telefongespräche wiedergeben von Menschen, kurz bevor sie durch den Aufprall des Flugzeugs oder den Einsturz des Turmes gestorben sind. An anderer Stelle freut man sich für die Menschen, die durch eine kleine winzige Entscheidung ihr Schicksal so verändert haben, dass sie diesen Tag überlebt haben. Simple Tatsachen haben an diesem Tag über Leben und Tod entschieden. Das Buch ist nichts für schwache Nerven, denn es wird ungeschönt, sehr detailliert und ehrlich wiedergegeben, was die Leute an diesem Tag erlebt haben. Und auch das Cover zeigt das Ausmaß des Terroranschlags. Authentisch, spannend, ergreifend, schockierend und sehr traurig. Wer einen kleinen unveränderten und etwas anderen und zum Teil bisher unbekannten Einblick in die Geschichte des 11. September 2001 erhalten möchte, der sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Überwältigend
von Anonym - 07.08.2020
Und auf einmal diese Stille beschreibt die Terroranschläge vom 11. September auf eine ergreifende Art und Weise. Zahlreiche Augenzeugenberichte lassen den Leser ganz nah am Geschehen dran sein. Man weiß genau, was passieren wird. Man weiß, wie es ausgehen wird - und dennoch ist das Logbuch an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten. Als Leser fiebert man mit, weint, und hofft. Das Buch ist so viel mehr als die reine Erzählung der Geschehnisse. Es ist ein grandioses Werk über einen historischen Tag, den wir wohl nie vergessen werden. Die Erlebnisse aus der Sicht derjenigen zu erfahren, die damals dabei waren, ist unbeschreiblich bewegend. Man darf an zahlreichen Einzelschicksalen teilhaben und bekommt einen Einblick wie Angehörige, Rettungskräfte und Überlebende diesen Tag in Erinnerung haben. So schrecklich die Ereignisse auch waren, die Erzählungen zeugen von unglaublich viel Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit an einem der schwärzesten Tage der Geschichte. Selten so ein emotionales Buch gelesen.
9.11.
von wusl - 06.08.2020
"Und auf einmal diese Stille" als auch der zweite der Twin Towers in New York einstürzte. Der Titel geht bereits unter die Haut, hat meine Erinnerungen hochgespült und aufgewühlt. Immer wieder lese ich ein Buch über diesen tragischen Tag. Einen Tag, der das Gefühl der Menschheit verändert hat, der ein kollektiver Schock war. Es gibt wenig Ereignisse, die so einen globalen Nachhall erzeugt haben. Das Buch ist eine Collage aus Berichten unzähliger Menschen die direkt oder indirekt mit dem Attentat zu tun hatten, die dadurch geliebte Angehörige verloren haben, zu irgend einem Zeitpunkt im oder am Tower gewesen sind, die verletzt oder gerettet wurden, oder versucht haben zu helfen, die gestorben sind oder durch Zufälle überlebt haben, die das Unfassbare mit angesehen haben oder aus den Medien davon erfuhren, dass das Grauen sich ereignete. Die Nahbarkeit der Betroffenen und Normalität des Tages, der dann zu einem Tag wurde, der alles änderte, das berührt und das kann man als Leser unglaublich gut nachvollziehen. Man fühlt sich wie ein Beteiligter. Auch meine Stimme könnte hier aufgeführt werden als jemand, der zuhause im Kreise der Kinder das Drama fassungslos miterlebte. Es klingt seltsam zu sagen, dass ich das Buch gerne gelesen habe. Aber so war es. Immer wieder an die Menschen zu erinnern. An ihren Schmerz, ihr Leid, ihr Glück und Unglück, ihre Liebe und daran, dass wir sie nicht vergessen, das finde ich schön und wichtig.
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