Alraune erschien 1911 und gehört zu den provokantesten Romanen der deutschsprachigen Dekadenz- und Schauerliteratur der frühen Moderne.
Ein skrupelloser Professor wagt ein makabres Experiment: Aus dem Samen eines Mörders und dem Körper einer Prostituierten lässt er ein Kind zeugen. Das Mädchen wächst unter dem Namen Alraune auf - schön, faszinierend und von einer rätselhaften zerstörerischen Anziehungskraft. Männer verfallen ihr, Karrieren zerbrechen, Leben gehen zugrunde. Doch ist Alraune wirklich ein "böses Wesen" - oder nur das Spiegelbild der Erwartungen und Obsessionen jener Männer, die sie erschaffen haben? Hanns Heinz Ewers' Roman ist ein provokanter Klassiker der dekadenten Literatur, der Wissenschaftsgläubigkeit, Moral und menschliche Abgründe mit kalter Eleganz ausleuchtet.