Die letzten 150 Seiten haben es ausgemacht!
Durch den Anfang muss man sich ein wenig durchquälen. Es läuft langsam an, bis die Freunde dann tatsächlich durch einen Scharfschützen bedroht werden und im Wohnwagen festsitzen. Zudem ist die erzählende Hauptprotagonistin Red ... speziell. Sie ist wahnsinnig verpeilt, kommt immer zu spät (es hat mich fürchterlich aufgeregt) und ihre Gedanken schweifen in teils ganz merkwürdige Richtungen ab - und zwar immer wieder. Nein, es hat mich nicht interessiert, woher ihr das Muster der Vorhänge bekannt vorkam oder auf welcher Bettseite sie lieber schläft. Ja, sie hat eine traumatische Vergangenheit, aber das war wirklich anstrengend!Die zweite Hälfte des Buches dagegen hat mich komplett überzeugt. Es gab sehr viele unerwartete Wendungen. Reds Handlungen/Gedanken sind nicht mehr so komplett aus dem Zusammenhang gerissen und es kommen einige prekäre Geheimnisse ans Licht. Vor allem eine Person von den sechs hat mich mit seinen Handlungen regelrecht wütend gemacht. Aber das war gut. Das macht ein gutes Buch aus.Insgesamt doch empfehlenswert, wenn man ein wenig Geduld aufweisen kann.