Die Idee war gut, aber man hätte es nicht schlechter umsetzen können!
Xiyuan lebt in Deutschland, aber sie interessiert sich sehr für ihre chinesischen Wurzeln und alte Antiquitäten. Als sie auf ein Siegel aufmerksam wird, beginnt ein holpriger Weg zur Wahrheit ihrer Vergangenheit durch die ganze Welt."Was ist das?¿, fragten Xiyuan und Mike gleichzeitig. - "Hydnocarpus Yunnanensis-Samen, ihr braucht Hydnocarpus Yunnanensis-Samen.¿ - "Hydnocarpus Yunnanensis-Samen?¿ - "Ja, Samen vom Hydnocarpus Yunnanensis!¿Seit Jahren habe ich keine Ein-Stern-Bewertung gegeben und dieses Buch darf sich geehrt fühlen, diesen Bann gebrochen zu haben. Eigentlich hätte ich sogar lieber keine Sterne vergeben, da das Buch eine totale Vollkatastrophe ist. Es tut mir zwar leid, aber ich bin immer ehrlich und vielleicht gefiel dieser Auftakt einer Reihe ja anderen Lesern, auch wenn ich mir das nicht vorstellen kann. Die Autorin hat noch sehr viel, wirklich sehr viel Arbeit vor sich, um zumindest annehmbare Bücher zu schreiben. Übrigens ist es nicht so, dass ich noch nie Debütromane gelesen habe, denn ich habe schon viele Autoren mit ihrem allerersten Buch verfolgt, weshalb "Rückkehr nach Osten¿ einfach schlecht war. Allein Rechtschreib- und Grammatikfehler findet man zuhauf und wir haben recht viele Logikfehler, was dazu führt, dass man nicht gut durch die Story kommt und man sich wundert, ob die Autorin keine Beta-Leser oder Lektoren hatte, denn die hätten das Buch in diesem Zustand niemals abgesegnet. Wenn ja, bitte andere Personen suchen. Beginnen wir mit dem einen positiven Aspekt, weswegen ich das Buch auch in die Hand genommen habe: Die Grundidee. Die chinesische Kultur, deren Mythologie und die Antiquitäten sind interessante Themen, über die ich auch noch nicht so viel weiß. Ich war gespannt darauf, doch die Umsetzung und der Weg bis zum Ziel waren grottig und haben alles nach unten gezogen. Denn wenn es mal nicht voranging, wurde irgendwie Magie angewendet, nichts erklärt und irgendwelche Gegenstände, die eine höhere Bedeutung haben, kamen aus dem Nichts dazu. Es war sehr unlogisch und als Leser möchte man so ein bisschen mitraten und in die Story involviert sein, aber das war nicht der Fall. Manches wird ausführlich erklärt und an den falschen Stellen fehlen wichtige Infos. Da bringt das Argument, dass dadurch Spannung und Mystery erzeugt werden soll, nichts, weil wir als Leser die ganze Zeit im Dunklen tappen, genauso wie die Protagonistin. Aber damit man weiterlesen möchte, muss es Fortschritt geben und es soll nicht nur von Schicksal hier und Schicksal da die Rede sein.Der Spaß geht verloren und auch Xiyuan bleibt völlig flach. Wir können aus jeder Sicht lesen, sodass wir Gedanken von allen Personen mitbekommen, aber dadurch haben wir noch platte Charaktere. Mit keinem fühlt man mit, die Liebe zwischen ihr und Mike sind auch nur Worte auf Papier und die anderen Menschen bzw. andere Wesen sind halt da für den Plot. Ich meine, es fängt schon mit einer ungereiften intimen Szene im ersten Kapitel an, was erwartet man dann noch? Außerdem geschehen in dem Buch viele magische Dinge und Xiyuan (die übrigens jeder Bubu nennt, obwohl ihr Ehemann mit dem Kosename kam) hinterfragt nichts. Sie ist die Verkörperung von "Go with the Flow¿ und hat überhaupt keine Persönlichkeit. Sie wird von A nach B geschickt, wundert sich nur kurz, wenn ein Unsterblicher vor ihr erscheint, und nimmt dann alles hin. Das ist vollkommen sinnlos und passt einfach nicht. Ich habe mich die ganze Zeit darüber aufgeregt und kann es auch immer noch. Beispielsweise verschläft die Protagonistin drei Tage am Stück und anstatt auszuflippen, wie es jeder Normale getan hätte, sagt sie nur, dass es halt so ist und man damit leben muss. Erbärmlich und wirklich enttäuschend.Auch in der Story passiert nichts Unvorhersehbares, denn es verläuft immer nach dem gleichen Prinzip: Xiyuan sieht einer früheren wichtigen Herrscherin ähnlich, trifft auf Leute, die seit Generationen auf sie gewartet haben, bekommt ein Hinweis nach dem anderen, jeder betet sie direkt an und natürlich hat jeder von denen, die sie trifft, ganz viel Geld und kann die weite Reise finanzieren. Wenn das Meeting mit einer Familie vorbei ist, fängt das ganze Spiel von vorne an. Zwischendurch hat sie seltsame Träume, findet magische Gegenstände und Rätsel, die sie nicht checkt. Aus dem Nichts kommen Wesen, die ihr selbstlos helfen, und obwohl viele wissen, wem sie ähnlich sieht, sagen sie, dass sie es nicht aussprechen können. Was für eine Überraschung... Schließlich trifft sie rein zufällig die richtigen Menschen zur richtigen Zeit am richtigen Zeit. Und weil es keinen anständigen Grund dafür gibt, war es Schicksal. Hier mal ein Zitat, wie jede Person, die Xiyuan trifft, reagiert: "Ja, meine Mission ist es, auf die Person namens Xiyuan [die was besonderes gemacht hat] zu warten. Dann werde ich ihr helfen, alles zu tun, was sie möchte. Wenn eines Tages alle ihre Wünsche erfüllt sind, werden wir alle wissen, wer wir wirklich sind und was der Sinn unseres Daseins ist! Klingt das nicht unglaublich?¿Des Weiteren ist die ganze Geschichte völlig konstruiert. Nichts nimmt seinen natürlichen Lauf und alles wirkt angepasst. Beispielsweise übernachtet die Protagonistin in einem Anwesen, in dem die Zeit langsamer läuft als außerhalb. Als sie über einen Tag beschäftigt ist und auf der Welt viele Tage vergangen sind und sie sich nicht bei ihrem Mann gemeldet hat, wird plötzlich eine sprechende Schatulle vorgestellt, die wie Xiyuan ist und zufällig Mike eine passende Nachricht übermittelt hat. Solch magische Zufälle, die immer dann kommen, wenn die Geschichte keinen Sinn mehr macht, etwas einen Grund sucht oder die Suche nach ihren Wurzeln stockt, sind absolut künstlich und ruinieren alles. Und natürlich endet Xiyuan mit drei Männern, die alles für sie tun wollen, während Mike immer noch in Deutschland arbeitet und alles unterstützt. Gar nicht unlogisch (Sarkasmusgefahr).Als Letztes muss ich auf den katastrophalen Schreibstil und -art eingehen, bei denen man sofort merkt, dass die Autorin keinen Plan von nichts hat und irgendwie ein Buch schreiben wollte, in dem die Protagonistin ihre Geschichte weitererzählt. Wie man an der Buchstelle ganz am Anfang meiner Rezi merkt, kann die Autorin nicht schreiben. Ständig werden ganze Phrasen wiederholt, ein Zwei-Seiten-Gedicht wird nicht nur einmal aufgesagt, sondern mindestens dreimal in kurzen Abständen, kein Mensch spricht, wie die Charaktere sprechen und es herrscht völliges Chaos. Anstatt zu sagen, dass zwei Personen einer anderen zustimmen, wird es zweimal komplett ausgeschrieben. An vielen anderen Stellen sprechen zwei Personen gleichzeitig und das passiert schon im echten Leben selten und hier ist das alle zwei Seiten der Fall. Man merkt auf jeden Fall, dass die Autorin keine Schreiberfahrung hat und das ist schade und sollte selbst beim ersten Roman nicht der Fall sein. Jetzt könnte ich noch unzählige andere negative Beispiele aus dem Buch nehmen, aber ich denke mein Punkt wurde verstanden. Insgesamt spreche ich eine klare Nicht-Leseempfehlung aus und wünschte, ich könnte mir die verschwendeten Lesestunden zurückholen!