Pirlo - Gegen alle Regeln

von Ingo Bott
Der erste Fall für Strafverteidiger Pirlo. 1. Auflage. Großformatiges Paperback. Klappenbroschur.
Buch (kartoniert)
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Strafverteidiger Anton Pirlo weiß sehr genau, was Recht und was rechtens ist ...
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Pirlo - Gegen alle Regeln als Buch (kartoniert)

Produktdetails

Titel: Pirlo - Gegen alle Regeln
Autor/en: Ingo Bott

ISBN: 3651001040
EAN: 9783651001046
Der erste Fall für Strafverteidiger Pirlo.
1. Auflage.
Großformatiges Paperback. Klappenbroschur.
FISCHER Scherz

25. August 2021 - kartoniert - 396 Seiten

Beschreibung

IM ZWEIFEL FÜR DEN ANGEKLAGTEN. IM ZWEIFEL GEGEN ALLE REGELN ...
»Pirlo - Gegen alle Regeln« ist der Auftakt einer Serie mit Anton Pirlo und seiner Partnerin Sophie Mahler von Strafverteidiger Ingo Bott.

Pirlo ist charismatisch, chaotisch - und unter Druck. Erst ist der Job weg. Dann handelt sich der Khatib-Clan Ärger ein: ausgerechnet seine eigenen Brüder. Jetzt soll Pirlo ihre Schulden begleichen. Den Preis dafür bezahlen, dass er sich von der Familie losgesagt hat. Dazu muss er den einen Fall, der ihm noch bleibt, gewinnen. Die Anklage wirft seiner Mandantin vor, ihren Mann umgebracht zu haben. Die Medien berichten pausenlos.
Für alle, außer Pirlo und die junge Anwältin Sophie Mahler, scheint die Verurteilung sicher. Pirlo steht mit dem Rücken zur Wand: Er braucht einen Freispruch. Unbedingt. Dafür muss er Wege gehen, die er nie gehen wollte.

Trailer

Portrait

Aus einem Vermerk der Staatsanwaltschaft: DR. INGO BOTT ist nicht Dr. Anton Pirlo. Es ist aber davon auszugehen, dass er ihn gut kennt. Beide leben in Düsseldorf. Beide haben eine Wohnzimmerkanzlei gegründet. Über Ingo Bott ist einiges bekannt. Er war erst Partner in einer Wirtschaftskanzlei. Danach hat sich seine Wohnzimmergründung zu einer renommierten Kanzlei mit einem großen Team entwickelt. Man kennt ihn als Verteidiger von Unternehmen und Privatpersonen in vielen namhaften Fällen. Die WirtschaftsWoche listet Ingo Bott als einen der renommiertesten Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht und die von ihm gegründete Einheit als Top Kanzlei in den Bereichen Wirtschaftsstrafrecht und Compliance. Ingo Bott hat den Europarat in Strafrechtsfragen vertreten und hält Vorträge im In- und Ausland. Er liebt Sprache und schreibt Romane.

Leseprobe

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Pressestimmen

Krimi mit Kult-Potenzial. [...] Pageturner. Claudia Hötzendorfer, RP Online

Die Sätze sind oft kurz und knackig, der Lesefluss wird dadurch aber nicht gestört - es entwickelt sich vielmehr eine ganz eigene Dynamik. Dennis Schmidt, Badisches Tagblatt

Er hat Esprit, Kenntnisse vom Milieu und ist auch sonst sehr unterhaltsam. Alles in allem eine grandiose Neuerfindung im Bereich der Kriminalromane. Horst Tress, Magazin Köllefornia
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg
Der erste Fall für Pirlo und Partnerin
von Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg - Hugendubel Buchhandlung Flensburg Holm - 31.08.2021
Pirlo steht unter Druck, erst verliert er seinen Job als Anwalt in einer angesehenden Kanzlei und dann muss er auch noch Geld für seine Famalie auftreiben, mit der er eigentlich nichts mehr zu tun haben möchte. Nun muss er unbedingt, zusammen mit seiner Assistentin den aktuellen Fall gewinnen. Einer Ehefrau wird vorgeworfen ihren Mann umgebracht zu haben. Zunächst sieht sieht es alles nach einer Niederlage für Pirlo und Partnerin aus. Ein ungewöhnlicher Kriminalroman, mit zwei sehr interessanten Hauptpersonen. Schon das Cover ist sehr ungewöhnlich und macht neugierig auf den Inhalt. Ein interessanter 1. Fall für die beiden Anwälte. Ich bin gespannt, wie es mit dem 2. Fall weitergehen wird.
Bewertungen unserer Kunden
Pirlo - ein unkonventioneller Strafverteidiger!
von bärin - 19.09.2021
Der Rechtsanwalt Dr. Pirlo steht mächtig unter Druck: die große Kanzlei, für die er die letzten Jahre 60 Stunden die Woche geschuftet hat, hat ihn zugunsten des Juniorchefs entlassen. Nachdem er sich ein paar Tage selbst bemitleidet hat, nimmt er einen großen, eher wenig Erfolg versprechenden Fall an. Eine Frau soll ihren Mann, einen schwerreichen Unternehmer, in ihrem Haus getötet haben. Sie bestreitet alles, kann aber auch nichts Hilfreiches zu ihrer Verteidigung vorbringen. Pirlo und seine neue Angestellte Sophie ermitteln in alle Richtungen - die Lage wird immer verzweifelter und eine Verurteilung ihrer Mandantin scheint sicher. Werden es Pirlo und Sophie noch rechtzeitig schaffen, den wahren Täter zu finden? Gegen alle Regeln - so der Untertitel dieses Buches - trifft voll zu. Denn die Rechtsanwälte handeln nicht immer genau gesetzeskonform. Seine beiden Brüder, die nicht gerade eine weiße Weste haben, helfen ihm dabei. Andererseits brauchen sie aber gerade seine Hilfe und viel Geld dazu, denn der Khatib-Clan hat sich mächtige Feinde geschaffen und nun soll Pirlo mit viel Geld aushelfen. Dazu muss er aber erst einmal diesen Fall erfolgreich beenden. Dieser unterhaltsame Justiz-Krimi hat mir gut gefallen, der besondere Schreibstil auch. Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und es ist spannend geschrieben. Besonders die Szenen vor Gericht fand ich äußerst interessant. Pirlo ist sehr genau beschrieben, er war mir anfangs nicht so sympathisch, aber das hat sich im Laufe des Buches gebessert. Sophie dagegen gefiel mir von Anfang an - auch sie hat keinen leichten Stand in ihrer reichen Familie, weil sie sich nicht den Wünschen ihres Vaters gefügt hat. Pirlo hat sich von seiner Clan-Familie losgesagt und soll nun dafür bezahlen. Familie ist nicht immer einfach!
Clan-Justizkrimi
von Anonym - 19.09.2021
Das erste Buch des Strafverteidigers Pirlo und der Anwältin Sophie ist ein gelungener Auftakt der Serie. Der Autor baut einen schönen Spannungsbogen auf und lässt bis zum Ende offen wie der Fall ausgeht. Die Kapitel springen zwischen der Verhandlung und der Zeit davor in der versucht wird die Unschuld von der Mandantin Marlene zu belegen. Zwischendurch bekommt der Leser immer wieder neue Einblicke in die Vergangenheit und die Familien von Prilo und Sophie. Die Sprünge machen das Buch kurzweilig, wobei ich mir gewünscht hätte, dass die Zeit vor der Verhandlung auch im Buch davor beschrieben wird, da so bereits einige Infos vorweggenommen werden. Mir hat sowohl die Story an sich aber auch die Mischung aus Ermittlungen und den Privatleben sehr gut und ich freue mich bereits auf den nächsten Fall der beiden auch wenn dieser erst Mitte 2022 erscheint
Justizkrimi mit unkonventionellem Anwalt
von takabayashi - 18.09.2021
Das Cover liefert uns einen optischen Eindruck von Anwalt Dr. Anton Pirlo, so wie er im Text beschrieben wird. Dieser (relativ) junge Strafverteidiger ist in kurzer Zeit erst zu größten Höhen aufgestiegen und dann ganz tief gefallen. In einer renommierten Kanzlei in Düsseldorf war er durch den Gewinn eines medienwirksamen Verfahrens everybodys darling geworden, bzw. doch nicht wirklich jedermanns, sondern es gab auch viele Neider,wie z.B. den eher unfähigen und intriganten Sohn des Kanzleigründers, und ehe er sichs versieht steht er als Sündenbock für einen Leak arbeitslos auf der Straße. Mit diesem Paukenschlag beginnt die Erzählung: Pirlo besäuft sich erst einmal sinnlos, kommt aber nach einigen Tagen wieder einigermaßen in die Spur. Und Rettung naht in Form einer Mandantin. Die jüngere Ehefrau eines Industriellen soll ihren Mann umgebracht haben und deren ehrgeizige Mutter engagiert Pirlo. Er übernimmt den Fall von seinem Wohnzimmer aus und engagiert durch Vermittlung seines ihm wohlgesonnenen Doktorvaters noch die frischgebackene junge Anwältin Sophie Mahler als Mitstreiterin, Sprössling einer Anwaltsfamilie, aber etwas überkreuz mit ihrer Familie,weil sie sich nicht der väterlichen Kanzlei für Wirtschaftsrecht anschließen will und lieber Strafrecht praktiziert. Sie vervollständigt das ungewöhnliche Anwaltsduo. Bei Pirlo sind die familiären Altlasten noch gravierender, denn er hat sich von seiner kriminellen Familie losgesagt und seinen Namen von Ramzes Khatib in Anton Pirlo geändert. Seine recht simpel gestrickten Brüder haben sich in die Bredouille gebracht und erwarten Hilfe von ihm. Das ist die Ausgangssituation dieses Krimis. Der Fall erscheint fast aussichtslos, aber Pirlo und Sophie, die sich allmählich zusammenraufen und sehr gut zusammen arbeiten können, sind beide äußerst hartnäckig! Es macht großen Spaß, die beiden bei ihrer Aufklärungsarbeit zu begleiten, bei der sie oft auf legal eher grenzwertige Methoden zurückgreifen. Die Charaktere sind sympathisch, vielschichtig und gut gezeichnet, und von ihrem Zusammenspiel und ihren Kontrasten lebt die Handlung. Ich bin ein Fan von Gerichtsdramen (und Anwaltsserien) und fand auch die Szenen im Gerichtssaal sehr spannend und sehr gut beschrieben. Der familiäre Hintergrund der beiden Protagonisten spielt auch eine wesentliche Rolle, auch wenn die beiden darüber nicht miteinander reden. Der manchmal etwas schnodderige Schreibstil ist gut lesbar, wobei Humor und Spannung auch nicht zu kurz kommen. Mein Fazit: Ein origineller, unterhaltsamer und spannender Roman, der nicht nur Fans von Justizkrimis zu empfehlen ist!
Mit vollem Einsatz
von Magnolia-sieben - 15.09.2021
Dr. Anton Pirlo, wie er sich nennt, ist die gut aussehende Rhetorikmaschine . Die POST beschrieb ihn einst so. Sein Ruf als exzellenter Anwalt eilt ihm voraus, trotzdem ist er seinen Job in einer renommierten Kanzlei los. Selber schuld - aber ist aufgeben eine Option? Als eines schönen Tages ein Zettel vor seiner Tür hängt Rufen Sie mich an hat er seien ersten Fall - das heimische Wohnzimmer wird kurzerhand als Arbeitsplatz umfunktioniert. Florian von Späth ist tot, seine Frau Marlene soll ihn getötet haben. Alle Anzeichen sprechen genau dafür und doch übernimmt Pirlo Frau von Späths Verteidigung. An seiner Seite Sophie, die schnell lernt, sozusagen die perfekte Partnerin für ihn, den gefallenen Shootingstar, ist. Sie ergänzen sich, verstehen sich - meistens. Ja, sie haben einen richtig großen Fall eingetütet, der reichlich Kohle bringen könnte. Im Gerichtssaal beginnt dieser Justiz-Thriller mit Sophie, die sich alleine zurechtfinden muss. Pirlo kommt wohl heute nicht mehr? Soweit, so ungewöhnlich und doch so typisch für diesen durchaus sympathischen Chaoten, der sich nicht immer an die Regeln hält. Ein Macho vom Feinsten, der das wahre Leben nur zu gut kennt. Ungewöhnliche Methoden sind seine Spezialität, des Öfteren schrammt er haarscharf an der Legalität vorbei. Ingo Bott hat mit Pirlo einen Charakter geschaffen, der sehr wohl Ecken und Kanten hat, mit einer halbseidenen Familie im Hintergrund. Ein sympathischer Chaot mit viel Selbstbewusstsein, ein genialer Strafverteidiger, der nie aufgibt. Zusammen mit Sophie Mahler gelingt ihm manch genialer Schachzug, der ziemlich viel Unverfrorenheit, aber auch einen sehr wachen Verstand fordert. Die gelungenen Kapitelüberschriften haben mir so manches Lächeln entlockt wie etwa Fürs Leben zu blöd . So wird man gut auf das, was kommen mag, eingestimmt. Der lockere Umgang untereinander, die spritzigen Dialoge tun ein Übriges und zuweilen fließt der Alkohol in Strömen. Das Cover zeigt ihn, den gut aussehenden Anwalt. Nicht glatt, eher holprig, rau. An und für sich gelungen, nur kommt dieses gut aussehend zu kurz. Ein kurzweiliger Einstieg in die Gerichtsbarkeit, deren Regeln manchmal etwas großzügig ausgelegt werden könnten, zumindest hat es zuweilen diesen Anschein. Der erste Fall des Dr. Pirlo, weitere werden folgen. Falsche Zeugen wird der zweite Band heißen, ich freu mich drauf.
Wer hat sich schuldig gemacht?
von Insel - 15.09.2021
Eine Ehefrau steht im Verdacht ihren Ehemann hinterrücks erstochen zu haben. Bei dem Ermordeten handelt es sich um einen sehr reichen Mann und so wandert der Fall sehr schnell in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Der Verteidiger Anton Pirlo ist gerade von seinem Arbeitgeber auf die Straße gesetzt worden und dies auch äußerst medienwirksam und bekommt diesen Fall nun zugetragen. Mit von der Partie ist die junge Anwältin Sophie, die bisher noch nie einen Fall bestritten hat und sich nun mit in diesen Fall hereinhängt. Der Autor Ingo Bott ist wie sein Protagonist Anton Pirlo Anwalt und kennt deswegen Pirlo ganz gut, wie er selber schreibt Die Story dreht sich einerseits um den Fall selber, den ich interessant fand und insbesondere die Passagen bei Gericht haben mir sehr zugesagt. Andererseits geht es um Pirlo selber und das nimmt einen sehr großen Raum ein. Sein familiärer Hintergrund bzw. seine Brüder und sein Vater waren und sind in kriminelle Machenschaften verwickelt. Pirlo kann sich nicht ganz von ihnen lösen, obwohl er deswegen schon einen anderen Namen angenommen hat. Es kann also sein, das er selber bald einen Anwalt braucht. Diesen Erzählstrang bzw. die Verquickung in diese Szene hätte ich nicht gebraucht, denn Pirlo ist auch so als Person facettenreich genug. Pirlo kommt mir selber als ein wenig zu eitel und arrogant daher, dann wirkt er trotz seiner strotzenden Männlichkeit auch innerlich unsicher, das machte ihn mir wiederherum sympathisch. Was mich nervte, waren die gefühlt ständigen Beschreibungen seiner Frisur, egal ob nass, gegelt, die Länge, die Haarsträhnen etc. sowie sonstige Äußerlichkeiten. Gut gefielen mir die Dialoge mit Sophie oder bei Gericht, die im krassen Gegensatz zu den Dialogen im familiären Umfeld standen. Auch der Hintergrund von Sophie, der Tochter aus der besseren Gesellschaft wird erzählt. Ich mag Sophie, kann aber ihr Handeln bei manchen Gelegenheiten nicht nachvollziehen. Was ich überaus interessant fand, war die Erwähnung des Haustyrannenmotivs , von dem ich noch nie gehört hatte und was in der Story erwähnt wird. Sehr gerne hätte ich mehr solcher Informationen im Buch gefunden. Insgesamt drei Sterne
Toller Justizkrimi
von Sarahjane Krakowitsch - 13.09.2021
Dieses Buch konnte mich ab der ersten Seite total begeistern. Nicht nur das der Schreibstil mit seiner lockeren und packenden Art einfach die Geschichte interessanter und spannender macht, fand ich die Idee und die Umsetzung hervorragend. Pirlo ist mir als Protagonist ziemlich sympathisch auch, wenn er manchmal Sprüche klopft. Er hat seine eigen Art seine Fälle vorzubereiten, sie anzupacken und vielleicht nicht immer Glück dabei. Für Sophie war es ihr erster Fall als Anwältin und somit natürlich aufregend ihr dabei zuzusehen wie sie dem Druck standhält und mit Pirlo ein gutes Team abgibt. Ab besten haben mir die Kapiteln gefallen wo im Gerichtssaal nochmals das Geschehen besprochen worden und die Zeigen sowie die Angeklagte angehört worden sind. Es war kein langweiliges Gerede über Paragrafen oder Strafgesetzte. Man hat alles verstanden um was es geht und gleichzeitig war es so spannend, dass ich garnicht aufhören konnte zu lesen. Der Schluss hat ,ihr persönlich am besten gefallen und bin schon auf den nächsten Fall von Pirlo und Sophie gespannt.
Starker Prozessroman
von Stefan Welz - 12.09.2021
Das erste Buch von Ingo Bott, dem sicher noch einige Folgen werden und das zu Recht. Was unspektakulär aussieht, ist der Auftakt einer Anwaltsreihe an die man sich am Anfang erst gewöhnen muss, die dann aber zuschlägt.. Pirlo gerade von einer großen Kanzlei gefeuert, suhlt sich im Selbstmitleid, bis er Besuch einer Mutter bekommt, deren Tochter Ihren Mann umgebracht haben soll. Pirlo engagiert auf Empfehlung seines ehemaligen Doktorvaters die junge Sophie Mahler und gründet eine eigene Kanzlei in seinem Wohnzimmer. Alles deutet daraufhin dass die beschuldigte Frau schuldig ist, doch von dem Gewinn des Prozesses hängt alles ab... Wer glaubt, dass wir hier einen Helden sehen, wird am Anfang doch eher skeptisch auf Pirlo schauen, denn hier liegt Genialität neben absoluter Arroganz und macht es nicht gerade leicht, sich mit dem Protagonisten anzufreunden, wäre da nicht Sophie Mahler, die auf wunderbare Art alles in den Griff bekommt und auch in der Lage ist , mehr als nur Hilfs-Arbeiten auszuführen. Der Schreibstil ist ungewöhnlich und teilweise abgehackt aber sehr flüssig und liest sich hervorragend. Die Charaktere sind wirklich fast alle außergewöhnlich Unsympathisch. Alleine schon die Beschuldigte macht wirklich alles, dass man Lust hat, sie zu verurteilen, doch der Aufbau und die Recherche sowie die Zeugenbefragungen im Prozess sind hochinteressant und treiben die Geschichte nach vorne. In jedem Fall eine Empfehlung an alle die gerne Prozessromane lesen. Für mich sehr gute 4 Sterne und die Sicherheit, dass ich an dieser Reihe dran bleiben werde...
von Archer - 11.09.2021
Pirlo ist am Ende. Nachdem er über acht Jahre lang als Starverteidiger einer großen Kanzlei fungiert hat, fliegt er in hohem Bogen raus für etwas, das er nicht getan hat. Noch während er ein wenig in Selbstmitleid und viel Alkohol ertränkt, zeigt sich ein Licht am Ende des Tunnels. Oder ist es der herannahende Zug? So oder so: Ein bekannter Düsseldorfer Unternehmer wurde ermordet. Seine Frau soll die Täterin sein. Sie beteuert ihre Unschuld. Pirlo soll sie verteidigen. Zum Glück steht er damit nicht allein. Sophie, selbst Tochter eines High-Society-Unternehmers und Anwältin, steht ihm zur Seite. Doch bald wird klar: Pirlo und Sophie sind am Ende. Es sei denn, sie spielen gegen alle Regeln ... Es dauert eine Weile, bis man sich an den stakkatoartigen MPi-Stil des Autors gewöhnt hat, genauso wie an das Hin- und Herspringen in den Zeiten. Dann entwickelt sich eine zweifellos unterhaltsame Geschichte im Anwaltsmilieu, bei der die eigentliche Schuldfrage die geringste Rolle spielt. Wichtig ist es, Zweifel zu säen und Aussagen ins Wanken zu bringen. Was das betrifft, auch die Beziehung zwischen Pirlo und Sophie, die erfreulich romanzenlos blieb (und hoffentlich bleibt) fand ich nichts zu meckern, im Gegenteil. Selten habe ich Gerichtsgeschichten so spannend empfunden. Was mich tatsächlich furchtbar nervte, waren die vielen Klischees, die in der Geschichte untergebracht waren. Die Araber sind alle kriminell. Die PolInnen alle arm, aber fix auf ihren Vorteil bedacht. Und die Düsseldorfer High Society macht eh nur Party, redet geschwollen und ist meist vor dem Mittag schon so blau wie ein Karpfen zu Silvester. (Natürlich nur die Frauen, die Männer müssen ja das große Geld machen.) Ja, okay. Wers mag. Hätte nicht sein müssen. Könnte man besser machen. 3,5/5 Punkten.
Pirlo rocks
von Cassandra - 11.09.2021
Pirlo heißt eigentlich Ramzes und ist kein italienischer Fussballstar, sondern der aus der Art geschlagene Sprössling einer kriminellen, libanesischen Familie, die mit Sozialbetrug ihren Lebensunterhalt bestreitet. Seine beiden "großen" Brüder halten den "Kleinen" für etwas unmännlich, weil er Anwalt ist und sich nie an ihren Unternehmungen beteiligen wollte. Trotzdem ist der familiäre Zusammenhalt da, wenn es darauf ankommt, Pirlo kann sich den Blutsbanden nicht entziehen. Und das spielt eine große Rolle für seinen neuen Fall, den er als letzte Chance unverhofft zugespielt bekommt. Sophie, absolute Berufsanfängerin,, wird seine Partnerin in der "Wohnzimmerkanzlei" und steuert als solche den Zugang zur Düsseldorfer Society und ihren scharfen Verstand bei. Im Kickboxen ist sie auch nicht schlecht. Beste Voraussetzungen, um die kühle Schönheit Marlene, die ihren Mann erstochen haben soll, aus dem Knast zu befreien. Der Titel "gegen alle Regeln" ist zwar etwas reißerisch, es werden reichlich Klischees bedient und ganz so Outlaw-mäßig kommt der arrogante Pirlo nicht rüber, aber auf der Haben-Seite stehen ein prägnanter, origineller Schreibstil, ein buntes Spiel mit Gegensätzen und die recht spannende Handlung aus dem hierzulande nicht so populären Justizmilieu. Hat mir gut gefallen.
Pirlo und Sophie
von Elaine - 10.09.2021
Mít Gegen alle Regeln liegt der erste Band rund um die beiden Rechtsanwält_innen Pirlo und Sophie vor. Diesmal geht es darum, das ein Unternehmer ermordet wurde und seine Frau als Schuldige präsentiert wird. Und Pirlo muss diesen Prozess unbedingt gewinnen, um genügend Geld für seine Brüder zu beschaffen, die in kriminelle Machenschaften verstrickt sind. Der Autor Ingo Bott kombiniert die Fallgeschichte mit den Familienvergangenheiten der beiden Rechtsanwält_innen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Auf der einen Seite die Tochter einer reichen Rechtsanwaltsdynastie. Auf der anderen der Sohn eines kriminellen Clanoberhaupts, der sich Zeit seines Lebens am deutschen Sozialsystem bereichert hat. Die Geschichte lebt von diesen unterschiedlichen Perspektiven und den damit verbunden verschiedenen Sprachgewohnheiten. Es fällt leicht, in die Geschichte einzutauchen und sich mit den unterschiedlichen Charakteren zu verbinden. Aber Achtung: Wer einmal anfängt, kommt von dem Buch schwer wieder los.
intelligenter und spannender Justizkrimi
von CM94 - 10.09.2021
"Pirlo-gegen alle Regeln" ist ein packender Justizkrimi aus der Feder von Ingo Bott, der selbst als Strafverteidiger arbeitet. Im Autorenporträt des Buches sieht man schnell, dass es einige, nicht nur optische, Parallelen zwischen Ingo und Pirlo gibt, auch wenn ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass Ingo selbst nicht das Vorbild für Pirlo ist. Trotzdem macht es den Krimi in meinen Augen deutlich realistischer, was ich wirklich gelungen finde. Zum Inhalt: Nachdem Pirlo von der Kanzlei, bei der er arbeitet, übel mitgespielt und er daraufhin entlassen wird, beschließt dieser nach einer kurzen Leidensphase seine eigene Kanzlei zu gründen. Und den ersten Fall hat er auch direkt auf dem Tisch: die Verteidigung einer Frau, die ihren Mann umgebracht haben soll. Pirlo hat sich einen Ruf erarbeitet auch scheinbar aussichtslose Fälle zu gewinnen. Genau darauf spekuliert seine Mandantin, denn alles spricht gegen sie. Und auch Pirlo kann den Freispruch gut gebrauchen und ist bereit, alle Grenzen zu überschreiten, um den Fall zu gewinnen. Das Buch ist fantastisch geschrieben. Auffallend sind dabei die kurzen, prägnanten Sätze, die erheblich zur Dynamik und Stimmung des Buchs beitragen. Das Buch kommt völlig ohne den ausschweifenden, trockenen Fachjargon aus, den Juristen normalerweise so gerne benutzen, was ich toll finde. Trotzdem hat man als Leser das Gefühl, alle nötigen Informationen zu bekommen und hat einen großartigen Einblick in die Ermittlungen der Verteidigung. Pirlo ist nicht unbedingt der sympathischste Protagonist, das ist aber auch nicht notwendig, um zu erkennen, dass er gut in seinem Job ist. Er hat einen guten Instinkt und schafft es so, bei den Befragungen gezielt Druck aufzubauen und hinter die Fassade der Befragten zu schauen. So entgehen ihm auch die kleinsten Details einer Reaktion nicht, die er direkt als Angriffspunkt für seine Spekulationen nutzen kann. Natürlich ist er sich seiner Stärken und Wirkung bewusst, was ihn arrogant und faul macht. Seine Angestellte und Kollegin Sophie dagegen ist das absolute Gegenteil. Sie ist ruhig und besonnen, ehrgeizig und fleißig und ein bisschen der moralische Kompass des Teams. Die Hintergrundgeschichten um Pirlo und Sophie geben der Geschichte einen interessanten Rahmen und gerade zu Pirlos Familie erhoffe ich mir in den Folgeteilen noch mehr Informationen. Ich habe mich durch das Buch bestens unterhalten gefühlt und werde mir ganz sicher auch weitere Bücher der Reihe kaufen.
Justizkrimi
von Isa - 10.09.2021
Der Strafverteidiger Pirlo verliert seinen Job. Kurze Zeit später wird er von einer Frau an seiner Wohnungstür angesprochen und gebeten die Verteidigung ihrer Tochter zu übernehmen. Diese steht im Verdacht ihren Mann, einen Bauunternehmer, umgebracht zu haben. Pirlo übernimmt diesen Fall, richtet sein Büro im Wohnzimmer ein und unterhält Unterstützung von Sophie Mahler, einer jungen Kollegin. Eine weitere Rolle in der Geschichte spielt der kriminelle Familien-Clan Pirlos. Die Idee, dass der Strafverteidiger ermittelt und man dadurch unter anderem Einblicke in die Verteidigung oder den Prozessverlauf erhält, finde ich gut. Allerdings konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Die Handlung empfinde ich als zu oberflächlich und der Nebenhandlungsstrang bezüglich des Clans ist für mich unnötig. Der Handlungsverlauf erscheint mir nicht nachvollziehbar und teilweise an den Haaren herbeigezogen. Auch störte mich das Ende bezüglich der Täterin. Die Hauptprotagonisten sind mir zu nervig, selbstverliebt und nicht authentisch. Obwohl der Schreibstil recht einfach gehalten bleibt, liest sich das Buch nicht flüssig. Ebenso fehlte es mir an Spannung und die Zeitsprünge empfinde ich nervend. Ich musste mich mit fortlaufender Dauer zum Lesen quälen.
Vor Gericht und auf hoher See...
von Elke - 09.09.2021
So schnell kanns gehen: Dr. Anton Pirlo, eben noch bekannt aus Funk und Fernsehen, Superstar in einer Anwaltskanzlei und dann, nach acht Jahren, in denen er alles gegeben hat, mit fadenscheinigen Begründungen auf die Straße gesetzt. Leben neu sortieren, Perspektiven ausloten, weitermachen. Sollte man annehmen, aber dazu kommt es nicht, da unerwarteter Besuch in seiner Wohnung aufschlägt. Die Mutter eines ehemaligen It-Girls aus der Düsseldorfer Haute Volée bittet ihn, die Verteidigung ihrer Tochter Marlene zu übernehmen, die des Mordes an ihrem steinreichen Mann verdächtigt wird und in U-Haft sitzt. Parallel dazu meldet sich die Vergangenheit in Form seiner beiden Brüder, die eine Riesendummheit begangen haben und nun seine Hilfe benötigen. Pirlo wurde nämlich als Ramzes Kathib in eine libanesische Familie hineingeboren, die es im Gegensatz zu ihm mit den Gesetzen nicht so genau nimmt. Sein Weg sollte das nicht sein, deshalb hat er den Namen gewechselt und ist auf die andere Seite gewechselt. Okay, er übernimmt Marlenes Verteidigung, stellt auf Empfehlung seines alten Mentors dessen engagierte Doktorantin Sophie für die langweiligen Routinearbeiten ein und stürzt sich kopfüber in ein Abenteuer, dessen Ausgang mehr als ungewiss ist. Ingo Bott ist nicht nur der Autor dieses Justiz-Krimis, sondern auch ein renommierter Strafverteidiger in den Bereichen Wirtschaftsstrafrecht und Compliance, weiß also, wovon er schreibt. Und das macht er gut. Interessantes Personal, verschiedene Perspektiven, die richtige Dosis Privates, Hintergrundinformationen zu Aufbau und Durchführung des Verfahrens. Allerdings gibt es auch einen Wermutstropfen. Die Argumentationen sind zwar schlüssig, aber die Auswahl an möglichen Tätern und Motiven sind sehr übersichtlich. Von daher bleibt die Spannungskurve auf einem gleichbleibenden Level, steigt im Verlauf der Handlung nicht an. Und spätestens nach der Erwähnung von Genua ist zu vermuten, in welche Richtung der Hase läuft. Nichtsdestotrotz hat mich der erste Fall des Strafverteidigers Pirlo und seiner Assistentin Sophie so gut unterhalten, dass ich die Reihe mit Sicherheit weiterverfolgen werde.
Intelligenter Krimi!
von MB - 07.09.2021
Zunächst einmal - ein Krimi, eine neue Reihe (die wievielte schon in diesem Jahr?), diesesmal rund um einen chaotisch-charismatischen Strafverteidiger (der übrigens von der Beschreibung seines Äußeren her durchaus Ähnlichkeiten mit dem Autor Ingo Bott - Verzeihung: Dr. Ingo Bott - hat, seines Zeichens Rechtexperte im Bereich Wirtschaft, wie die Hauptperson Dr. Anton Pirlo eine Wohnzimmerkanzlei als Ausgangspunkt der Karriere). Ich persönlich begrüße diese Parallelen zwischen dem Autor und seinem Protagonisten, ermöglicht es dem Autor doch, eine Menge seiner fachlichen Kompetenz in die Geschichte einfließen zu lassen. Die Story ist flott, was sich auch sprachlich in kurzen und markanten Sätzen widerspiegelt. Die Figuren sind gut gezeichnet - da ist der soeben nach einem öffentlichkeitswirksamen, gewonnenen Prozess in der Düsseldorfer Highsociety anstellungslos gewordene Strafverteidiger Pirlo, Womanizer, Lebemann, wenig berechenbar und mit zwei Identitäten ausgestattet - er ist nämlich auch der studierte Bruder aus einem berüchtigten arabischen Familien-Clan, was er sich für den aktuellen Fall auch zu Nutze macht. Und da ist seine neue Wohnzimmerkanzlei-Partnerin, die frisch ausgebildete Rechtsanwältin Sophie Mahler aus bekanntem Juristen-Hause. A nice pair! Beide finden sich für eine auf den ersten Blick aussichtlose Verteidigung. Pirlo braucht den Erfolg - und das Geld - um wieder auf die Beine zu kommen. Nach einigen Rückschlägen und Dämpfern stellt sich natürlich der Erfolg für das neue Duo ein und die Story endet folgerichtig nicht nur mit der Neugründung einer Kanzlei - mit Namen Recht.Schaffen - sondern auch mit einem cliffhanger: Teil zwei der Serie ist vorbereitet. Es ist deshalb ein intelligenter Krimi, weil es nicht nur eine gute Story, sondern auch eine prachtvolle Lehrstunde in Fragetechnik ist... und das kann man ja immer gut gebrauchen - auch außerhalb des Gerichtsaals.
Gelungener Justizkrimi
von Martin Schult - 05.09.2021
Der begabte und selbstbewusste Strafverteidiger Dr. Pirlo wird durch eine Intrige um seinen sicher geglaubten Job gebracht und die scheinbar nicht aufzuhaltende Karriere vor Gericht findet zunächst ein jähes Ende. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als einen scheinbar aussichtslosen Kampf vor Gericht anzugehen, um zum einen seiner Anwaltslaufbahn einen neuen Schub zu verleihen und zum anderen das nötige Geld einzusammeln, welches er nun braucht, da er sich von seiner nicht ganz unzweifelhaften Familie abgewandt hat. Ihm steht lediglich die Unterstützung der angehenden Anwältin Sophie Maler zur Verfügung, so dass die beiden versuchen, das Unmögliche möglich zu machen... Der Autor Ingo Bott hat mit Pirlo einen charismatischen Hauptprotagonisten geschaffen, der mich im ersten Band der Reihe gleich überzeugen konnte. Der Strafverteidiger bewegt sich durchaus an der Grenze des Erlaubten und verleiht so dem Kriminalroman aus meiner Sicht einen besonderen Charme. Ingo Bott erzählt die Geschichte in einem sehr lockeren und temporeichen Schreibstil und lässt dabei seine eigene Praxiserfahrung als Strafverteidiger einfließen. Der Spannungsbogen wird mit der vermeintlich aussichtslosen Situation seiner Mandantin gut aufgebaut und über die Recherchen und Gerichtsverhandlungen auf einem hohen Niveau gehalten. Gerade die Gerichtsszenen haben mir aufgrund ihrer Realitätsnähe sehr gut gefallen. Auch das Finale wartet mit einer nachvollziehbaren und clever konzipierten Auflösung auf, was das Buch gelungen abrundet. Insgesamt har mir Pirlo - gegen alle Regeln als Auftaktband einer neuen Justizkrimi-Reihe sehr gut gefallen und Lust auf weitere Fälle mit dem sicherlich außergewöhnlichen und wahrscheinlich auch polarisierenden Hauptprotagonisten gemacht. Ich empfehle den Kriminalroman daher sehr gerne weiter und bewerte ihn mit guten vier von fünf Sternen.
Einigermassen interessanter Justiz-Krimi
von heeb angela - 02.09.2021
Der einst angesehene Anwalt Pirlo wurde gefeuert. Doch er hat Glück, denn er darf einen Fall klären, in dem eine Frau ihren Ehemann ermordet haben soll. Sophie Mahler, die junge Anwältin, hilft ihm dabei. Gleichzeitig hat Pirlo grosse Probleme, denn die Geschichte seiner Familie holt ihn wieder ein. Ich fand die Geschichte mittelmässig spannend. Pirlo ist eher ein Machotyp, Sophie die Bodenständige. Von ihr erhoffe ich mir zukünftig mehr Präsenz. Obwohl einiges nicht gut läuft im Leben von Pirlo hat er mehr Glück als Verstand, was mir nicht sehr realistisch hinüberkommt. Das Buch liest sich zwar gut, aber man muss immer auf die Zeitsprünge achten. Beispielsweise kommt am Anfang etwas zu den Verhandlungen, an denen Pirlo fern bleibt, und erst später erfährt man, wie Pirlo und Sophie den Weg zueinander finden. Insgesamt war das für mich ein mittelwertiges Buch mit einigen glücklichen Zufällen, dass Pirlo sich über Wasser halten kann. Ganz ok, aber nichts Besonderes.
Total fesselnd und gelungener Auftakt
von isabellepf - 01.09.2021
Pirlo - Gegen alle Regeln von Ingo Bott, ist ein fesselnd und gelungener Auftakt des Strafverteidigers Anton Pirlo. Der charismatisch und selbstbewusste Strafverteidiger Dr. Pirlo, verliert durch eine Intrige seinen sicher geglaubten Job. Er gründet eine Wohnzimmerkanzlei und muss den einzigen Fall der ihm noch bleibt, zusammen mit der Aufstrebenden Anwältin Sophie Mahler gewinnen. Doch seiner Mandantin wird vorgeworfen, ihrem Mann umgebracht zu haben. Die Medien berichten pausenlos und der fall scheint aussichtslos. Als sich dann auch noch der Khatib-Clan Ärger einhandelt, muss er Wege gehen, die er nie gehen wollen. Ingo Bott hat einen gelungen und fesselnd ausgearbeiteten Auftakt geschrieben, der mich von Anfang an in seinen Bann ziehen konnte. Wendungsreich, gut recherchierte Handlungsstränge und einfliessendes Insiderwissen, sowie außergewöhnliche Protagonisten verleihen dem Krimi Ihren Charme und machen ihn besonders. Kurze Kapitel eine fesselnd, leicht und moderne Schreibweise, sorgen für pures Lesevergnügen und ein zügiges Vorankommen. Auch die ungleichen, vielschichtigen Charaktere sind passend gewählt, insbesondere Pirlo ist ein charismatischer Charakter, der mich durch seine unkonventionelle Art überzeugen konnte. Aber auch Sophie bringt durch ihre angenehme Art und Auftreten frischen Wind in die Geschichte. Gefallen hat mir ausserdem, das sich die Charaktere des öfteren an der Grenze des Erlaubten bewegt das den Spannungsbogen konstant aufrecht hält. Für mich ein gelungen, fesselnd, spannender Auftakt, der mich bestens unterhalten konnte und schon jetzt unheimlich Lust auf eine Fortsetzung macht.
Zuerst skeptisch, dann überzeugt!
von Steph - 30.08.2021
Das Cover gefällt mir immernoch nicht so sehr, aber es passt trotzdem zu dem Buch. An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, den kurz und knapp, auf den Punkt Geschriebenes war nicht so meins. Ich habe aber durchaus Gefallen daran gefunden. Die etwas barsche Sprache passt sehr gut zu diesem Buch. Ich mag Pirlo, das Derben aber auch das Verletzliche an ihm. Was mich völlig überzeugt hat, war die Rechtssicherheit der einzelnen Gesetze. Absolut beeindruckend für mich, man kann durchaus noch was dazu lernen. Es ist natürlich super, wenn ein Rechtsanwalt ein Buch über Straftaten schreibt. Ich mag das Buch, weil man so schnell Empathie für die Protagonisten entwickelt, obwohl Pirlo es einem manchmal nicht leicht macht. Wer ein wenig Spannung mit leichtem und authentischen Schreibstil mag, der ist sehr gut beraten mit diesem Buch. Ein toller Auftakt zu einer Buchreihe. Ich freu mich auf kommende Fälle von Pirlo.
Unterhaltsam, aber nicht sonderlich spannend
von Marie aus E. - 29.08.2021
Für Anton Pirlo läuft es nicht gut. Erst verliert er seinen Job als angesehener Anwalt in einer der Kanzleien Düsseldorfs, dann meldet sich seine über die Jahre gekonnt aus seinem Leben ausgeblendete Familie und um seinen einzigen Fall steht es auch nicht gut... Pirlo ist der typische Macho - und die junge Anwältin, die den Großteil der Arbeit in der Wohnzimmerkanzlei wuppt, sehr sympathisch und tüchtig. Die Story an sich ist unterhaltsam, aber nicht sonderlich spannend. Etwas schwer habe ich mich mit den ständigen Zeitsprüngen getan und mit der doch arg klischeehaften Darstellung von Staranwalt und junger angestellter Anwältin. Aber vielleicht läuft es ja wirklich so in der Szene. Genauso ging es mir mit dem Umgang der drei Khatib-Brüder und dem Clan-Slang. Einerseits sehr spaßig zu lesen, andererseits war es irgendwann dann auch mal gut. Gut gefallen hat mir das - gut und sparsam dosierte - Einstreuen von echten Urteilen in die Handlung, hier kommt des Autors Brotjob durch und das macht es authentisch. Gemocht habe ich auch die Wohnzimmer-Kanzlei-Atmosphäre und den Aufbau (von den Sprüngen mal abgesehen), der sich auf die Gerichtsverhandlung fokussiert. Das Ende hingegen hat mich unzufrieden zurückgelassen. Holterpolter und das war es dann? Eine Szene war dazu noch merkwürdig und wurde nicht aufgelöst, das fand ich seltsam. Fazit: Die Charaktere hatten trotz o.g. Kritik schon etwas, ich bin jetzt zwar nicht hellauf begeistert, aber doch durchaus interessiert, wie es in weiteren Bänden weitergeht mit der neuen Kanzlei und den beiden Anwälten.
solider Krimi, der mich nicht komplett überzeugen konnte
von Diana - 28.08.2021
Ingo Bott - Pirlo, Gegen alle Regeln Der Strafverteidiger Pírlo wird aus der Kanzlei geworfen, weil er Mandantengeheimnisse verraten haben soll. Plötzlich vor dem Nichts stehend, bleibt ihm gar nichts übrig, als den ersten Mandanten anzunehmen, der in seine Wohnzimmerkanzlei kommt. Ausgerechnet eine Ehefrau, die ihren Mann ermordet haben soll und die Indizien der Tat sind so zahlreich, dass es ein aussichtsloser Kampf sein könnte. Könnte... weil Pirlo und seine Mitarbeiterin Sophie alles daran setzen, um Hinweise auf einen anderen Täter zu finden... und dabei selbst in Gefahr geraten. Ich habe bereits vor einiger Zeit die Leseprobe gelesen. Der Erzählstil ist angenehm, flüssig und modern, dass ich die Geschichte an einem Nachmittag gelesen habe spricht für eine leichte Erzählweise. Auf knapp 400 Seiten finden sich zahlreiche, teils Ein-Seiten-lange Kapitel, mit kurzen Sätzen und einer gewissen Grundspannung. Die Handlung wirkt hektisch und chaotisch,da wir teils in der Zeit vor und zurück springen und es gibt zwei größere Handlungsstränge. Zum einen der Mordfall, der von Pirlo und Sophie vertreten wird, zum anderen die Familien-Fehde und somit Pirlos kriminelle Brüder, die in einen Drogendeal geplatzt sind. Insgesamt bleibt die Handlung oberflächlich und leicht lesbar. Für mich hätte es den Handlungsstrang um die Familie und deren Chaos nicht gebracht, im Gegenteil ich fand ihn störend und teilweise anstrengend, denn hier werden sprachliche Klischees benutzt, die das Buch in seiner Gesamtheit herunterzieht. Pirlo, der aus unerfindlichen Gründen sich seiner Familie immer noch verpflichtet fühlt, die ihn ausgestossen haben, soll mal eben auf die Schnelle ein bisschen über 100 000 Tausend Euro zusammenkratzen und damit seine verkorksten Brüder aus der Patsche helfen. Warum? Damit diese sich irgendwann mit einem Einbruch revanchieren? Der Fall der Ehemann-Mörderin war hingegen spannend aufgebaut, bis zum Schluss hatte ich Zweifel, wer der Täter oder die Täterin sein könnte. Es gab viele Sackgassen, noch mehr Irrwege und die Leser wurden auf diverse Fährten geschickt. Die Charaktere insbesondere Pirlo und Sophie Mahler waren gut ausgearbeitet. Schade fand ich nur, dass Pirlo sein Charisma mehr und mehr verlor, was vielleicht auch an der Familien-Geschichte lag, hier hätte der Frauenheld und Chaot sicher mehr punkten können, wenn er einen Großteil seiner Arbeiten selbst verrichtet, nicht jedem Rock hinterher rennt und vor allem zuverlässiger wäre. Sophie Mahler ist für mich die eigentliche Hauptfigur in diesem Buch. Sie macht einen Großteil der Arbeit, versucht über den Tellerrand zu schauen und rettet Pirlo des öfteren den Hintern. Klar, Pirlo ist erfahren und ein Macher, aber Sophies Entwicklung in diesem Buch ist deutlich stärker. Ich bin hin und her gerissen, vor allem weil ich mich auf das Buch gefreut habe. Ich könnte mir zwar vorstellen, grundsätzlich eine Fortsetzung von Pirlo zu lesen, aber dann müsste ein wenig an seiner Persönlichkeit gefeilt werden, damit er sympathischer erscheint und wenn nicht unbedingt sympathisch, dann zumindest zugänglich. Schade, denn ich hatte von diesem Buch deutlich mehr erwartet. Ich kann das Buch dennoch empfehlen, wer Bücher mit gegensätzlichen Handlungssträngen gut findet, eine Story mit Fallstricken und einer nicht so besonders sympathischen Hautpfigur, der wird hier Freude haben. Kurzweilig ist es auf jeden Fall. Das Cover ist ansprechend. Fazit: solider Krimi, der mich nicht komplett überzeugen konnte. 3 Sterne.
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