Dry

Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr. Nominiert für den Deutschen Jugendliter.…
Buch (kartoniert)
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Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In d … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Dry
Autor/en: Jarrod Shusterman

ISBN: 3737356386
EAN: 9783737356381
Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr. Nominiert für den Deutschen Jugendliter.
Originaltitel: Dry.
Empfohlen ab 14 Jahre.
4. Auflage.
Übersetzt von Kristian Lutze, Pauline Kurbasik
FISCHER Sauerländer

22. Mai 2019 - kartoniert - 448 Seiten

Beschreibung

Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben.

Neal und Jarrod Shusterman zeigen auf beängstigende Weise, wie schnell jegliche Form von Zivilisation auf der Strecke bleibt, wenn Menschen wie du und ich von heute auf morgen gezwungen werden, um den nächsten Schluck Wasser zu kämpfen.
Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, USA, studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften. Alle seine Romane sind internationale Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet. In Deutschland liegen bisher seine Serien "Vollendet" und "Scythe" vor.

Die "Vollendet-Serie" umfasst folgende Bände:
Vollendet - Die Flucht
Vollendet - Der Aufstand
Vollendet - Die Rache
Vollendet - Die Wahrheit

Die "Scythe"-Serie umfasst folgende Bände:
Scythe - Die Hüter des Todes
Scythe - Die Rache der Gerechten
Scythe - Das Vermächtnis der Ältesten (erscheint voraussichtlich im Herbst 2019)

Portrait

Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, USA, ist in den USA ein Superstar unter den Jugendbuchautoren. Er studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften. Alle seine Romane sind internationale Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem National Book Award.

Leseprobe

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Pressestimmen

Hervorragend gelingt es 'Dry' dagegen, mit sprachlichen Mitteln und einer spannungstechnisch wirksamen Zuspitzung der Bedrohungslage den Durst geradezu physisch spürbar zu machen [...] Manuela Kalbermatten Neue Zürcher Zeitung 20190508
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Anja S.
von Anja S. - Hugendubel Buchhandlung Mainz Am Brand - 10.04.2020
Ein brisantes Thema und aktueller denn je! Dieses Buch ist erschreckend real und führt einem vor Augen, worauf wir hinsteuern, wen wir nichts unternehmen. Fesselnd!
Kerstin M.
von Kerstin M. - Hugendubel Buchhandlung Frankfurt am Main Steinweg - 06.09.2019
Beeindruckender geht es nicht! Eines Tages kommt aus den Wasserhähnen kein Wasser mehr und die Frage ist: Wie schnell wirfst Du Deine Menschlichkeit weg, wenn um Dein nacktes Überleben geht?
Andrea K.
von Andrea K. - Hugendubel Buchhandlung Würzburg Kürschnerhof - 31.07.2019
Endlich! Das neue Werk vom Autorenteam Shusterman ist da! Und wieder ist ihnen ein sprachgewaltiger Roman gelungen, der mit seiner Brisanz und Realitätsnähe eine Spannung erzeugt, die ihresgleichen sucht ... Fantastisch! Ab 14.
Bewertungen unserer Kunden
Ein letzter Tropfen Spannung fehlt
von Kupfis Bücherkiste - 22.03.2020
Wie geht man mit einer nationalen Krise um, die durch eine Wasserknappheit ausgelöst wird? Diese Frage haben sich die Brüder Neal & Jarrod Shusterman gestellt. In Kalifornien gibt es kein Wasser mehr. Die Wasserhähne geben keinen Tropfen mehr ab. Das führt dazu, dass in den Supermärkten sämtliche Getränke und Eis innerhalb kürzester Zeit ausverkauft sind. Denn niemand weiß, wann und ob das Wasser zurück kommt, und wieviel da kommt. Die Katastrophenhilfe lässt auf sich warten. Und so sind selbst die ergatterten Wasservorräte knapp, und schnell aufgebraucht. Wohl dem, der sich an die Notfallregelungen gehalten hat, und Vorräte gebunkert hat. So hat auch Keltons Familie sich vorbereitet, und Lebensmittel und Getränke zuhause. Das zieht natürlich erstmal den Neid der Nachbarn auf sich. Keltons Vater verteidigt die Vorräte gewaltsam, und ist nicht bereit zu teilen. Kelton selber sieht das aber anders, und spielt der Nachbarstochter Alyssa Wasser zu. Alyssa Eltern machen sich auf den Weg, um am Strand bei den Versorgungsmaschinen Wasser zu ergattern, und lassen Alyssa mit ihrem Bruder allein. Als die Eltern jedoch nicht zurück kommen, machen sich Alyssa und ihr Bruder mit Kelton auf den Weg, um die Eltern zu finden. Unterwegs treffen sie auf eine neue Gefährtin. Jedoch gestaltet sich die Suche nach den Eltern sehr schwierig, und die Jugendlichen flüchten in die Berge, um in Keltons Notfallbunker unterzukommen. Wird das gelingen? Dry ist eins der Endzeitszenarien, die einen besonders gruseln. Wasser ist ein Grundbedürfnis, ohne Wasser geht nichts. Kein Kochen, keine Wäsche, und da der Körper aus ca. 70% Wasser besteht, kann der Mensch eher ohne Essen klar kommen als ohne Wasser. So ist die Panik groß der Menschen in Kalifornien. Die Moral der Menschen sinkt innerhalb kürzester Zeit drastisch, Überfälle sind an der Tagesordnung. Jeder ist sich selbst dem nächsten, nur wenige halten zusammen. Das Szenario, das die Brüder Shusterman aufgegriffen haben, gefällt mir. Hier geht es ums nackte Überleben. Es wird mit harten Bandagen verhandelt. Viele Situationen sind sehr beängstigend, und halten der Gesellschaft den Spiegel vor. Gerade in Zeiten der Corona-Krise mag man sich gar nicht ausdenken, was aus menschlichem Verhalten wird, wenn die Krise sich weiter zuspitzt. Dennoch konnte mich Dry nicht ganz überzeugen. Es ist sehr detailliert beschrieben, und doch konnte mich die Stimmung nicht ganz einfangen. Ein letzter Hauch Spannung fehlte mir. Deswegen gibt es einen Punkt Abzug.
Tropf, tropf..
von fuddelknuddel - 07.02.2020
Jeder, der sich in den Genres Fantasy und dystopischen Erzählungen halbwegs auskennt, hat den Namen Shusterman schon mal gehört, behaupte ich. Sei es Scythe oder die Vollendet-Reihe, man hört kaum was anderes als Lobeshymnen auf seine Bücher und daher war ich sehr gespannt auf meine erste Shusterman-Erfahrung. Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und unglaublich neugierig gemacht, denn dass der Menschheit das Wasser ausgeht, ist eine der größten Horrorvorstellungen, die man sich machen kann. Tatsächlich hat mich das Buch wie erhofft alles andere als enttäuscht. Angefangen mit den Schilderungen aus der Ich-Perspektive verschiedenster Figuren, die es dem Leser ermöglichen, tief in die Geschichte einzutauchen und sich dem Geschehen so nah wie möglich zu fühlen, bis hin zur unkomplizierten Umgangssprache, die dem Alter der Protagonisten geschuldet ist und dafür sorgt, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Die Protagonisten könnten unterschiedlicher kaum sein. Alyssa ist das nette Mädchen von nebenan, sie und ihr kleiner Bruder Garrett sind in normalen, bürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen und sie wirkt auf den ersten Blick wie die rationalste von allen. Ich konnte mich mit ihr am besten aus der Gruppe identifizieren und mir war sie meist auch am sympathischsten, wenn sie nicht gerade einen ihrer Zicken-Anfälle hatte. Kelton dagegen, Alyssas Nachbar der heimlich für die schwärmt, ist von vielen als Freak verschrien, da seine Familie sich schon lange und intensiv auf eine bevorstehende Katastrophe vorbereitet hat. Ich fand die Art, wie er aufgewachsen ist und wie er denkt, ziemlich faszinierend, insbesondere jetzt, wo sie Bemühungen seiner Familie tatsächlich Anwendung finden. Die letzte für mich wichtige im Bunde ist Jacqui, eine taffe aber manchmal auch etwas einsame Überlebenskünstlerin, die in ihrem jungen Leben schon so einiges durchmachen musste und bereits früh auf sich allein gestellt war. Von ihr war ich nicht minder beeindruckt, aber eher auf eine bewundernde Weise, anders als bei Alyssa, die ich tatsächlich gut verstehen konnte. Der sogenannte Tap-Out, das Versiegen des Wassers aus den Hähnen und sonstigen Leitungen, zeigt, wie schnell sich das Gesicht der Menschheit wandelt, wenn es vor lebensbedrohende Probleme gestellt wird. Die Notlage wurde langsam aufgebaut und ist dann immer intensiver geworden, sodass ich mich beim Lesen oft genau so unwohl bis hin zu panisch gefühlt habe wie die Figuren. Man denkt anfangs noch, dass es schon nicht so schlimm wird, hofft und bangt und leugnet. Doch als sich dann tatsächlich der volle Ernst der Lage abzeichnet, fallen auf einmal alle Masken. Nachbarn, die man vorher verachtet hat, werden auf einmal zu Freunden, nur weil sie etwas besitzen, was man selbst gern hätte. Und wenn Freundlichkeit und Geschleime und zuletzt auch Betteln nicht helfen, wird der Mensch zur Bestie und holt sich einfach gewaltsam, was er braucht. Für mich war das einfach nur erschreckend zu lesen, vor allem weil alles unglaublich detailliert und realistisch beschrieben wurde. Ich konnte mir regelrecht ausmalen, wie unsere Zivilisation nach und nach zu Grunde geht. Tatsächlich hatte es sogar so weit Auswirkungen auf mich, dass ich mich nach dem Lesen ziemlich mies gefühlt habe, wenn ich das Wasser mal zu lange habe laufen lassen. Nie hätte ich gedacht, dass ein Buch mich so beklemmen und ängstigen könnte beim Lesen, und das nicht mal wegen irgendwelcher Horror-Elemente, sondern wegen einer durchaus realistisch scheinenden Gefahr. Mein Fazit: Ein Buch, was zum Nachdenken einlädt und gleichzeitig hervorragend unterhält. Spannend, rasant und für mich bis fast zuletzt mit ungewissem Ausgang. Einfach brilliant! Mir hat es unglaublich gut gefallen und ich kann es definitiv weiterempfehlen.
Ein Buch, was zum Nach- bzw. Umdenken anregt
von Caterina (Catas Welt) - 07.12.2019
Meine Meinung zum Buch Gestaltung: Beinahe seit der ersten Stunde bin ich ein Fan von der Schreibkunst Neal Shustermans. Als ich dann das erste Mal von Dry gehört habe, war die Neugier unmittelbar da. Es klang nach einer Geschichte, die nicht nur bedrückend scheint, sondern auch der Gesellschaft einen Spiegel vor die Augen hält. Optisch ist das Buch eher schlicht gehalten, aber durch den Untertitel ist die beklemmende Thematik sofort greifbar. So führte also kein Weg an Dry vorbei und ich musste es unmittelbar nach dem Eintreffen lesen. Einstieg: Der Leser wird förmlich in die Geschichte hineingeworfen, denn das Autorenduo beginnt ohne Unschweife mit der Tatsache, dass das Wasser in Alyssas Familie ausgeht. Durch diesen Einstieg schufen Neal und Jarrod Shusterman eine bedrückende Stimmung, die zugleich zum Nachdenken anregte. Schnell stellte ich mir die Frage, wie ich reagieren bzw. handeln würde, wenn plötzlich kein Wasser mehr aus dem Hahn kommt. Anfangs denkt man zunächst, dass es schon nichts ernstes sein wird, denn Wasser gibt es ja ohne Ende. Allerdings ändert sich dies nach nur wenigen Seiten, denn aus einem Moment wird plötzlich ein Tag, aus einem mehrere, dass kein Wasser mehr fließt, und der Überlebenskampf steht bevor. Insgesamt gefiel mir der Einstieg sehr gut, denn so schuf das Autorengespann eine Grundstimmung, die nie so ganz aus der Geschichte verschwand. Charaktere: Die Geschichte wird mal abwechselnd aus der Sicht von der 16-Jährigen Alyssa und dem etwas älteren Nachbarsjungen Kelton erzählt. Beide können nicht unterschiedlicher sein, während Kelton irgendwie schon immer ein Auge auf Alyssa geworfen hat, ist Kelton für sie nur der Durchgeknallte Junge, der sich auf die Apokalypse vorbereitet. Dass dies ihnen bald zu Gute kommen soll, ahnt Alyssa natürlich nicht. So kreuzen sich die Wege der beiden immer wieder, bis sie merken, dass sie nur zusammen überleben können. Als dann das Wasser endgültig zur Neige geht, selbst der Wasservorrat, den Alyssa mit ihrem Onkel mit Mühe und Not geholt haben, ziehen ihre Eltern los um Wasser zu suchen. Schneller als gedacht übernimmt Alyssa die Mutterrolle und kümmert sich um ihren 10-Jährigen Bruder Garret. Alyssa kam mir am Anfang recht naiv vor, dies änderte sich zum Glück im Laufe der Geschichte, so dass sie zügig zu einer taffen jungen Frau wird. Hin und wieder kam ihre jugendliche Naivität durch, die sie und ihre Freunde nicht nur einmal in ernsthafte Schwierigkeiten brachte. Kelton dagegen fand ich von Beginn an greifbarer. Er hat das Herz definitiv auf dem rechten Fleck. Interessant fand ich den Part von Garret, der durch seine kindliche Naivität und seinen Leichtsinn irgendwie immer ein kleiner Hoffnungsschimmer in der Welt ohne Wasser war. Handlung: In erster Linie setzen sich Neal und Jarrod Shusterman mit der Frage auseinander wie es ist, wenn von heute auf morgen eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste Ressource wegfällt. Dies haben sie ansatzweise sehr gut dargestellt. Gerade zu Beginn schufen sie dadurch eine sehr bedrückende Atmosphäre, die auf der anderen Seite zum Nach- bzw. Umdenken anregt. Ich hatte direkt ein schlechtes Gewissen, wenn mein Blick Richtung Wasserhahn ging. Auch wenn die Thematik ein unglaubliches Pensum an Dramatik bietet, so hat das Autorenduo dies aus meiner Sicht nicht durchgängig aufrecht erhalten können. War am Anfang noch ein wenig Apokalypsenstimmung da, so verändert sich die Geschichte und wird schnell ein Überlebenskampf. Dies fand ich auch nicht unbedingt schlecht, nur dadurch verloren die beiden aus meiner Sicht die Tatsache aus den Augen, wie wichtig Wasser eigentlich ist. So wurden Themen wie die Hygiene gar nicht wirklich berücksichtigt, was für mich neben dem Trinken ein sehr wichtiges Thema ist. Natürlich ist das Jammern auf dem höchsten Niveau und es muss für mich auch nicht bis ins kleinste Detail beschrieben werden, aber das hätte die Dramatik schon gesteigert. Gerade auch mit der Frage im Hintergrund, wie weit würden Menschen gehen, wenn es um den letzten Wasservorrat geht? Insgesamt fehlte mir die Dramatik. Viele Szenarien wurden nur erwähnt oder gar angedeutet, wo ich mir schon mehr gewünscht hätte. So wäre das ganze noch eindringlicher gewesen. Ein ganz großer Kritikpunkt ist das Ende für mich. Bis zu einem gewissen Punkt bin ich mitgegangen, allerdings bin ich mit der endgültigen Auflösung nicht einverstanden. Das Ende hat aus meiner Sicht die Ernsthaftigkeit des Themas rausgenommen, was ich sehr schade fand. Schreibstil: Der Schreibstil des Autorenduos ist einnehmend, fesselnd und regt wie auch schon bei seinen anderen Büchern sehr zum Nachdenken bzw. Umdenken an. Wir in den Industrieländern, die Trinkwasser so im Übermaß haben, dass wir damit sogar die Toilletten spülen, können uns gar nicht vorstellen, was es bedeutet wenig bis kein Wasser zu haben. So zeigen die beiden ganz bewusst auf den extremen Verbrauch bzw. sogar der Verschwendung des Wassers. Umso eindringlicher war es dann zu sagen, was ist, wenn uns morgen im wahrsten Sinne des Wortes der Hahn zugedreht wird. Neal und Jarrod Shusterman haben das aus meiner Sicht gut dargestellt, hätte für mich aber noch dramatischer sein können, so dass es eben nicht wie eine Fiktion, sondern wie die Realität wirkt. Ansonsten fliegen die Seiten durch den prägnanten Schreibstil nur so dahin. Mein Urteil Dry von Neal und Jarrod Shusterman ist ein Buch, was unser Handeln hinterfragt und zum Nach- bzw. Umdenken einlädt. Die Thematik hielt mir immer wieder vor Augen, wie verschwenderisch wir eigentlich mit dem Wasser umgehen und vor allem wie selbstverständlich es ist, dass wir Wasser in Hülle und Fülle haben. Auch wenn mir dies insgesamt gut gefiel, hätte das Buch für mich ruhig noch dramatischer sein können, so dass es nicht wie eine Fiktion, sondern wie eine Tatsache wirkt. Gerade das Ende verliert aus meiner Sicht die Ernsthaftigkeit des Themas aus den Augen. Ingesamt fühlte ich mich dennoch gut unterhalten und durch den einnehmenden und fesselnden Schreibstil war ich schneller am Ende, als gedacht. Ich vergebe 4 von 5 Welten.
DRY - realistisch, beängstigend und emotional
von Uwe Gerisch - 05.08.2019
STORYBOARD: Als Alyssa eines Morgens den Wasserhahn in der Küche aufdreht, kommt kein Wasser mehr heraus. Zunächst zweifelt sie mal wieder an den handwerkskünsten ihres Vaters, doch dies stellt sich schon bald als falsch heraus, denn in der ganzen Wohnsiedlung gibt es kein Wasser. Die Behörden rufen die Bevölkerung über Nachrichtensender dazu auf, Ruhe zu bewahren und versichern, dass das Problem schon bald behoben sein wird. Doch dem ist leider nicht so und als nach mehreren Stunden noch immer kein Wasser vorhanden ist, müssen Alyssa und ihre Familie den Tatsachen ins Auge blicken, dass das Wasser wohl nicht zurückkehren wird. Nur mit viel Glück gelingt es Alyssa, ihrem jüngeren Bruder Garrett sowie ihrem Onkel Herb in einem Supermarkt noch Eis in Tüten zu ergattern, denn die Regale mit Getränken und auch die Wasservorräte sind bereits allesamt leer geräumt. Und das Chaos greift immer weiter um sich und plötzlich wird jeder Mensch zur Bedrohung für das eigene Leben. MEINUNG: Als ich zum ersten Mal von Dry von Neal und Jarrod Shusterman gehört habe, war meine Neugierde so gleich geweckt. Denn die eigentlich fiktive Geschichte könnte auch bei uns jederzeit zur Realität werden, da unsere Rohstoffressourcen, wie Wasser, Öl oder Gas immer weiter schwinden. Daher war ich sehr gespannt, wie es den beiden Autoren gelingen würde, dieses Szenario umzusetzen, denn ich bin mir sicher, dass das Problem der Wasserknappheit auch uns, in naher Zukunft bevorstehen könnte. Vor allem, wenn wir Menschen weiterhin so sorglos und verschwenderisch mit allem umgehen. Der Einstieg in die Handlung setzt auch gleich am entscheidenden Punkt, nämlich dass kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn in Alyssa's Elternhaus kommt, an. Glaubt Alyssa zunächst noch, dass das Problem mal wieder an dem nicht vorhandenen handwerklichen Geschick ihres Vaters liegt, wird sie schon wenig später eines besseren belehrt. Fast zu spät erkennt die Familie, dass die Lage ernster ist, als zunächst gedacht und so begeben sich Alyssa, Garrett und ihr Onkel Herb auf den Weg zum nächsten Supermarkt, um sich mit Vorräten einzudecken. Als sie dort ankommen, ist die Wahrheit über die Situation mehr als deutlich zu erkennen. Die Regale mit Softdrinks und auch die Plätze, wo das Wasser normalerweise steht, sind komplett leer geräumt. Der Verzweiflung nahe und über die eigene Sorglosigkeit verärgert, kommt Alyssa ein Geistesblitz und sie wendet sich in Richtung der Eisschränke. Dank dem ergatterten CrashIce hat die Familie zwar Einschränkungen hinzunehmen, die jedoch noch nicht lebensbedrohend sind und so hoffen sie, dass die Stadt, die Situation doch noch in den Griff bekommt. Als durch ein Missgeschick wird der Wasservorrat kontaminiert, spitzt sich die Lage immer weiter zu, weshalb die Eltern beschließen, am Strand, wo neue Entsalzungsanlagen aufgebaut wurden, Wasser zu holen. Während die Eltern verzweifelt versuchen, das lebensnotwendige Nass aufzutreiben, hilft ihnen der Nachbarsjunge Kelton, der eine Schwäche für Alyssa hat, mit Getränken aus. Die Anzeichen, dass eine solche Katastrophe geschehen könnte, waren allgegenwärtig, doch fast niemand wollte es glauben. Nur Kelton's Eltern hatten, in weiser Vorausschau, schon vor Monaten damit begonnen, allerlei Vorräte anzulegen. Nun haben sie sich im eigenen Haus vor Plünderern und ihren Nachbarn verschanzt, was gerade letztere immer wütender und verzweifelter werden lässt. Als Alyssa's Eltern nicht wieder zurückkehren, beschließen Alyssa und Garrett sich auf die Suche nach Mom und Dad sowie nach Wasser zu begeben. An ihrer Seite weilt ebenfalls Kelton, der immer mehr zu einem Freund und einer Stütze für Alyssa wird. Ein Unternehmen, was sich als äußerst schwierig und sehr gefährlich erweist, denn in der Stadt regiert das Chaos und so sehen sich die drei Jugendlichen Gefahren gegenüber, mit denen sie kaum zurechtkommen. Während des Lesens empfand ich das Szenario als sehr beklemmend und ich hatte des Öfteren ein schlechtes Gewissen, wenn ich etwas getrunken habe. Dieses Gefühl wird zusätzlich dadurch verstärkt, da die Handlung aus der Sicht von verschiedenen Charakteren, wie z. B. von Alyssa und Kelton geschildert wird, was die Emotionen nochmals verstärkt. Die Gefühlslage der Jugendlichen haben die beiden Autoren gut beschrieben, jedoch hätte ich mir einige Situationen etwas dramatischer gewünscht. Trotzdem konnte mich die Story fesseln und begeistern. Ich ertappte mich immer wieder dabei, wie ich mir überlegte, wie ich reagiert hätte. Die hier beschriebenen Gegebenheiten sind für mein Dafürhalten, sehr nahe an der Realität und könnten so oder in ähnlicher Form jederzeit auch bei uns geschehen. Das Ende empfand ich als ein wenig zu viel des Guten, da hier ein bis zwei Dinge dabei waren, die in Wahrheit so sicher nicht geschehen wären. Trotzdem kann ich mit dem Ausgang der Geschichte gut leben. FAZIT & BEWERTUNG: Dry von Neal und Jarrod Shusterman (S. Fischer Verlag / Sauerländer) zeigt sehr deutlich, wie abhängig wir Menschen von Wasser, Luft und Sonne sind. Fehlt eines davon, ist unsere Existenz auf kurze Sicht gefährdet. Realistisch erzählen die beiden Autoren, wie schnell wir gezwungen werden, Dinge zu tun, die wir unter normalen Umständen nicht tun würden. Sehr geschickt spielen sie dabei mit den Gefühlen des Lesers und regen mit ihrer Geschichte zum Nachdenken an. Trotz meiner kleineren Kritikpunkte, hinsichtlich dem Ende, konnte mich Dry überzeugen und ich habe gute 4,5 von 5 Nosinggläser vergeben.
Erschreckend realistisch
von Suska - 29.07.2019
Ein großer Albtraum der Menschheit wird wahr: im heißen Sommer in Kalifornien kommt von einem Tag auf den anderen kein Wasser mehr aus dem Hahn. Dauerhaft. Obwohl schön länger Dürre herrscht und die Menschen mit Wasser sparen müssen, trifft der "Tap Out" die meisten Bewohner unvorbereitet. Teenager Alyssa mit einbegriffen. Schnell muss sie feststellen: Der Kampf ums Überleben ist da, Menschen werden zu skrupellosen Wasserzombis, jeder ist sich selbst der Nächste - gemeinsam mit ihrem Bruder und 3 weiteren Teenagern versucht sie sich, durchzuschlagen, irgendwie zu überleben. Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel sind recht kurz und wechseln die Perspektive, sodass die Geschichte abwechselnd aus Sicht der Teenager geschildert wird. Zwischendurch gibt es kurze "Snapshots", die Geschichten anderer Menschen während des Tap Outs erzählen. Diese Erzählweise macht die Geschichte kurzweilig, manchmal ist es aber auch etwas schwierig, zu folgen, da jeder Protagonist die Ereignisse etwas anders einschätzt. Das von Neal Shusterman und seinem Sohn Jared beschriebene Szenario wirkt sehr echt und realistisch. Vielleicht, weil es das irgendwie auch ist, denn auch Deutschland befindet sich schon wieder in einem zu trockenem Sommer. Zu wenig Regen, zu viel Hitze. Denkt man das einmal weiter, ist man schnell im beschriebenen Szenario angekommen. Und das ist erschreckend. Bekanntermaßen kann der Mensch ohne Wasser nicht lange überleben, jeder weiß, wie fies es sich anfühlt, durstig zu sein. Und genau deswegen ging mir dieses Buch so sehr unter die Haut und macht mir auch Angst, denn ich möchte niemals erleben müssen, was die 5 Teenager durchgemacht haben. Für mich ist dies eine der realistischsten Dystopien, die zwar auf den Ressourcen- und Umweltzug aufspringt, mich aber trotzdem nachhaltig beeindruckt hat.
Erschreckendes Szenario, spannend verpackt
von booklover2011 - 17.07.2019
Inhalt (dem Klappentext entnommen): Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr. Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben. Neal und Jarrod Shusterman zeigen auf beängstigende Weise, wie schnell jegliche Form von Zivilisation auf der Strecke bleibt, wenn Menschen wie du und ich von heute auf morgen gezwungen werden, um den nächsten Schluck Wasser zu kämpfen. Meinung: Der bildhafte und fesselnde Schreibstil liest sich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch ist zum größten Teil aus der Ich-Perspektive von Alyssa geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Aber auch vier weitere Charaktere kommen zu Wort. Zudem gibt es in sogenannten Snapshots einen Einblick zu anderen Betroffenen der Dürre. Die authentischen und sympathischen Charaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen sowie Gefühlen sehr gut dargestellt und beschrieben worden, so dass ich nicht anders konnte, als mit ihnen mitzufühlen und mitzufiebern. Bereits nach wenigen Seiten war ich völlig von der Geschichte gefangen und konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Die Autoren haben ein beängstigendes (und mögliches, reales) Zukunftsszenario entworfen, öfters hatte ich Gänsehaut während dem Lesen. Jedoch hätte ich mir an manchen Stellen mehr Spannung aber auch Gefühl (und Tiefe) gewünscht. Ein spannendes, aber auch erschreckendes Szenario haben die Autoren hier entworfen. Aufgrund der oben genannten Kritikpunkte gibt es wunderbare 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung für alle die realistische Dystopien lieben. Fazit: Ein erschreckendes Szenario, das die Autoren spannend verpackt haben. Ganz klare Empfehlung für Dystopie-Fans.
Wasser ist ein Luxus
von Nicole - 04.07.2019
Meine Meinung zum Jugendbuch: Dry Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr. Inhalt in meinen Worten: Stell dir vor, du hast immer Wasser. Wasserhahn aufdrehen, Wasser kommt aus der Leitung, doch was tust du, wenn das nicht der Fall ist, wenn du den Wasserhahn aufdrehst, aber es kommt einfach ein Wasser. Nirgends. Denn das Wasser wurde gesperrt. Es gibt einfach kein Wasser mehr. Denn das Wasser ist versiegt. Die ersten Spuren gab es schon zu sehen, schon lange, doch niemand nahm es wirklich ernst, doch das änderte sich auf einen Schlag. Um irgendwie noch an Wasser heran zu kommen, taten Menschen, was sie normalerweise nicht tun, und es bildeten sich Allianzen, die man vielleicht vorher niemals geschlossen hätte, aber nicht nur das, man greift zu Waffen und ist bereit sein eigenes Leben zu opfern, nur um einen Schluck Wasser zu erhalten. Ist man bereit das auf sich zu nehmen, oder wie geht man selbst mit einer solchen Situation um. Das erfahrt ihr von Alyssa und anderen. Lasst euch darauf ein, und ihr werdet schnell merken, wie kostbar das immerwährende doch ist, vor allem wenn es das nicht mehr in der Masse sondern nur noch in rarer Menge vorhanden ist. Wie ich das Gelesene empfand: Diese Geschichte hat mich nicht kalt gelassen, sie riss mich in Gedankengänge, die ich so vielleicht nicht gehabt hätte, hätte ich das Buch nicht gelesen. Das wertvollste ist nicht Geld und Reichtum, es ist Wasser, denn ohne Wasser gibt es keine Nahrung und kein Leben. Es gibt Momente da nimmt man das eher wahr, es gibt aber auch Momente, wo man einfach bedenkenlos und verschwenderisch mit Dingen umgeht. Was nicht immer klug ist. Charaktere: Fünf Jugendliche nehmen die Hauptrolle des Buches ein. Sei es Alyssa und ihr Bruder, ein wirklich verlogenes Bürschen, ein Mädchen das lieber rebellisch lebt als sich Regeln unterzuordnen und ein fast erwachsener Teenager, dessen Elten sich immer schon auf so einen Moment vorbereiteten und dafür sorgten, selbst wenn alles zu Ende geht, haben sie erst einmal noch alles, was sie zum Leben brauchen. Die Vorstellung auf einmal auf diese Vorräte angewiesen zu sein und doch festzustellen, das man sie selbst nicht nutzen kann, weil Leute verrückt spielen, das müssen die Jugendlichen lernen. Irgendwie wissen sie, dass das einzige was ihnen hilft, die Flucht nach vorne, bzw aus dem Wasserarmengegenden zu fliehen. Doch werden sie an den Ort ankommen, den sie aufsuchen wollen, um irgendwie ihr Leben zu behalten? Diese Frage fragt man sich, wenn man mit diesen fünf Teenagern unterwegs ist. Doch es ist faszinierend wie realistisch die Geschichte doch einem nahe kommt, einerseits durch die Jugendlichen die man auch real so treffen könnte, zum anderen, wenn man gerade in einem heißen Klima sich bewegt, und dort feststellt was als einziges hilft um zurecht zu kommen und man in einem Laden einkauft, so wie eben auch die Charaktere im Buch, und dort das Mineralwasser fast aus ist. Das hinterlässt einen sehr merkwürdigen und nachdenklichen Moment. Die Charaktere sind so unterschiedlich und doch so gleich. Alle wollen das eine - überleben und wieder leben - und doch kommen alle aus einem völlig anderen Lebensumfeld. Spannung: Die Spannung war für mich gerade am Anfang enorm hoch und ich staunte förmlich wie der Autor so ein brisantes Thema aufgriff. Denn so unrealistisch ist das Thema nicht, es ist so real wie die Haut um den Körper gespannt ist. Es gab leider auch ein paar Durststrecken oder auch Szenen die zu viel ausgebaut waren so das ich kurzzeitig hin und wieder die Spannung vermisste. Element der Geschichte: Letztlich geht es um das Wasser. Ohne Wasser kein Leben. Doch was tut man alles um an das Wasser und das Lebenselexier zu kommen? Ist man bereit jemanden zu töten um selbst zu überleben und wie kann aus einem Freund doch ein Monster werden, das nimmt hier wirklich Gestalt an und es zeigte auf, jeder ist seines Glückes eigener Schmied. Empfehlung: Dieses Jugendbuch ist wieder ein Buch von einem absolut genialen Autor. Die Thematik ist so aktuell wie nie. Denn wahrscheinlich wird der nächste Krieg um Wasser gehen. Ohne Wasser funktioniert es nicht. Wer schon die anderen Bücher von Neal Shusterman gelesen hat, wird auch deutlich Seine Handschrift in diesem Buch erkennen. An sich toll, aber irgendwie hoffe ich, das er auch noch Bücher schreibt, die nicht in dieser typischen Art sind, sondern die mich auch noch mal komplett überraschen können. Vielleicht sogar mit einem härteren Ende, als es bisher der Fall war. Bewertung: Ich gebe Dry vier Sterne. Obwohl das Thema wirklich gut dargestellt wurde, gab es dieses Mal mehr Durststrecken in der Geschichte, als ich es von den anderen Geschichten gewöhnt bin, und irgendwie hätte ich mir noch mehr Boshaftigkeit am Ende gewünscht. Dennoch ist es eine Geschichte, die ich so schnell nicht vergessen werde, denn die Thematik ist so aktuell, wie selten sonst.
von Ein Hauch von Bücherwind - 03.07.2019
"Dry" konnte mich von Anfang bis Ende fesseln. Vor allem, weil es ein Thema anspricht, das durch den Klimawandel, den wir im Moment erleben, erschreckenderweise gar nicht mehr so unrealistisch ist. Die Veränderungen der Charaktere, die sich im Laufe des Wassermangels bemerkbar machen, und der Wechsel von Menschlichkeit zum puren Überlebenskampf wurden wirklich gut dargestellt. Die Geschichte wird aus den verschiedenen Perspektiven der Kinder erzählt, aber ab und zu gibt es kleinere Passagen aus der Sicht anderer Personen. Diese kreuzen dann später den Weg der Kinder und zeigen auf angsteinflößende Weise, wie eine Not den Menschen beeinflussen kann. Diese Schreibweise fand ich überaus gut durchdacht und spannend. Man merkt, dass die Autoren sich sehr mit dem menschlichen Körper und dessen Psyche befasst haben und es ist ihnen wirklich gelungen, sehr realistisch zu schreiben. Ich habe das Buch quasi verschlungen und währenddessen beschützend meine Wasserflasche umklammert. Ein atemberaubendes, überzeugendes Buch, das zum Nachdenken anregt.
Spannungsgeladene Studie zum Sozialverhalten der Menschen
von Cindy - 04.06.2019
Nachdem ich erst kürzlich mit Der Wal und das Ende der Welt ein ähnliches Weltuntergangs-Szenario gelesen habe, kommt mit Dry nun eine Dystopiegeschichte daher bei der Wasser nicht nur knapp ist sondern bald komplett fehlt. In ganz Kalifornien, dem sunshine state in dem es ja laut dem Song von Albert Hammond nie regnet. Eindrucksvoll beschreibt dieses Jugendbuch (das hoffentlich nicht nur von solchen gelesen wird) wie das Fehlen der Ressource Wasser die Menschen innerhalb kürzester Zeit an den Rand des Todes, vor allem aber an den Rand des Wahnsinns treibt. Das Buch ist genauso sehr Thriller wie eine Studie zum Sozialverhalten von Menschen in Krisensituationen. Und genau wie John Ironmonger in seinem eingangs erwähnten Roman kommen Vater + Sohn Shusterman zu dem Schluss, dass man als Gemeinschaft die besten Überlebenschancen hat. Selbst wenn das bedeutet, dass man sein weniges Wasser teilen muss. Obwohl die Mehrheit der Menschen das - durchaus zu Recht - anders sieht. »Entweder man öffnet die Türen weit oder man schließt sie ab«, sage ich wehmütig. »Die Menschen sind zu kompliziert, um auf irgendetwas dazwischen zu vertrauen.« Denn verzweifelte Menschen werden zu einen unkontrollierbaren Mob, der sich alles nimmt was ist, ohne Rücksicht auf andere. Ich habe wirklich mitgefiebert mit der kleinen Truppe von Teenagern, die sich durch die Tage des Tap-Outs kämpfen. Und immer wenn ich dachte, es gibt nun eine kleine Verschnaufpause oder zeitweilige Rettung für unsere Protagonisten, kam doch wieder alles anders. Das Autorenduo hat mich ständig mit neuen Wendungen überrascht, bis ganz zum Schluss. Genau so soll es auch sein! Ich hoffe, dass dieses Buch verfilmt wird, die Figuren, die Zeitebene von nur wenigen Tagen und die ganze Dramaturgie bietet sich dafür förmlich an. Vor allem aber ist die Botschaft der Geschichte immens wichtig, denn das hier geschilderte Szenario ist ganz und gar nicht abwägig wie es Alieninvasionen oder Krieg mit einer Terminator-Armee vielleicht sind! Ein wichtiger Tipp zum Schluss: bitte haltet beim Lesen immer ein großes Glas Wasser in eurer Nähe. Am besten eine ganze Flasche. 1,5 Liter. Mindestens!
Wasserzombies
von Gavroche - 02.06.2019
Mit diesem Buch haben Jarrod und Nel Shustman den Geist der Zeit getroffen und ein erschreckend realistisch, gar nicht so fernes Zukunftsszenario entworfen. Was passiert, wenn auf einmal kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn kommt? Obwohl es natürlich jede Menge Zeichen gab und so etwas gar nicht mal so unrealistisch erschien, ist kaum jemand darauf vorbereitet, dass es so plötzlich kam. Zumindest nicht Alyssa und ihre Familie. Der Run auf die Supermärkte und Wasservorräte ist unglaublich, doch nicht nur das. Denn ohne Wasser funktionieren auch Toiletten nicht mehr, bald bricht auch das Stromnetz zusammen. Und auch sogenannte Prepper -Familien, die sich auf den Ernstfall vorbereitet haben wie die von Kelton, die neben Alyssa wohnen, können sich der Katastrophe nicht gänzlich entziehen. Dieses Buch ist eine Warnung und beim Lesen hatte ich vermehrt Durst und habe mir Gedanken gemacht, was wäre wenn. Aber es ist nicht nur ein Buch, das mit dem erhobenen Zeigefinger auf die Probleme hinweist, sondern auch eine gut geschriebene Geschichte erzählt aus wechselnden Haupt-Perspektiven und immer wieder eingestreuten Snapshots um die Situation aus der Sicht weiterer Menschen zu erzählen, die meist an anderer Stelle im Buch wieder auftauchen oder schon vorher genannt wurden. Wasserzombies sind übrigens die Menschen, die dehydriert sind und auf der Suche nach Trinkbaren durch die Straßen streifen.
Ich liebe ihn einfach
von Buchkenner - 01.06.2019
Seit Scythe spielt Neal Shusterman für mich in der obersten Liga, wenn es um Dystopien geht und ich kann ihn nur immer wieder empfehlen. Auch Dry hat mich nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil denn das Szenario ist noch deutlich realistischer als das seiner anderen Werke. Das Buch spielt in Kalifornien, wo die Bewohner eines Tages ein lebensechtes Horrorszenario erwartet - das Wasser versiegt. Aus den Hähnen kommt nichts mehr, die Flüsse führen kein Wasser und selbst die letzten Pools sind schon lange staubtrocken. Während sich manch ein Prepper auf eine solche Katastrophe vorbereitet hat, stehen die meisten Menschen unvorbereitet da. Unter ihnen die Jugendliche Alyssa, deren Geschichte wir mitverfolgen. Wir erleben den Kampf im Supermarkt um die letzten Flaschen und den schleichenden Untergang der Zivilisation, denn wenn ein Schluck über Leben und Tod entscheidet, ist sich jeder selbst der Nächste. Meinung: Neal Shusterman hat sich bei diesem Werk Unterstützung von seinem Sohn Jarrod geholt, die ich auf den ersten Blick kaum wahrgenommen habe. Es liest sich genauso gut wie seine anderen Werke und weicht stilistisch kaum ab. Als Besonderheit angetan haben es mir dieses Mal die "Snapshots" (kurze Nachrichtenberichte über die Dürre und die derzeitige Lage in verschiedenen Bezirken Kaliforniens) die einen umfassenden Blick auf das Szenario und die Lage der Menschen gewährt haben. So konnte man wunderbar den Protagonisten folgen, ohne auf deren Perspektive beschränkt zu sein. Allgemein haben mir die wechselnden Erzähler gefallen, die den Leser näher an die einzelnen Figuren heranbringen. Für mich sorgen diese Wechsel für mehr Nachvollziehbarkeit der individuellen Handlungen. Die Charaktere waren stimmig, aber nicht außergewöhnlich, sodass ich hier gar nicht groß auf sie eingehen möchte. Für mich sind sie nur Vermittler des wirklich spannenden Szenarios, das ja leider in Kalifornien und anderen Teilen der Welt nicht so unwahrscheinlich ist. Gerade deshalb finde ich es schön, das Shusterman mit seinem Buch auf diesen Umstand hinweist. Fazit: Hätte er es am Ende nicht etwas übertrieben mit der schönen heilen Welt, hätte auch dieses Buch von mir die volle Punktzahl erhalten. So muss ich ein halbes Pünktchen abziehen und spreche auf jeden Fall eine Leseempfehlung aus.
Ergreifende und Erschreckende Geschichte
von Cori - 26.05.2019
Das Cover finde ich super cool. Hat mich sofort angesprochen und ich finde es auch sehr passend. Der Schreibstil ist super spannend und flüssig, ich bin durch die Seiten geflogen. Konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Die dramatische Szenerie war richtig lebendig beschrieben. Ich war direkt in der Geschichte und dem Drama gefangen und habe mitgelitten und gefiebert. Den Perspektivenwechsel finde ich sehr toll, so hat man noch mehr von der Welt und dem Drama mitbekommen. Dadurch blieb es weiterhin spannend. Man konnte Einblicke in die Leben der anderen Mitbetroffenen erleben. Das Ausmaß einer solche Katastrophe war sehr realistisch dargestellt. Die Charaktere waren alle sehr interessant und wirklich gut beschrieben, auch wie unterschiedlich die Menschen reagieren und was sie denken und wie sie den Tap Out erleben. Die Charaktere verändern sich ungemein in kürzester Zeit, da der Tap Out ihnen viel abverlangt und sie viel schreckliches miterleben. Alyssa ist eine tapfere, starke und schlaue junge Frau, ihre Familie ist ihr unglaublich wichtig. Kelton war einst der creepy Nerd von nebenan, der sich während dem Tap Out als wahre Hilfe und Held erweist. Ich finde die Charaktere toll und die Dynamik in der Gruppe war unglaublich gut beschrieben. Der Tap Out war zum greifen nah. Das Ende war wirklich packend. Das Buch war sehr ergreifend und es hat meine Wahrnehmung auf Wasser und Güter, die wir für selbstverständlich halten, verändert. Danke an NetGalleyDE für das Rezensionsexemplar.
eine sehr authentische Geschichte
von mymagicalbookwonderland - 24.05.2019
Rezension Buchname: Dry Autor: Neal & Jarrod Shusterman Seiten: 448 (Print) Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1. (22. Mai 2019) Sterne: 4,5 Cover: Das Cover ist richtig schön gestaltet worden. Der Buchtitel steht in hellen Buchstaben im mittleren Bereich. Man sieht ein brennendes Streichholz. Auf dem ersten Blick ist das schon mal sehr ansprechend. Klappentext: (aus Amazon übernommen) Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr. Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben. Neal und Jarrod Shusterman zeigen auf beängstigende Weise, wie schnell jegliche Form von Zivilisation auf der Strecke bleibt, wenn Menschen wie du und ich von heute auf morgen gezwungen werden, um den nächsten Schluck Wasser zu kämpfen. Schreibstil: Der Schreibstil der Autoren ist total flüssig, liest sich super und ist sehr leicht verständlich. Das Buch wurde aus mehreren Sichten geschrieben. Charaktere: Die Hauptprotagonistin ist Alyssa Der Hauptprotagonist ist Kelton Ich fande alle Charaktere von Anfang an total sympathisch und liebenswert. Desweitern gibt es noch Garrett (der Bruder von Alyssa), Jacqui und Henry und noch ein paar andere Charaktere. . Meiner Meinung nach sind alle Charaktere sehr gelungen und haben einen sehr guten Platz im Buch bekommen. Meinung: !!!! Achtung !!! Könnte Spoiler erhalten!!! Mir hat das Buch ganz gut gefallen. Ich fande es auch gut, dass man es aus verschiedenen Perspektiven lesen konnte, da die Charaktere doch sehr unterschiedlich und interessant waren. Was ich echt gelungen fand war, dass man das Buch quasi von Tag zu Tag lesen konnte und da hat man erfahren, wie sich die verschiedenen Charaktere entwickelt haben. Das war total interessant zu lesen. Ich fande das Buch so interessant und war auch total gefesselt von dem Buch, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Es war unglaublich spannend zu lesen, wie sich die unterschiedlichsten Menschen verhalten, wenn sich eine Katastrophe ausbreitet. Es gab eine Familie, die sich schon länger auf den Weltuntergang vorbereitet haben, dann gab es eine ganz normale Familie, eine Ausreißerin, und einen Charakter, der sich selbst versucht hat zu retten. Ich fande es doch ziemlich erschreckend, wie sich manche Menschen bei einer Katastrophe verhalten haben... Aber letztendlich weiß man auch nicht, wie wir reagieren würde, wenn wir auf einmal kein Wasser hätten oder was wir alles dafür tun würden um wieder ein Schluck Wasser zu trinken. Ich fande es mega interessant und spannend. Von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung und gute 4,5 Sterne.
Das Ende der Zivilisation
von BücherwurmNZ - 24.05.2019
Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr. Wasser kommt aus dem Hahn. Darüber denkt man nicht nach, bis eines Tages keines mehr kommt. Es beginnt der Kampf ums Überleben. Die Helfer sind überfordert, die Menschen auf sich allein gestellt. Im Kampf um Leben und Tod ist sich jeder selbst der nächste und die Zivilisation bricht zusammen. So geht es auch Alyssa und ihrer Familie. Zunächst haben sie einen kleinen Vorrat, dann hoffen sie auf Hilfe von außen. Doch schnell wird klar, dass sie auf sich selbst gestellt sind. Familien wie die von Alyssas Schulkamerad Kelton, die für den Weltuntergang vorgesorgt haben, ergeht es besser. Doch andere Kämpfen für das kostbare Gut Wasser und werden zur Bedrohung, denn ohne bedeutet es den sicheren Tod. Die Charaktere in diesem Buch sind etwas verschieden, aber nicht tiefgründig dargestellt. Jeder reagiert anders auf die Extremsituation, doch Hintergründe zu ihren Handlungen werden nicht geliefert. Alyssa ist mir überhaupt nicht sympathisch. Zunächst hat man den Eindruck, dass sie schlau ist. Und ich hoffte schon, dass es kein naives Mädchen ist, wie es in vielen anderen Jugendbüchern der Fall ist. Doch diese Seite zeigt sich kurz nach dem Ausbleiben des Wassers bei ihr. Sie denkt nicht nach, bevor sie handelt. Auch nicht, als sie merkt, dass dies zu ihrem Nachteil ist. Die Jugendlichen, die man begleitet, sind zum Glück nicht alle so. Es gibt auch welche, die die Situation klarer sehen, überlegt handeln und das Verhalten anderer Menschen in ihrem Tun berücksichtigen. Der Überlebenskampf der Menschen, ihre Verzweiflung und das Ausnutzen anderer in dieser schweren Lage sind gut dargestellt. Man kann sich vorstellen, dass in so einer Situation die Gesellschaft und das zivilisierte Verhalten schnell zusammenbrechen. Erschreckendes und realistisches Bild, das von der Welt gezeichnet wird. Allerdings kamen mir Erklärungen über die Ursache der Wassernot zu kurz. Das Ende finde ich nicht gelungen. Es ist nicht schlüssig, unglaubwürdig und zu glatt. Fazit: Dieses Buch zeigt, wie schnell die Zivilisation auf der Strecke bleibt, wenn die Existenz von Menschen bedroht ist. Deren unterschiedliche Verhaltensweisen sind sehr gut dargestellt.
Erschreckend realitätsnahes Zukunftsszenario
von Selection Books - 23.05.2019
"Dry ist ein Einzelband und stammt aus der Feder von Neal Shusterman und Jarrod Shusterman. Da Neal Shusterman mich bereits mit seinen Reihen Vollendet und Scythe überzeugen konnte, musste ich sein neues Werk unbedingt lesen, das in Zusammenarbeit mit seinem Sohn entstanden ist. Das Leben von Alyssa und ihrer Familie ändert sich von einem Tag auf den anderen dramatisch, als die Wasserzufuhr in Kalifornien unterbrochen wird. Innerhalb kürzester Zeit geschieht das Unvermeidbare: Jeder Tropfen Wasser zählt, Lebensmittelläden werden geplündert und es herrscht das Recht des Stärkeren. Gewalt gehört zur Tagesordnung, denn obwohl es noch nicht alle realisiert haben, der Kampf um das Überleben hat längst begonnen. Auch Alyssas Familie war nicht auf diese Katastrophe vorbereitet und steht plötzlich vor einem tiefen Abgrund voller Gefahren. Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen Schreibstils sehr leicht gefallen. Die Geschichte wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man einen guten Einblick in die Charaktere bekommt. Neben der eigentlichen Geschichte finden sich immer wieder kurze Snapshots , die Einblick in verschiedene Ereignisse geben, die sich während der Wasserknappheit in verschiedenen Gebieten des Landes abspielen. Durch die Snapshots, die teilweise wie kurze Newsmeldungen wirken, wird die Geschichte noch ein Stück authentischer. Neal und Jarrod Shusterman ziehen den Leser Stück für Stück tiefer in eine Welt, die schon nach kurzer Zeit am Abgrund steht. Das Besondere an diesem Buch ist die absolute Realitätsnähe. Das schreckliche Zukunftszenario wird sehr überzeugend und authentisch dargestellt. Der Fokus liegt auf der Veränderung der Gesellschaft und der Menschen im Angesicht einer Katastrophe. Wie weit würde man gehen, um zu überleben? Was passiert mit einem Menschen, der langsam verdurstet? Bricht die Zivilisation komplett zusammen oder gibt es noch Hoffnung? Für mich ist dieses Buch vergleichbar mit einer Reportage. Man bekommt einen guten Rundumblick, ist entsetzt vom Geschehen, doch Einzelschicksale bleiben eher außen vor. Es zählt mehr das große Ganze. Aus diesem Grund konnte ich wenig mit den einzelnen Charakteren mitfühlen. Die Geschichte ist düster und beim Lesen macht sich Beklemmung breit. Man muss über dieses Buch einfach nachdenken. Nur die Nähe zu den Charakteren fehlte mir leider komplett. Abgesehen von diesem kleinen Kritikpunkt verspricht Dry jede Menge Spannung. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es an einem Tag durchgelesen. Mit Dry haben Neal und Jarrod Shusterman ein erschreckend realitätsnahes Zukunftsszenario geschaffen. Einmal angefangen, kann man sich der Geschichte kaum noch entziehen. Wer noch an das Gute geglaubt hat, wird spätestens nach dem Lesen von Dry darüber erschüttert sein, wie schnell eine funktionierende Zivilisation zusammenbrechen kann. Von mir gibt es für diese düstere Dystopie gute vier Sterne.
Beklemmend und realistisch
von leseratte1310 - 22.05.2019
Es ist ein heißer und trockener Sommer. Natürlich war vor Wassermangel gewarnt worden, aber man hat es beiseitegeschoben - es wird schon nichts passieren. Doch dann ist es plötzlich soweit. In Kalifornien kommt kein Wasser mehr aus der Leitung. Es wird Geduld gefordert, doch es geht schnell ums Überleben, denn auch die Geschäfte können kein Wasser mehr liefern. Erst gibt es Unruhen und dann beginnt ein rücksichtsloser Kampf. Mitgefühl gibt es nicht mehr. Ich bin eigentlich kein Leser von Dystopien und das Buch war mein erster "Shusterman". Der Schreibstil gefällt mir, das Szenario natürlich eher weniger. Aber wenn man sich anschaut, wie die Natur sich gegen unser rücksichtsloses Verhalten wehrt, dann ist dieses Szenario gar nicht abwegig, sondern ziemlich realistisch. Die Charaktere sind auch authentisch und facettenreich dargestellt. Da gibt es Menschen, dich sich auf Katastrophen vorbereitet haben und nicht bereit sind, ihre Vorräte zu teilen. Aber es gibt auch die, die aus der Not ein Geschäftsmodell machen und die, die sich einfach nehmen, was sie brauchen. Zum Glück ist aber nicht jeder so egoistisch und rücksichtslos. Aber die Menschlichkeit bleibt auf der Strecke, wenn es ums nackte Überleben geht. Die offiziellen Seiten bekleckern sich auch nicht gerade mit Ruhm, ihr Verhalten erschwert die Lage nur. Ich habe aber Alyssas Eltern nicht begriffen, die losfahren, um irgendwo vielleicht doch an Wasser zu kommen (wie viele, viele anderen auch) und ihre Kinder zurücklassen. Alyssa und andere Jugendliche machen sich auf die Suche nach Wasser. Da gab es dann ein wenig Drama, damit das ganze spannender wurde, doch darauf hätte ich verzichten können, denn die Umstände waren schon dramatisch genug. Dieses Buch richtet sich hauptsächlich an Jugendliche und das Ende war dann zwar passend, hat mich aber nicht so überzeugt. Kann man nach dem Erlebten weitermachen wie bisher? Auch wenn die Geschichte an einigen Stellen nicht so schlüssig ist, hat sie mir trotzdem gefallen, denn wir werden daran erinnert, dass unsere Umwelt Schutz braucht und wir mit unseren Ressourcen vernünftig umgehen sollen.
Großes Kino - aufregende Unterhaltung!
von Merlins Bücherkiste - 22.05.2019
Für die junge Alyssa gab es noch nie Beschränkungen. Obwohl sie natürlich weiß, dass Wasser Mangelware ist, gerade in diesem Sommer, der unglaublich heiß zu sein scheint. Doch dann geschieht das Unfassbare, denn auf einmal kommt kein Wasser mehr aus den Leitungen. Tap-Out nennen es die Medien und Alyssa muss plötzlich zusammen mit ihrer Familie ums nackte Überleben kämpfen. Denn jede Minute, jede Stunde und jeder Tag, der vergeht, bringen nur noch mehr Verzweiflung, Ängste und Nöte. Wie wird sich das Leben aller Menschen verändern? Und gibt es doch noch Hoffnung? Die beiden Autoren Neal und Jarrod Shusterman bringen mit ihrem neusten Roman "Dry" die schlimmsten Befürchtungen der Menschheit zu tage. In diesem Werk lassen sie das Leben von Alyssa und ihren Freunden aus den Fugen geraten. Wie bereits eingangs erwähnt, dreht sich hier alles um Alyssa und den Tap-Out, den Moment, wenn das Wasser versiegt. Doch nicht nur Alyssa gehört zu den wichtigen Persönlichkeiten, ein paar weitere Charaktere reihen sich ein und lassen so die Handlung noch dramatischer und lebendiger erscheinen. Alyssa ist gerade sechzehn Jahre alt und lebt ein bisher vollkommen sorgenfreies Leben. Noch zwei Wochen bis zu den Sommerferien und sie ist bester Laune. Doch dann geschieht das Unfassbare und alles verändert sich. Dabei zeigt sie Führungsqualitäten und wächst Stück für Stück über sich hinaus. Sie muss Entscheidungen treffen, die sie für immer prägen werden. Alyssa ist ein unglaublich sympathischer und natürlicher Mensch, weshalb der Leser schnell einen wunderbaren Bezug zu ihr aufbauen kann. Alyssas kleiner Bruder Garret ist von seiner Schwester mehr oder weniger abhängig. Sie kümmert sich um ihn und beschützt ihn. Er wirkt manchmal sehr naiv. Viele spätere Aktionen hätten durch ein durchdachteres Verhalten seinerseits verhindert werden können. Doch dann wäre die Spannung niemals so groß geworden. Alyssas Nachbar Kelton nimmt eine weitere wichtige Rolle in der Erzählung ein. Er ist in Alyssas Jahrgang und seit Jahren heimlich in sie verliebt. Als der Tap-Out über sie hinein bricht ist er bereit, ihr zu helfen, obwohl sie ihn anfangs überhaupt nicht mag. Dabei ist Kelton besser auf die Situation vorbereitet als alle anderen. Sein Vater arbeitet seit Jahren auf ein solches Szenario hin und hat die Familie bestens darauf vorbereitet. Doch auch das birgt Gefahren. Während der dramatischen und aufregenden Handlung treffen Alyssa, Kelton und Garret noch auf ein paar weitere, teilweise skurrile, Persönlichkeiten. Auch diese tragen zu der Entwicklung bei und präsentieren ihre Eigenschaften durch eine bildliche und authentische Erzählweise. Das Autorenduo hat mit dem Tap-Out natürlich eine Angst einflößende Situation erschaffen, die auch ohne die großartigen Figuren gewirkt hätte. Doch mit den Hauptakteuren und der mitreißenden Entwicklung lässt sich die Handlung kaum in Worte fassen. Ein Spannungsmoment jagt den nächsten und der Leser muss einfach am Ball bleiben. Mit genau den richtigen Worten wird hier eine hochdramatische Handlung präsentiert, die gar nicht so abwegig erscheint. Außerdem regt es zum Nachdenken an. Wie würde jeder selbst in einer solchen Lage reagieren? Großes Kino - aufregende Unterhaltung! Mein persönliches Fazit: Mega! Ganz ehrlich. Mich hat das Buch absolut begeistert. Nicht nur, dass die Handlung und die Charaktere fantastisch passen und die Erzählung mitreißend und aufwühlend ist, auch die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von einer solchen Situation machen zu können, ist erschütternd. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was ich an Alyssas Stelle getan hätte. Womit hätte ich mich und meinen kleinen Bruder versucht zu retten? Es bietet so viele Ansätze und Unterhaltungspotenzial, so dass ich noch lange über die Ideen der Autoren nachdenken werde. Hinzu kommt der flüssige und ergreifende Erzählstil, der mich von Beginn an überzeugt hat. Deshalb kann ich einfach nur eine große Leseempfehlung aussprechen und das Buch vielen Lesern nur wärmstens ans Herz legen. Aber Achtung - die Geschichte lässt euch so schnell nicht mehr los!
Tolles Buch
von Sonjalein1985 - 22.05.2019
Inhalt: Als in Kalifornien plötzlich die Wasserleitungen trocken bleiben, sind die Menschen geschockt. Trotz den vermehrten Aufforderungen Wasser zu sparen, hat mit so etwas niemand gerechnet. Als die eigenen Trinkvorräte immer mehr zur Neige gehen, beginnt der Kampf ums nackte Überleben. Und die 16-jährige Alyssa und ihre Familie sind mittendrin. Meinung: "Dry" von Neal und Jarrod Shusterman ist ein sehr spannendes und gleichzeitig schockierendes Buch, das eine post-apokalyptische Stimmung verbreitet und den Überlebenskampf der Menschen gut einfängt. Im Mittelpunkt steht die 16-jährige Alyssa, ein ganz normales Mädchen, das mit ihrer Familie in einer ruhigen Nachbarschaft wohnt. Alyssa ist gewissenhaft, freundlich und sportbegeistert. Sie ist sehr sympathisch und versucht sich auch in Notsituationen noch menschlich zu verhalten. Ihr kleiner Bruder Garret ist 10 Jahre alt, klug und aufgeweckt. Für sein Alter ist er unglaublich reif und ihm fallen Sachen auf, die sonst niemand bemerkt. Nachbarsjunge Kelton ist schon ewig in Alyssa verliebt, jedoch zu schüchtern um sie anzusprechen. Sein Vater hat sich bereits seit Jahren auf ein mögliches Weltuntergangsszenario vorbereitet und so kann Kelton sich sehr gut verteidigen und musste viele Sachen lernen. Jedoch gilt die ganze Familie als seltsam und Kelton als Außenseiter. Jacqui ist eine Überlebenskünstlerin und Einzelgängerin. Sie besetzt bevorzugt luxuriöse Häuser und nutzt alles zu ihrem eigenen Vorteil. Im Laufe des Buches wird sie aber immer menschlicher, während andere genau die entgegengesetzte Richtung einschlagen. Und dann wäre da noch Henry. Er ist gutaussehend und schlau. Allerdings denkt er nur an sich selbst und versucht Menschen zu manipulieren, um zu bekommen, was er will und um besser dazustehen. Jedoch merkt man schnell, dass ihm Alyssa nicht egal ist. Die Geschichte spitzt sich immer weiter zu und umso gefährlicher die Situation wird, umso mehr verändern sich die Charaktere aller Menschen in dem Buch. Dies ist sehr realistisch dargestellt und oft erschreckend. Ich hatte das Gefühl, dass dieses Szenario gar nicht so weit hergeholt ist, wie in anderen Endzeitszenarien, und dass es eventuell sogar Realität werden könnte. Gerade deshalb finde ich "Dry" so lesenswert. Es bringt einen zum Nachdenken und es zeigt, wie wenig lebensfähig der Mensch ohne Wasser wäre. Wasser, das man hierzulande als selbstverständlich ansieht, bis es das eben nicht mehr ist. Dieses Buch hat mich auf ganzer Linie begeistert und bekommt seine wohlverdienten 5 Sterne. Fazit: Tolles Buch, das mich begeistert hat. Sehr zu empfehlen.
Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
von Avirem - 22.05.2019
Kurzbeschreibung  Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr. Niemand glaubte, dass es soweit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben.  Meinung Dry ist eine dystopische Geschichte von Neal und Jarrod Shusterman. Das Buch ist am 22. Mai 2019 im FISCHER Sauerländer Verlag erschienen, umfasst 448 Seiten, ist als ebook oder als Broschur erhältlich und ab 14 Jahren empfohlen. Sowohl die Vollendet als auch die Scythe Serie von Neal Shusterman habe ich begonnen. Beide Reihen behandeln interessant erdachte als auch beunruhigende Themen. Die Thematik die der Autor in seinem neuesten Werk gemeinsam mit seinem Sohn angepackt hat, verspricht ebenso beängstigende und spannungsgeladene Leseunterhaltung. Die Worte Neal und Jarrod Shusterman zeigen auf beängstigende Weise, wie schnell jegliche Form von Zivilisation auf der Strecke bleibt, wenn Menschen wie du und ich von heute auf morgen gezwungen werden, um den nächsten Schluck Wasser zu kämpfen haben mich sehr neugierig gemacht. Klimawandel, Bevölkerungswachstum, steigender Konsum... Fast die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Gebieten, in denen es mindestens in einem Monat pro Jahr zu wenig Wasser gibt. Die Autoren haben also eine durchaus aktuelle Problematik gewählt und ein unheilvolles Zukunftsszenario erschaffen. Hier treten die Prioritäten der Menschen in den Vordergrund, ihre Umkehrung wenn es um den Überlebenskampf geht. Wie weit Menschen gehen um essentielle Grundbedürfnisse zu sichern wenn es zum Zusammenbruch der Gesellschaft kommt.  Alyssa Morrow ist 16 Jahre alt, geht zur Highschool und lebt mit ihrem kleinen Bruder Garrett in einer gut funktionierenden Familie. Sie hat die Alltagssorgen eines Teenagers, blickt aber zuversichtlich in die Zukunft. Sie besitzt Gerechtigkeitssinn, Mut und gesundes Erkenntnisvermögen. Alyssa ist vertrauenserweckend, einnehmend und sympathisch. Kelton McCracken ist Alyssas Nachbar und geht mit ihr zur Schule. Sie findet ihn seltsam. Viele halten ihn und seine Eltern für Spinner. Schon seit Jahren bereitet sich die Familie McCracken auf einen möglichen Zusammenbruch der Gesellschaft vor. In dieser Zeit hat sich Kelton viel Wissen und Praxis angeeignet, doch es machte ihn zu einem einsamen Einzelgänger. Jacqui Costa ist von zu Hause abgehauen und schlägt sich seit mehreren Jahren ohne festen Wohnsitz durch. Die Neunzehnjährige lebt am Rande der Gesellschaft. Jacqui will Unschuldigen meist keinen Schade zufügen, nimmt aber von denen die es sich leisten können. Sie liebt und braucht den Nervenkitzel, wirkt ein wenig verrückt, ist frech und berechnend. Henry Roycroft schlägt Profit aus der Wasserkrise. Seit das lebensnotwendige Gut so knapp ist, floriert sein Hydrationsgeschäft. Als Sohn reicher Eltern denkt er nur an sich und ist auf seinen Vorteil bedacht. Henry ist von sich selbst überzeugt. Er ist ein guter Beobachter. Er entwickelt Strategien und wartet auf den richtigen Zeitpunkt um sie umzusetzen. Garrett Morrow ist der kleine Bruder von Alyssa. Mit seinen 10 Jahren ist er das Nesthäkchen der Familie und wird von allen umsorgt. Er ist ein pfiffiger Junge. Was sich lange angebahnt hat, wird zur Gewissheit. Die Wasserkrise hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Tap - Out. Die Ressourcen werden an Einrichtungen der kritischen Infrastruktur umgeleitet. Die Wasserhähne der gemeinen Bevölkerung bleiben trocken. Die Supermärkte erleben einen riesigen Ansturm, doch bald gibt es nirgends mehr Wasser zu kaufen. Angst. Panik. Unruhen. Der Kampf ums Überleben beginnt. Es herrscht eine beklemmende und bedrohliche Atmosphäre. Nach und nach spitzt sich die Lage zu, sowie sich auch das Verhalten der Menschen verändert. Die Menschlichkeit bleibt auf der Strecke. Man erhält das Gefühl in einem Blockbuster mit Endzeitcharakter gefangen zu sein. Ich finde das Autorenduo hat diese Weltuntergangsstimmung gut eingebracht. Ein solches Szenario ist meiner Meinung nach weder unrealistisch noch realitätsfern. Das macht es um so erschreckender. Die Autoren haben sehr unterschiedliche Protagonisten ins Rennen geschickt. Eigentlich las ich alle Perspektiven gerne, doch bei manchen brauchte ich eine Weile um mich einzufinden. Wenn es ums Überleben geht, tun Menschen sehr unschöne Dinge. Das ist hier nicht anders, obwohl es jugendlich bleibt. Das Ende lässt mich zwiegespalten zurück. Einerseits für ein Jugendbuch passend, andererseits fehlte mir doch etwas. Erzählt wird aus der Sicht fünf verschiedener Protagonisten. Der Leser erhält so Einblick auf das Geschehen von charakterlich sehr unterschiedlichen Personen. Mit dem Schreibstil der Autoren kam ich gut zurecht. Leicht überspitzt, drakonisch, klar und flüssig wird die Geschichte dargeboten. Die Sprache fand ich zur Erzählung passend und das Tempo angenehm. Das Buch ist in sechs Teile aufgesplittet. In jedem Teil kommen abwechselnd die verschiedenen Protagonisten zu Wort. Dazwischen gibt es immer wieder kurze Snapshots. Dort erfährt der Bücherliebhaber von Situationen, die sich meist fernab der eigentlichen Handlung abspielen. Fazit: Dry ist ein Jugendbuch von Neal und Jarrod Shusterman. Ein beklemmendes und erschreckendes Zukunftsszenario, gleich einem Blockbuster mit Endzeitcharakter in jugendbuchgerechter Form. Einzig mit dem Ende war ich nicht ganz zufrieden. Von mir gibt es gute **** Sterne. Zitat Der Wasserhahn in der Küche gibt sehr bizarre Geräusche von sich. Er keucht und hustet, als hätte er einen Asthmaanfall. Er gurgelt wie ein Ertrinkender, spuckt einmal und verstummt dann ganz.
Erschreckendes Szenario
von Claudias Bücherhöhle - 22.05.2019
Zum Buch Endlich wieder etwas Neues von einem meiner Lieblingsautoren Neal Shusterman. Dieses Mal in Kombination mit seinem Sohn - ich war sehr gespannt auf dieses Buch. Das Thema hörte sich vorweg spannend und erschreckend an. Ob es mich genauso begeistern konnte, wie die bisherigen Werke des Autors - hier werdet ihr es erfahren. Die Story ist in dem typischen Shusterman-Stil geschrieben: erste Person, mehrere Perspektiven und eingeschobene Kapitel. Hier in der Form von Snapshots. Zunächst gibt es nur zwei Perspektiven, die von Alyssa und Kelton. Mit der Zeit kommen noch weitere hinzu, insgesamt sind es fünf verschiedene. Die Story spielt an nur sechs Tagen. Sechs Tage, die genau zeigen, wie Menschen reagieren, wenn der Ernstfall eintritt. Sechs Tage, die einen teilweise erschrocken weiterlesen lassen, weil man nicht begreifen kann, wie schnell sich das Leben verändern kann. Der Leser wird schon mit dem ersten Satz des Buches in die Situation geworfen, als die Wasserhähne kein Wasser mehr hergeben. Angekündigt hatte sich dieses Szenario wohl schon länger - genaueres dazu habe ich leider nicht herausfinden können. Die Katastrophe bahnte sich langsam an und die Menschen schenkten den Warnhinweisen keinerlei Beachtung. Bis sie vor vollendeten Tatsachen standen - und da ging es los... Jeder sieht natürlich nur noch sich und würde über Leichen gehen, um sich selbst zu retten. Der Run auf Wasser und andere Getränke wird zum schlimmsten Albtraum. Die Menschen reagieren ängstlich, panisch und verzweifelt. Sie werden vom Neid und dem tierischen Instinkt in sich getrieben - es spielen sich erschreckende Szenen ab. Was mich auch sehr erschreckte, war die Tatsache, dass die Lebensmittel-Läden innerhalb kürzester Zeit ausgeräumt waren. Wir müssen uns keine Sorgen wegen Dinosauriern machen... sondern wegen Menschen. Seite 303 Neal und Jarrod Shusterman haben mir eine Geschichte präsentiert, die mich erschrocken und nachdenklich zurücklässt. So lange wir alles Wichtige haben, der Alltag reibungslos funktioniert, macht man sich keine Gedanken über das Was wäre, wenn... Kommt es wirklich einmal so weit, sind wir aufgeschmissen und die meisten von uns nicht im mindesten vorbereitet. Ich habe es schon erlebt, dass es wochenlang keine Milch in den Läden zu kaufen gab vor einigen Jahren. Oder als EHEC damals auftauchte und keiner wusste, woran es lag. Solche Situationen machen einen schon ganz irre - wie soll man dann gerade ohne Wasser klarkommen? Ich denke, es ist einem gar nicht bewusst, wofür man alles Wasser benutzt und tatsächlich braucht. Es ist da und man verwendet es - Punkt. Vater und Sohn haben ein erschreckendes Szenario nach dem nächsten entworfen und ich kann leider nicht sagen, dass diese völlig aus der Luft gegriffen wären, würde es zum Ernstfall kommen. Ebenso die zeitverzögerte Reaktion der Menschen. Vielleicht ist es auch die Hoffnung in einem, die den Gedanken an den Worst Case nicht zulassen möchte. In dieser Geschichte treffen die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander, die aber gerne noch etwas mehr Tiefe vertragen hätten. Das ganze Warum und Wieso ist mir nicht richtig klar geworden, das Ende fand ich zu weichgespült. Die typischen Endzeitszenarien wurden gut dargestellt und die Geschichte ließ sich flüssig lesen - was für ein Wortspiel ;) Trotz aller Schreckensmomente habe ich das für mich typische Shusterman-Flair vermisst. Es hat mir einfach etwas gefehlt, auch wenn dies wahrscheinlich Meckern auf hohem Niveau ist. Hätte der Name nicht draufgestanden, hätte dieses Buch einfach jeder schreiben können. Das macht es nicht schlecht, ganz bestimmt nicht, aber leider auch nicht besonders. Ich kann euch dieses Buch trotzdem empfehlen - es regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. "Menschen können Monster sein. Egal, ob wegen ihrer Handlungen oder wegen ihres wahren Wesens, das tut nichts zur Sache. Das Ergebnis ist dasselbe. Seite 331
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