Sowohl das Cover als auch der Farbschnitt und der Klappentext zogen mich an, und so kaufte ich "Vertraue niemals deinem Ehemann" von Jessica Payne, erschienen bei Vajona.
Die Grundidee der Storyline war nicht einmal schlecht, nur leider baute die Autorin für meinen Geschmack zu wenig Wendungen ein. Dies führte dazu, dass ich von Anfang an wusste, wohin die Reise geht, und so der Wow-Effekt, wie ich ihn bei einem Thriller immer so liebe, in dem der gesamte Spannungsbogen eine Wendung nimmt, die ich nicht habe kommen sehen, völlig ausblieb. Auch wenn der Schreibstil von Jessica Payne gut und flüssig war, schaffte sie es nicht, dass ich nicht ab Seite eins wusste, wer hinter der Stalkerin steckt, die das Pärchen bespitzelt und ihnen den Mord an Madeline nachweisen will. Schon allein dies tötete die aufkommende Spannung im ersten Drittel des Buches.
Jessica Payne erzählt den Plot rund um Madeline, ihren Ehemann, ihre beste Freundin Gwen und die "geheimnisvolle" Rebecca aus der Ich-Perspektive von Madeline vor vier Jahren und von Rebecca im Hier und Jetzt. Diese Erzählform mochte ich, denn sie ließ mich tief in die Gefühlswelt der beiden eintauchen. Auch schaffte es die Autorin, eine Atmosphäre zu erzeugen, sodass ich den Handlungsort sowie die Protagonisten vor meinem inneren Auge sah. Nur leider fehlt es diesem Thriller für meinen Geschmack an Spannung. Der beste Schreibstil hilft nun mal leider nichts, wenn man ab Kapitel 2 weiß, was Sache ist, und man wirklich jede der wenigen Wendungen schon vorher sieht.
Wenn man dieses Buch als Spannungsroman liest, ohne die hohe Erwartung eines Thrillers anzulegen, ist es trotzdem ein bisschen zu wenig, um mich komplett zu überzeugen. Von mir gibt es daher 3 von 5 Sternen für diese gut geschriebene, aber leider auch sehr vorhersehbare Geschichte. Aber dies ist wie immer meine ganz persönliche Meinung und kann von jedem von euch anders gesehen werden.