"Niemand hat gesagt, dass es einfach werden würde, Annabelle. Freude und Leid sind eng miteinander verwoben, vor allem, wenn uns jemand am Herzen liegt."
Einfach ist das Leben der Unternehmerehefrau Annabelle tatsächlich nicht. Sie ist Ehefrau und Mutter zweier Söhne, wäre aber doch so gerne mehr sein als das, vor allem aber nicht mehr einsam während alle anderen aus dem Haus sind.
Und so fährt sie ganz alleine in den Wellnessurlaub, den ihr Ehemann Falk und die eigentlich zusammen hätten machen wollen. Dort trifft sie auf den Pianisten Mathieu, der ihr genau dieses Gefühl, mehr zu sein, gibt und der eine unfassbare Anziehungskraft auf sie ausübt. Umso näher sich die beiden kommen, desto mehr beginnt Annabelle sich zu fragen, ob ihre Ehe noch eine Zukunft hat.
Gefangen zwischen zwei Männern und dem Wunsch endlich zu ergründen wer sie wirklich ist und sein möchte, muss Annabelle eine Entscheidung treffen, die ihr Leben in seinen Grundfesten vrändern könnte.
"Geliebte Venus", ein Roman von Julia Krieger, erzählt eine Geschichte, die weit über das klassische Love-Triangle hinaus geht und mich tief berührt hat. Es ist eine Geschichte über Selbstfindung aus dem echten Leben und dank der Art und Weise der Autorin ihre Protagonisten zu zeichnen, spürt man deren Zerrissenheit in jeder Zeile. Bis zum Schluss wusste ich nicht, wie Annabelle sich entscheiden würde und als das Ende dann kam, war ich mehr als überrascht. Doch nicht nur ihre Protagonisten charakterisiert Julia Krieger intensiv und mit viel Liebe zum Detail, auch explizite Szenen werden von keiner anderen so sensibel und ästhetisch beschrieben wie von ihr.
Mit diesem Buch hat sie sich selbst übertroffen.