In "Lohn, Preis und Profit" entfaltet Karl Marx eine prägnante, polemisch geschärfte Analyse der kapitalistischen Produktionsweise. Ausgehend von einer Auseinandersetzung mit der These, Lohnkämpfe seien ökonomisch wirkungslos, erklärt er den Zusammenhang von Arbeitskraft, Wert, Mehrwert, Profit und Preisbildung. Der Text verbindet theoretische Strenge mit agitatorischer Klarheit und steht im Kontext der Debatten der Internationalen Arbeiterassoziation, zugleich als zugängliche Vorstufe zu den komplexeren Argumentationen des "Kapital". Marx, geprägt durch Philosophie, politische Ökonomie und die sozialen Erschütterungen des 19. Jahrhunderts, schrieb hier als Wissenschaftler und Organisator der Arbeiterbewegung. Seine Kritik an Ricardo, den klassischen Ökonomen und zeitgenössischen Reformern speist sich aus langjähriger Forschung ebenso wie aus praktischer politischer Erfahrung. Die Schrift zeigt Marx' Bemühen, ökonomische Kategorien nicht abstrakt, sondern als Ausdruck historischer Klassenverhältnisse verständlich zu machen. Dieses Buch empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die einen konzentrierten Zugang zu Marx' Wert- und Ausbeutungstheorie suchen. Es ist besonders wertvoll für Studierende, historisch Interessierte und politisch Engagierte, weil es ökonomische Begriffe mit gesellschaftlicher Analyse verbindet und die Bedeutung kollektiver Lohnkämpfe nüchtern begründet.