Großartiger Einstieg, tolle Charaktere, aber als Bodyguard-Romance leider nicht ganz überzeugend. Solider Reihenauftakt!
Tainted Dreams hat einen der besten Buchanfänge, die ich seit Langem gelesen habe! Kim Nina Ocker beweist von Seite 1 an, wie genial und flüssig ihr Schreibstil ist. Man fliegt nur so durch die Kapitel, schmunzelt über gelungene Vergleiche und findet sich schnell in der High-Society-Welt rund um die Familie Newton zurecht.Gideon als Männlicher Protagonist hat mir gut gefallen - er ist reflektiert, weiß um seine Privilegien und der Umgang mit seiner jüngeren Schwester ist zuckersüß. Bei Protagonistin Charlotte war ich allerdings etwas zwiegespalten. Dafür, dass sie eine ausgebildete Personenschützerin sein soll, wirkt sie oft erstaunlich naiv und unvorbereitet. Gefühlt ist es meistens Gideon, der ihr zur Hilfe eilt, anstatt dass sie ihren Job ausführt.Auch die Romance-Komponente konnte mich nicht zu 100 % überzeugen. Die intimere Szene war zwar ästhetisch und schön geschrieben, aber die tiefere Anziehung und Verbindung zwischen Charlotte und Gideon habe ich über die Handlung hinweg nicht wirklich gefühlt. Wesentlich mehr Dynamik und Knistern habe ich da ausgerechnet bei der mysteriösen Figur Favreau gespürt - hier bahnt sich für Band 2 definitiv ein spannendes Beziehungsdreieck an! Die Suspense-Elemente blieben mir insgesamt etwas zu flach; da hätte ich mir deutlich mehr Drama und echte Gefahr gewünscht.Fazit: Dank des fantastischen Schreibstils ein wirklich unterhaltsamer Roman für zwischendurch. Wer ein knallhartes Bodyguard-Szenario sucht, wird vielleicht etwas enttäuscht, aber der fiese Cliffhanger macht auf jeden Fall neugierig auf Band 2!