Das europäische Planungsrecht ist ein bislang nur wenig erschlossenes Referenzgebiet des europäischen Verwaltungsrechts. Klaus Ferdinand Gärditz legt Grundstrukturen des europäischen Planungsrechts frei und entwickelt anhand charakteristischer Regelungsbereiche (insbesondere des Umwelt-, Infrastruktur- und Wissenschaftsrechts) eine allgemeine und übergreifende europäische Planungsrechtsdogmatik.
European planning law is a disaggregated body of sectional regulations, directives and selective norms that is kept together by specific normative structures which can be called the "planning approach." Notwithstanding the importance of European planning law, it still lacks a systematic analysis that reveals general structures and functions in the specific multi-level environment of European administrative law. Klaus Ferdinand Gärditz analyzes the characteristics of the planning approach in European law and describes them on the basis of examples taken in particular from the fields of environmental, infrastructure and scientific research law. He develops a legal system of planning norms as an integral part of European administrative law and discusses questions such as due administrative procedure and judicial remedies. Das europäische Planungsrecht setzt sich aus einer Vielzahl sektoraler Regelungen zusammen, die durch einen spezifisch planerischen Regelungsansatz verbunden sind. An einer allgemeinen Dogmatik des europäischen Planungsrechts mangelt es bislang. Die vorliegende Untersuchung will allgemeine Grundstrukturen des europäischen Planungsrechts freilegen, um ein potentielles Referenzgebiet des europäischen Verwaltungsrechts zu erkunden.
Klaus Ferdinand Gärditz analysiert die Eigenheiten eines europäischen Planungsbegriffs und beschreibt charakteristische Regelungsbereiche des Planungsrechts (insbesondere des Umwelt-, Infrastruktur- und Wissenschaftsrechts). Hieraus werden allgemeine Dogmen des europäischen Planungsrechts entwickelt, die den Besonderheiten einer europäischen Planungsfehlerlehre, den eigentümlichen Verbundstrukturen im Mehrebenensystem und Rechtsschutzfragen Rechnung tragen.