Ich bin mit Paedyn gerannt. Mit pochendem Herzen, angehaltenem Atem und diesem ständigen Gefühl im Nacken, dass gleich alles schiefgeht.
Powerless - Die Flucht wirft einen ohne Vorwarnung zurück ins Chaos - genau da, wo Band 1 aufgehört hat. Keine Schonfrist - kein Luftholen. Genau DAS habe ich mir gewünscht.
Ich habe gebangt und gehofft. Die Szenen waren so angespannt, dass ich an meinen Fingernägeln geknabbert habe. Diese Flucht ist kein sauberer Plan, sondern ein Zittern, ein permanentes - Bitte, bitte nicht jetzt. Pae rennt, und man rennt mit. Herz voran, Verstand irgendwo hinten dran. Das war intensiv und körperlich spürbar.
Aber dann wurde es ein kleines bisschen zu viel.
Diese dramatischen Höhen und Tiefen haben mich irgendwann ermüdet. Ich saß da und dachte: Braucht es wirklich noch eine Wendung? Und noch eine? Und noch eine? Und noch eine? Und noch eine? Und noch eine?
Irgendwann war ich nicht mehr begeistert, sondern müde. Als würde die Geschichte selbst keine Pause kennen und mir auch keine gönnen.
Doch wir kennen Pae und Kai. Die beiden brauchen genau dieses Chaos. Drama ist einfach ihr Normalzustand.
Damit das noch nicht genug war, kam somit das Ende.
Und tja: Aaach, Mist ich habs befürchtet. Ich muss halt weiterlesen. Ich komm nicht los.
Spannend war es. Intensiv auch.
Aber selbst auf der Flucht habe ich mir irgendwann einen längeren Moment zum Stehenbleiben gewünscht.