Rom ist ja so eine Stadt, bei der man schon beim Namen direkt Bilder im Kopf hat: Pizza, alte Steine, enge Gassen, viel zu schöne Plätze und irgendwo garantiert jemand, der dramatisch mit den Händen redet. Genau da setzt dieser Lonely Planet Reiseführer an und macht ziemlich schnell Lust darauf, die Koffer wenigstens gedanklich schon mal halb zu packen.
Wir haben den Reiseführer zusammen als Familie angeschaut und natürlich sofort Pläne geschmiedet. Erst noch ganz harmlos blättern, dann plötzlich: Da müssen wir hin, Oh, das klingt gut, Wie weit ist das vom Hotel? und zack, sitzt man innerlich schon mit Pizza Rossa in Testaccio und tut so, als wäre man total entspannt unterwegs.
Besonders schön finde ich, dass der Reiseführer nicht nur die großen Klassiker abklappert. Klar, Petersplatz, Vatikan und römische Ruinen gehören dazu, sonst wäre es ja wie Spaghetti ohne Sauce. Aber diese kleinen lokalen Hinweise geben dem Ganzen Herz. Man bekommt nicht nur Sehenswürdigkeiten serviert, sondern eher das Gefühl: Komm, lauf mal los, da wartet Rom.
Der Reiseplaner und der Faltplan sind für mich echte Pluspunkte. Gerade mit Familie will man nicht jeden Tag komplett planlos durch die Gegend stolpern, auch wenn das in Rom wahrscheinlich trotzdem hübsch aussehen würde. Ein bisschen Struktur, ein bisschen Abenteuer, ein bisschen wir finden schon zurück, genau diese Mischung passt hier gut.
Kritisch gesehen bleibt es natürlich ein Reiseführer, kein Zauberportal. Manche Tipps muss man vor der Reise sicher nochmal prüfen, Öffnungszeiten ändern sich und Rom macht sowieso gern, was Rom will. Trotzdem ist das Buch ein richtig schöner Begleiter zum Träumen, Planen und Vorfreuen.
Für mich ein Reiseführer, der nicht nur informiert, sondern dieses kleine Kribbeln auslöst: Mensch, Rom wäre schon verdammt schön.