Das Cover zeigt zwei Personen, die am Wasser entlanglaufen. Die untergehende Sonne spiegelt sich dabei im Wasser und verleiht der ganzen Szene einen rötlichen Schimmer. Im Ganzen wirkt es wie ein Gemälde, wäre da nicht in weißen Großbuchstaben der Titel aufgedruckt, was zu einem Buchcover natürlich dazugehört.
Kein Sommer ohne August von Lucy Astner erschien im Lübbe Verlag. Die Geschichte spielt in Liberty Beach mit Charlie und August in den Hauptrollen. Die zwei haben die Sommer ihrer Kindheit und Jugend gemeinsam verbracht und treffen nun unverhofft nach zehn Jahren wieder aufeinander. Mit dabei ist die große Liebe zu Büchern und den darin enthaltenen Geschichten. Alles Weitere erfährst du beim Lesen. An dieser Stelle möchte ich einmal kurz auf den Klappentext eingehen, den ich sehr gelungen finde. Der gibt kurz und knapp Auskunft, hat damit aber den Rahmen der erzählten Zeit sehr gut umfasst.
Bevor ich dir etwas zum Erzähler, den Zeitebenen und der Spannung verrate, möchte ich dir noch ein Zitat mit auf den Weg geben, das den Grundgedanken der Geschichte sehr gut in Worte fasst.
Denn wenn ich mit meinen zweiunddreißig Jahren eines gelernt habe, dann dass das Leben nur eine Auswahl von Zufällen aneinanderreiht, und die wenigsten davon ergeben am Ende eine wirklich gute Geschichte. In den meisten Fällen ergeben sie noch nicht mal Sinn. Eine gute Geschichte bedarf präziser Planung.
Die Geschichte wird aus der Sicht der 32-jährigen Protagonistin Charlie erzählt. Sie fungiert als Ich-Erzählerin und nimmt mich im Laufe der Geschichte mit in ihre Kindheit und Jugend. Stück für Stück nähern sich die Erinnerungen der Gegenwart an. Insgesamt darf man zwölf Sommer mit Charlie und August in der Rückblende erleben, um die Gegenwart dadurch besser zu verstehen. Aber wie schon erwähnt, lies das einfach selbst. Ich mag verschiedene Zeitebenen in Büchern durchaus gerne, weil man dadurch die Figuren umfassender kennenlernen kann, allerdings fehlte mir hier ein bisschen die Spannung, die zum schnellen Weiterlesen animiert. Hier hätte ich mir mehr Tempo gewünscht. So habe ich meist immer nur ein bis zwei Kapitel gelesen und dann das Buch wieder zur Seite gelegt.
Was ich aber noch kurz erwähnen möchte, ist das One Last Chapter in Liberty Beach. Es ist eine kleine, verwinkelte Buchhandlung, in der Charlie die Liebe zu Büchern für sich entdeckt. So ganz nebenbei gibt sie damit auch den ein oder anderen Buchtipp. In dem Zuge habe ich auch noch ein Zitat für dich, das mich zum Nachdenken gebracht hat.
Manchmal wiegen die Dinge, die wir erwägen zu tun, schwerer als jene, die wir tatsächlich anrichten.
Womit ich zum dritten und letzten Zitat komme, das wohl jeder Leser nachvollziehen kann.
Erst dachte ich, das es darum geht, was ich in den Büchern finde. Aber irgendwann habe ich verstanden, dass es etwas anderes ist. Es geht um die Welt, die draußen bleibt. Dass sie draußen bleibt, wenn man liest.
Genau darum stecke ich gerne meine Nase in Bücher, weil ich für einen Moment die Welt um mich herum vergessen möchte, um beim Lesen Kraft zu tanken für den Alltag. Hier ging es nur bedingt, weil es mich erst zum Schluss so richtig fesselte. Aber dennoch war es eine schöne Geschichte, die ich gerne gelesen habe.
Fragst du dich bei dem Titel, ob der Monat oder ein Mensch damit gemeint ist? Dann haben wir was gemeinsam. Ich hatte als Erstes den Monat im Sinn, aber der Protagonist heißt August, der im Sommer eine wichtige Rolle in Charlies Leben gespielt hat. Magst du Liebesgeschichten mit Sprüngen in der Erzählzeit? Dann ist Kein Sommer ohne August" von Lucy Astner vielleicht genau das richtige Buch für deinen Sommerurlaub. Es geht um Freundschaft und Liebe und ob diese Fehler verzeihen können. Ich hatte in Etappen eine schöne Lesezeit und empfehle das Buch gerne weiter.
Ich schließe mit einem letzten Zitat:
Die Sache ist nämlich die: Ein Happy End ist niemals das Ende. Es ist nur der Anfang zu einer neuen Geschichte.