Die Gutabara ist ein Rettungsschiff, das in den Weiten des Alls unterwegs ist, um auf Notsignale zu reagieren, die von havarierten Schiffen, kleinen Bergbaukolonien, oder sonstigen entlegenen Außenposten gesendet werden. Die meiste Zeit verbringt die Crew im Tiefschlaf in seinen Kryokapseln und nur eine kleine Besatzung überwacht die Funktionen des Schiffes, oft vergehen Monate bis zum nächsten Einsatz. Die Geschichte um die Crew der Gutabara, die unvorhergesehen aus dem Kryoschlaf geweckt wird und sich mit dem Verschwinden ihres Käptens auseinandersetzen muss, bildet den Anfang zu "Vorteks", einem actiongeladenen Weltraumabenteuer in mehreren Einzelbänden. Ich hatte das Buch schon im Vorfeld einzeln gelesen und wollte nun natürlich wissen wie es weitergeht. In Operation Helicon sind die ersten vier Bücher der Reihe als Sammelband zusammengefasst und bilden im Prinzip die Grundlage der gesamten Geschichte. Namensgebend hier die Helicon, ein havariertes Kriegsschiff, dem die Gutabara eher ungewollt zu Hilfe kommt und dadurch selbst in Gefahr gerät.Autor Michael Hirtzy schafft hier eine spannende und düstere Zukunftsvision, in der er viele Elemente der klassischen Science-Fiction einbaut. Ich mag seinen Schreibstil unglaublich gern und habe das Buch fast in einem Rutsch weggelesen. Die Mischung aus actionreicher Handlung und sympatischen, aber auch speziellen Figuren hat wirklich gut gepasst und halten den Leser natürlich bei der Stange. Man baut schnell eine Beziehung zu den Figuren auf und nimmt Anteil an ihrem Schicksal. Die Geschichte hält einige Wendungen bereit und das Ende von Band vier lässt einen mit einem ziemlichen Cliffhanger zurück. Wobei man, im Gegensatz zu den Figuren, schon erahnt, wohin die Reise geht. Operation Helicon bietet spannende SIFI Unterhaltung, die für Fans des Genres ebenso passt, wie für Neueinsteiger. Wer auf den klassischen Konflikt Gut gegen Böse, auf einen Wettlauf gegen die Zeit, auf scheinbar ausweglose Situationen und auf unfreiwillige Helden steht, ist hier genau richtig. Der Autor bringt natürlich auch für seine Story relevante Technik unter, übertreibt es aber nicht damit und versucht auch nicht mit aller Macht jedes Detail zu erklären. Mir kommt das sehr entgegen, den ich muss nicht genau wissen, wie das Raumschiff fliegt, ich akzeptiere einfach, dass es das tut. Für Interessierte gibt es aber am Ende des Sammelbandes noch einige Erklärungen, ebenso wie ein Verzeichnis zu enthaltenen sensiblen Inhalten. Die Geschichte ist absolut kopfkinotauglich, obwohl man da bei der ein, oder anderen Situation schon ziemlich schnell sein muss um hinterher zu kommen. Definitiv Suchtfaktor.