Zahara und Massimo sind Stiefgeschwister, doch wirklich kennen sie sich nicht. Massimo hat den Tod seines Stiefbruders gerächt und dafür mit seiner Freiheit bezahlt - 18 Jahre muss er im Gefängnis verbringen. All die Jahre hatten sie keine Kontakt, bis Zahara den Mut findet, ihm einen Brief zu schreiben.
Was als vorsichtige Brieffreundschaft beginnt, entwickelt sich langsam zu etwas Tieferem.
Durch ihre Briefe lernen sie einander kennen - roh, verletzlich und ohne Masken. Beide tragen emotionales Gepäck mit sich, beide sind unvollkommen und doch auf eine schicksalhafte Weise füreinander geschaffen. Sie finden Halt und Kraft ineinander. Sie kämpfen ums Überleben, um sich selbst und um eine Liebe, die eigentlich nicht sein dürfte. Die Grenzen beginnen dabei zunehmend zu verschwimmen.
Massimos Besessenheit ist grenzenlos. Er muss Zahara in Sicherheit wissen. Vor der Welt, vor anderen und vor allem vor sich selbst. Niemand darf ihr wehtun. Seine dunkle, alles verzehrende Hingabe ist auf jeder Seite spürbar. Auch wenn ihre Liebe nicht sein darf, kann und wird er sie niemals gehen lassen.
Ihre Geschichte ist von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd. Trotz all der Dunkelheit ist ihre Liebe heilend - sie geben einander Halt, Hoffnung und einen Grund, weiterzukämpfen.
Neva Altaj beweist einmal mehr, warum ihre Bücher so süchtig machen. 'Sweet Prison' ist intensiv, schmerzhaft, leidenschaftlich und gleichzeitig wunderschön. Eine Geschichte, die tief unter die Haut geht.