Einige Schwächen, interessanter Fall
Mein erster Roman von dem Autor Ralph Llewellyn. Eine Mischung aus Thriller und Mystery. Hat es gut geklappt? Der mystische Teil einigermaßen, der Rest konnte mich leider nur teilweise abholen. Das lag zum Einen am kalten Protagonisten Alex Brandt. Und auch die anderen Charaktere waren nicht greifbar, bis auf seine Schwester Sarah vielleicht ein wenig. Die Ermittlerarbeit wiederum fand ich ziemlich gut. Man bekommt als Leser viele Einblicke ins Leben der Profiler. Doch auch hier gab es einige zähe Passagen. Und ich muss sagen, ich bin ein gebildeter Mensch, trotzdem musste ich viele unbekannte Wörter nachschlagen, weil ich sie nicht mal aus dem Kontext erschließen konnte. Hier wären einfachere Begriffe besser gewesen, damit diesen Thriller auch wirklich jedermann lesen kann und nicht nur die mit Doktorarbeit in der Tasche. Insgesamt hat mich der Thriller jedoch neugierig gemacht und ich würde gerne wissen, wie es weitergeht. Fazit: Für das ansprechende Cover, die mystische Handlung, den kniffligen Fall, die Kulisse Frankfurt und den Einblick bei der Polizei, vergebe ich eine positive Wertung. Der zum Teil zähe Schreibstil, besonders wegen der Fremdwörter, hier wäre weniger mehr, und die nicht greifbaren Charaktere sind meine Kritikpunkte. Eine Leseempfehlung spreche ich für alle Mystery-Thriller-Fans aus und auch, weil der erste Band der Reihe neugierig macht. 3,5/5