Wir befinden uns im schottischen Hochland. Die junge deutsche Biologin Kaya wird von dem einflussreichen Milliardär Alistair Mckinley eingeladen um ihn bei einem ungewöhnlichen Projekt zu unterstützen. Er will auf seinem weitläufigen Grund wilde Wölfe ansiedeln um das komplizierte Ökosystem wieder in Balance zu bringen. Im Yellowstone Nationalpark hat das auch sehr gut funktioniert. Allerdings ist Schottland das Land der Landwirtschaft und der Schafzucht und die dortige Bevölkerung ist aus vielen Gründen alles andere als begeistert von diesem Projekt. Doch Kaya stört das nicht, sie liebt ihre Arbeit mit den Wölfen und ist gespannt auf dieses neue Projekt.
Allerdings verläuft der Start doch etwas holprig, denn gleich am Bahnhof wird sie von Nevis, ich sag nur "sturmblaugrau" abgeholt, Alistairs Sohn und ein ehemaliger Elitesoldat, der ihr gleich mal auf militärisch zackige Art klar macht, was er denn von dem Projekt seines Vaters hält. Kaya, auch nicht auf den Mund gefallen, gibt ihm eine passende Antwort und so wird dem Leser gleich mal klar, dass hinter der beiderseitig gezeigten Ablehnung eigentlich etwas anderes verborgen ist. Sowohl Nevis als auch Kaya kämpfen mit den Folgen traumatischer Ereignisse in ihrer Vergangenheit, die es den beiden alles andere als leicht macht zueinander zu finden und als ob das nicht genügt wird Kaya sehr schnell klar, dass sich hinter der Fassade des Herrenhauses ein schreckliches Familiengeheimnis verbirgt, dass das Leben aller überschattet.
Mir hat diese Geschichte in großen Teilen sehr gut gefallen, ganz besonders die Passagen über die Wölfe wobei doch sehr viel Theorie dabei war und nur wenig geschilderte Begegnung. Die Autorin hat jedoch sehr gut herausgearbeitet wie schwer die Folgen von Kriegstraumata sind, für die betroffenen Soldaten wie auch für alle Angehörigen und nicht alle schaffen den Weg wieder ins Leben zurück. Dennoch gibt es auch sehr viel Humor und Highlandfeeling was mir sehr gut gefallen hat.