Da sind sie alle wieder. Und wer zumindest einige, wenn nicht alle der elf Vorgängerromane gelesen hat, der kommt ja gleich fast wieder "nach Hause".Nach Niederkaltenkirchen. Zum Franz. Zum Rudi. Zur Susi. Ins Gasthaus an den Tisch der alten "Clique". Und ins "Familienhaus der Eberhofers". Mithin in die Welt Niederkaltenkirchens, wie Rita Falk sie seit Jahren souverän bespielt Vertrautes Terrain, schön aus der Ich-Perspektive Eberhofers erzählt (und damit ein ständiger Fluss auch seiner mäandernden Gedanken und seiner "Lebenshaltung". Zwischen gemächlich und genervt mit trockenem Humor gewürzt und durchaus ja durchsetzungsfähig, wo es sein muss. Vielleicht ein wenig stur, was sich in manchen Situationen mit seiner "Susi" weiterhin niederschlägt und für manch Lächeln bis Lachen bei Leser und Leserinnen sorgt. Was er nicht mag? Umgehend und klar: "Es gibt denkbar wenige Dinge, die mich auf die Palme bringen. Unser Golfplatz aber ist auf dem besten Weg, nicht in den Wahnsinn zu treiben". Und das nicht erst jetzt, wo der Platz da ist. Schon vorher, als manche ihn wollten und ein Stress im Dorf um sich griff. Genau das, was Eberhofer aber nun wirklich nicht um sich haben will. Lieber ein "Steckerlfisch", aber man kommt ja gerade mal wieder zu gar nichts. Denn der Stress geht jetzt richtig los. Just der Präsident des Clubs wird umgehend tot aufgefunden. Schicksal, mag man meinen, der Mann war nicht in allen Kreisen beliebt, im Gegenteil. Aber da kennt man den Eberhofer schlecht, wenn man glauben würde, der ließe es nun gemächlich angehen. Parteiisch ist der Mann nicht, Polizist obendrein und Mord ist Mord. Wobei, dass wissen eingefleischte Leser natürlich, der jeweilige "Fall" der Romane eher nur den Rahmen dafür liefert, den Protagonisten "beim Leben" zuzuschauen. Vom Vater Eberhofers bis zu Rudi, seinem kongenialen Ermittlungspartner, der nicht selten Fettnäpfchen geradezu dringend suchen, bis hin zur "Verwaltung", sprich dem Bürgermeister des Ortes, der nun im Blick auf die nächste Wahl eine Form der Konkurrenz bekommt, die ihm durchgehend den Schweiß ausbrechen lässt. Das heißt aber auch, dass Action und Spannung nun nicht großartig Teil der Romane sind, auch in diesem nicht. Und, vielleicht, im Lauf der Zeit auch Gewöhnungsprozesse bei Lesern und Leserinnen auftauchen mögen, nicht mehr allzu überrascht von den Volten der "Roman-Bewohner" zu sein. Insgesamt aber weiterhin gut zu lesen, flüssig in den "bayrischen Niederungen" und unterhaltsam.