Hach, einfach schön und gleichermaßen schmerzerfüllt.
Zunächst war ich nicht ganz überzeugt davon, dass es jetzt auch noch die Story von Grace und Gideon braucht. Die ersten Kapitel fand ich etwas zäh. Was auch daran liegen könnte, dass ich die Figur der Grace bisher nicht sonderlich mochte. Doch es zeigte sich, dass Anymore einige Puzzleteile in die Gesamtgeschichte einfügte, von denen man gar nicht genau wusste, dass sie fehlten. Klar gab es zwischendrin einzelne Szenen, wo mir das "ich hasse ihn, ich hasse ihn nicht" etwas auf den Keks ging. Aber alles in allem führt dieses Buch die Geschichte zu einem tatsächlichen Schluss der Dunbridge Reihe. Es zeigt mit einer Feinfühligkeit und leisen Andeutungen des Erwachsenwerdens, wie sich Freundschaften verändern. Gleichermaßen berührt das Thema Trauer in verschiedenen Facetten. Schonungslos wird man in die Tiefen der Jugendlichen hineingezogen. Und ja, vermutlich jeder Lesende weiß, dass diese Figuren ein Symbol der vielen, verletzten jungen Seelen sind, die es in der Welt gibt. Für mich war diese Geschichte die wohl bewegendste in der Reihe. Besonders gelungen fand ich *ACHTUNG SPOILER* das Gespräch zwischen Grace und Henry, das bereits in einer der früheren Geschichte angedeutet wurde.