Mit Wintersterne leuchten heller hab ich den neuen Roman von Stella Nordberg gelesen. Ich hab festgestellt, dass dies schon der zweite Teil ihrer Fehmarn-in-love-Reihe ist. Den ersten Teil muss ich unbedingt auch noch lesen, denn dieser Roman, der perfekt in die Winterzeit passt, hat mir sehr gut gefallen.
Fenja leitet auf Fehmarn eine kleine Pension. Normalerweise schließt sie diese über den Winter, doch für dieses Jahr haben sich zwei Dauergäste angemeldet. Jonas und Tom wollen eine Dokumentation drehen, über die Kegelrobben, die sich so langsam wieder auf der Insel sehen lassen. Doch darauf will Fenja auf jeden Fall ein Auge haben. Seit ihr Bruder verunglückt ist, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, diese Tiere auf jeden Fall zu schützen. Da ist ihr diese Doku ein echter Dorn im Auge, denn sie befürchtet, dass durch diese Touristen angelockt werden und die Robben wieder verschwinden.
Jonas erkennt, dass Fenja sowohl in den Tieren als auch im Meer selbst ganz andere Dinge sieht als er bisher gesehen hat. Er möchte von ihr lernen, wie er sich verhalten soll und gewinnt langsam ihr Vertrauen. Doch kann er sich an all diese Regeln halten und dennoch seinen Beruf ausüben?
Mit diesen beiden Charakteren hat die Autorin zwei ganz starke Persönlichkeiten erschaffen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Natürlich gibt es auch Gefühle, sonst wäre es wohl kein richtiger Roman, doch ob das was werden kann?
Es gibt eine weitere sehr wichtige Person in Rasmus, ein älterer Mann, der Fenja in allen Lebenslagen in ihrer Pension zur Seite steht. Von ihm gibt es an jedem Kapitelanfang ein Zitat, in dem immer Wahrheit liegt.
Es gibt sowieso sehr viele tiefgründige Gespräche und auch Gedanken, die mich auch gefesselt haben. Fenja sieht das Leben anders, sie sieht das Meer anders als ich und sicher auch viele andere.
Für mich waren dies sehr unterhaltsame Lesestunden mit doch auch einem ernsten Hintergrund. Deshalb gibt es von mir eine klare Leseempfehlung