Prinzessin der tausend Diebe war eines der besten Bücher die ich dieses Jahr gelesen habe. Am liebsten hätte ich das ganze Buch auf einmal durchgelesen.
Sora wurde als Kind von der Familie ihres Vaters verstoßen, weil sie keine Magie hat. Deshalb lebt sie mit ihrer kranken Mutter in Busan und hilft ihr ein kleines Café zu führen. Doch dann lädt ihr Vater sie zu sich ein um ihren neunzehnten Geburtstag nachzufeiern. Beim Clan trifft sie auf ihre hasserfüllte Halbschwester und einen unfassbar attraktiven Gott, der ihre Hilfe benötigt. Ungewollt wird Sora in ein Spiel voller Geheimnisse und Intrigen hineingezogen.
Schon das Cover des Buches hat mich vollkommen überzeugt. Die verspielten Goldflocken, die Zeichnung von Sora und der wundervolle Farbschnitt wirken sehr märchenhaft und sanft. Doch die Geschichte erweist sich als viel mehr als das.
Die Playlist passt perfekt zu dem Buch, ich habe sie während dem Lesen rauf und runter gehört. Und das Lied, was eigens für Sora geschrieben wurde ist mein absolutes Highlight. Am Ende das Buches befindet sich auch ein Glossar, der mir sehr geholfen hat, weil ich mich mit der koreanischen Kultur und somit auch den Begriffen nicht so gut auskenne. Aber ich lerne immer gerne neues.
Als ich das Buch angefangen habe startete es sofort sehr spannend und ich dachte, dass es nun ruhiger wird. Doch ich lag falsch: Die Geschichte wird nie langweilig und immer wenn ich es nicht erwarte, passiert direkt etwas, was mich überrascht. So ein ereignisreiches Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Die Geschichte ist sehr originell, ich hätte niemals erraten können, wie alles endet. Deshalb ist das Buch auch so interessant, weil es so einzigartig ist. Die Story ist sehr komplex und es gibt viele Hintergrundgeschichten, die sehr wichtig für die Haupthandlung sind. Doch ich konnte immer gut mitkommen und habe alles verstanden.
Die Charaktere werden sehr detailliert beschrieben und viele waren mir seit der ersten Seite sympathisch. Vor allem der Gott Ran ist mir total ans Herz gewachsen und ich musste jedes Mal lachen, wenn er einen Witz gemacht hat. Er ist definitiv meine Lieblingsfigur. Anfangs mochte ich Sora nicht sonderlich, da sie naiv, unüberlegt und unreif erschien. Doch im Laufe der Geschichte wächst sie, verbessert sich und lernt aus ihren Fehlern. Am Ende des Buches habe ich sie bewundert. Obwohl viele Figuren sehr ausführlich dargestellt werden, hätte ich mir ein paar mehr Infos zu einigen der Hintergrundcharaktere gewünscht.
Im Buch werden einige sehr ernste Themen behandelt, deshalb finde ich die Content Note am Anfang sehr wichtig. Doch sie wurden alle gut umgesetzt und haben mich auch dazu gebracht darüber nachzudenken. Doch genau das macht die Geschichte so gut: die Abwechslung von witzig, romantisch, ernst und aufregend.
Das Lesen hat sehr viel Spaß gemacht und freue mich schon richtig auf den zweiten Teil.
Letztendlich finde ich, dass das Buch ein absolutes Must-Read für Leute ist, die Asian Fantasy mit einem guten Plot, vielen Emotionen und Nervenkitzel mögen. Doch auch allen anderen würde ich das Buch auf jeden Fall empfehlen, da es etwas ist, was man nicht verpassen sollte.