Die erfolgreiche Influencerin und Autorin Marisa Hart beschreibt, wie sie ihr
neuestes Buch gemeinsam mit ihren Töchtern Charlotte und Lillian erarbeitet hat.
Woraus entstand Ihre erste Idee zu Secrets of Black Manor?
Ich spreche mit meinen Kindern oft über Träume. Dabei kam irgendwann die Frage auf, wie es wäre, wenn Träume real werden könnten. Wenn ein Wesen aus einem Traum plötzlich wirklich existiert. Aus dieser Vorstellung entstand die Grundidee. Was würde passieren, wenn ein Traumwesen nicht einfach verschwindet, sondern bleibt? Daraus entstand schließlich das "Black Manor"-Universum.
Will und Luca sind sogenannte Träumer – wie beeinflusst das die beiden?
Rein menschlich betrachtet sind Luca und Will zunächst beide Außenseiter - nicht dazugehörig und einsam. Durch ihre Gabe finden sie zueinander und entwickeln eine tiefe Verbundenheit - fast wie Vater und Sohn. Eine echte Seelenverwandtschaft. Magisch zeigt sich ihre Träumer-Gabe durch ein Symbol am Handgelenk. Es erscheint am 13. Geburtstag. Ab diesem Moment können sie Traumwesen erschaffen und magische Welten betreten. Das erste erträumte Wesen wird dabei zu einem festen Begleiter mit einer magischen Fähigkeit.
In der Geschichte gibt es zwei Zwillingsbruderpaare, bei denen jeweils der Bruder der Gegenspieler ist – wie kamen Sie auf die Idee der stark gegensätzlichen Zwillinge?
Die Zwillingskonstellation hat eine tiefere Bedeutung, zu der ich nicht zu viel verraten darf. Mich hat es gereizt, Gegensätze nicht nur zwischen Gut und Böse zu zeigen, sondern auch innerhalb engster Beziehungen. Bei den erwachsenen Zwillingen sieht man, wie Entfremdung und falsche Entscheidungen eine Beziehung dauerhaft schädigen können. Diese Dynamik spiegelt sich bei den jüngeren Zwillingen wider - allerdings mit der Möglichkeit, rechtzeitig anders abzubiegen. So entsteht ein Kontrast zwischen dem, was passiert ist, und dem, was noch veränderbar ist.
Ihre Töchter Charlotte und Lillian waren seit den ersten Entwürfen an der Entstehung dieser Geschichte beteiligt - wie sah diese besondere Zusammenarbeit aus?
Wir haben von Beginn an vieles gemeinsam entwickelt – von Namen für die Figuren bis hin zu magischen Wesen und Welten. Vor allem Traumwesen sind oft aus gemeinsamen Gesprächen entstanden: Wie sehen sie aus, welche Fähigkeiten haben sie, wie könnten sie heißen? Gerade bei einer komplexen Buchreihe gibt es beim Schreiben Phasen, in denen man feststeckt. In solchen Momenten haben wir gemeinsam überlegt, wie sich Handlung und Logik stimmig weiterführen lassen, ohne frühere Details zu brechen.
Hat das Entwickeln der Geschichte mit Ihren Töchtern beidseitig Lust auf weitere gemeinsame Projekte geweckt?
Ja. Ich habe mit meinen Töchtern bereits mehrere Bücher realisiert – und weitere Projekte stehen in den Startlöchern. Wir arbeiten gern zusammen und genießen die gemeinsame Kreativität. Auch „Secrets of Black Manor“ wird diesen Weg weitergehen. Kürzlich haben wir erfahren, dass es einen vierten Band geben wird, und natürlich werden wir auch dafür wieder die Köpfe zusammenstecken.
Wie entwickelt man einen Plot, der eine komplette Trilogie umfasst?
Am Anfang hatte ich nur einen groben roten Faden im Kopf: wo die Geschichte startet und wo sie enden soll. Geschrieben habe ich dann erst mal nur Band 1. Mit jedem weiteren Band hat sich der Plot beim Schreiben selbst weiter ausgeformt – und dabei ist mir immer stärker bewusst geworden, wie groß und komplex die Welt geworden ist. Genau deshalb bekommt die Reihe nun einen weiteren Band – weil die Geschichte, die Welt und die Figuren mehr Raum brauchen, um ihre Tiefe zu behalten.
Warum eignet sich Fantasy Ihrer Meinung nach gut, um Kindern über komplexe Gefühle oder Konflikte zu erzählen?
Kinder gehen sehr offen an magische Geschichten heran. Fantasy schafft einen sicheren Raum, in den sie gern eintauchen und sich wohlfühlen. Wenn dort ernstere Themen auftauchen, werden sie nicht belehrend vermittelt, sondern organisch in die Geschichte eingebettet. So können Gefühle, Konflikte und innere Prozesse erzählt werden, ohne dass es wirkt, als wollte man etwas erklären. Genau das macht es für Kinder leichter, komplexe Themen anzunehmen.
Was macht für Sie Figuren aus, mit denen Kinder mitfühlen können?
Kinder fühlen sehr genau, ob ein Charakter „echt“ ist. Deshalb sind meine Figuren ambivalent: Es gibt kein reines Schwarz oder Weiß. Zweifel, Angst oder Unsicherheit gehören genauso dazu wie Freund:innen, Mut oder Hoffnung. Auch Rollen wie der "Auserwählte" werden nicht einfach akzeptiert, sondern hinterfragt. Selbst Gegenspieler:innen haben Gründe für ihr Handeln. Meine Figuren verhalten sich menschlich – mit allen Gefühlen und inneren Konflikten. Gerade wenn reale Themen wie familiäre Probleme, Freundschaften oder Ausgrenzung mitschwingen, entsteht so für Kinder echte Nähe und Identifikation.
Woraus entstand Ihre erste Idee zu Secrets of Black Manor?
Ich spreche mit meinen Kindern oft über Träume. Dabei kam irgendwann die Frage auf, wie es wäre, wenn Träume real werden könnten. Wenn ein Wesen aus einem Traum plötzlich wirklich existiert. Aus dieser Vorstellung entstand die Grundidee. Was würde passieren, wenn ein Traumwesen nicht einfach verschwindet, sondern bleibt? Daraus entstand schließlich das "Black Manor"-Universum.
Will und Luca sind sogenannte Träumer – wie beeinflusst das die beiden?
Rein menschlich betrachtet sind Luca und Will zunächst beide Außenseiter - nicht dazugehörig und einsam. Durch ihre Gabe finden sie zueinander und entwickeln eine tiefe Verbundenheit - fast wie Vater und Sohn. Eine echte Seelenverwandtschaft. Magisch zeigt sich ihre Träumer-Gabe durch ein Symbol am Handgelenk. Es erscheint am 13. Geburtstag. Ab diesem Moment können sie Traumwesen erschaffen und magische Welten betreten. Das erste erträumte Wesen wird dabei zu einem festen Begleiter mit einer magischen Fähigkeit.
In der Geschichte gibt es zwei Zwillingsbruderpaare, bei denen jeweils der Bruder der Gegenspieler ist – wie kamen Sie auf die Idee der stark gegensätzlichen Zwillinge?
Die Zwillingskonstellation hat eine tiefere Bedeutung, zu der ich nicht zu viel verraten darf. Mich hat es gereizt, Gegensätze nicht nur zwischen Gut und Böse zu zeigen, sondern auch innerhalb engster Beziehungen. Bei den erwachsenen Zwillingen sieht man, wie Entfremdung und falsche Entscheidungen eine Beziehung dauerhaft schädigen können. Diese Dynamik spiegelt sich bei den jüngeren Zwillingen wider - allerdings mit der Möglichkeit, rechtzeitig anders abzubiegen. So entsteht ein Kontrast zwischen dem, was passiert ist, und dem, was noch veränderbar ist.
Ihre Töchter Charlotte und Lillian waren seit den ersten Entwürfen an der Entstehung dieser Geschichte beteiligt - wie sah diese besondere Zusammenarbeit aus?
Wir haben von Beginn an vieles gemeinsam entwickelt – von Namen für die Figuren bis hin zu magischen Wesen und Welten. Vor allem Traumwesen sind oft aus gemeinsamen Gesprächen entstanden: Wie sehen sie aus, welche Fähigkeiten haben sie, wie könnten sie heißen? Gerade bei einer komplexen Buchreihe gibt es beim Schreiben Phasen, in denen man feststeckt. In solchen Momenten haben wir gemeinsam überlegt, wie sich Handlung und Logik stimmig weiterführen lassen, ohne frühere Details zu brechen.
Hat das Entwickeln der Geschichte mit Ihren Töchtern beidseitig Lust auf weitere gemeinsame Projekte geweckt?
Ja. Ich habe mit meinen Töchtern bereits mehrere Bücher realisiert – und weitere Projekte stehen in den Startlöchern. Wir arbeiten gern zusammen und genießen die gemeinsame Kreativität. Auch „Secrets of Black Manor“ wird diesen Weg weitergehen. Kürzlich haben wir erfahren, dass es einen vierten Band geben wird, und natürlich werden wir auch dafür wieder die Köpfe zusammenstecken.
Wie entwickelt man einen Plot, der eine komplette Trilogie umfasst?
Am Anfang hatte ich nur einen groben roten Faden im Kopf: wo die Geschichte startet und wo sie enden soll. Geschrieben habe ich dann erst mal nur Band 1. Mit jedem weiteren Band hat sich der Plot beim Schreiben selbst weiter ausgeformt – und dabei ist mir immer stärker bewusst geworden, wie groß und komplex die Welt geworden ist. Genau deshalb bekommt die Reihe nun einen weiteren Band – weil die Geschichte, die Welt und die Figuren mehr Raum brauchen, um ihre Tiefe zu behalten.
Warum eignet sich Fantasy Ihrer Meinung nach gut, um Kindern über komplexe Gefühle oder Konflikte zu erzählen?
Kinder gehen sehr offen an magische Geschichten heran. Fantasy schafft einen sicheren Raum, in den sie gern eintauchen und sich wohlfühlen. Wenn dort ernstere Themen auftauchen, werden sie nicht belehrend vermittelt, sondern organisch in die Geschichte eingebettet. So können Gefühle, Konflikte und innere Prozesse erzählt werden, ohne dass es wirkt, als wollte man etwas erklären. Genau das macht es für Kinder leichter, komplexe Themen anzunehmen.
Was macht für Sie Figuren aus, mit denen Kinder mitfühlen können?
Kinder fühlen sehr genau, ob ein Charakter „echt“ ist. Deshalb sind meine Figuren ambivalent: Es gibt kein reines Schwarz oder Weiß. Zweifel, Angst oder Unsicherheit gehören genauso dazu wie Freund:innen, Mut oder Hoffnung. Auch Rollen wie der "Auserwählte" werden nicht einfach akzeptiert, sondern hinterfragt. Selbst Gegenspieler:innen haben Gründe für ihr Handeln. Meine Figuren verhalten sich menschlich – mit allen Gefühlen und inneren Konflikten. Gerade wenn reale Themen wie familiäre Probleme, Freundschaften oder Ausgrenzung mitschwingen, entsteht so für Kinder echte Nähe und Identifikation.
MARISA HART
(geb. 1986) stammt aus Kiel und lebt
heute gemeinsam mit ihren vier Kindern
in Schönberg an der Ostsee - dort,
wo andere Urlaub machen. Zwischen
Familienleben, Schreiben und kreativen
Projekten ist ihr Alltag bunt und bewegt.
Als mehrfache SPIEGEL-Bestsellerautorin
ist sie dankbar, Bücher schreiben zu
dürfen - und manche sogar gemeinsam
mit ihren Töchtern.
Großes Fantasy-Abenteuer

Buch (gebunden)
Den 13-jährigen Luca und Will
Gray, der im geheimnisvollen
Herrenhaus Black Manor lebt,
verbindet eine seltene Gabe: Die
magischen Wesen, von denen
sie nachts träumen, werden real!
Doch ihre Welt wird von einem
Feind bedroht, der sich zum Herrscher
über Traum und Wirklichkeit
aufschwingen will.












