Enterprise 2.0

Planung, Einführung und erfolgreicher Einsatz von Social Software in Unternehmen.
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Die Verwendung von Web 2.0-Techniken und entsprechenden Werkzeugen birgt großes Potential für ein Unternehmen. Dieses Potential aufzuzeigen und nutzbar zu machen ist das Ziel des vorliegenden Buches. Nach einer Einführung in die Thematik werden die

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Produktdetails

Titel: Enterprise 2.0
Autor/en: Michael Koch, Alexander Richter

EAN: 9783486593648
Format:  PDF ohne DRM
Planung, Einführung und erfolgreicher Einsatz von Social Software in Unternehmen.
Gruyter, Walter de GmbH

16. Dezember 2009 - pdf eBook - 275 Seiten

Beschreibung

Die Verwendung von Web 2.0-Techniken und entsprechenden Werkzeugen birgt großes Potential für ein Unternehmen. Dieses Potential aufzuzeigen und nutzbar zu machen ist das Ziel des vorliegenden Buches. Nach einer Einführung in die Thematik werden die wichtigsten Softwaregattungen und deren Anwendungsfelder im betrieblichen Umfeld vorgestellt. Die Beschreibungen sind dabei jeweils mit Beispielen und Handlungsleitfäden illustriert. Fallstudien aus 15 Organisationen unterstützen den Leser dabei sich einen Überblick zu verschaffen oder sich Anregungen zu holen wie man ganz konkrete Szenarien - z.B. Teamarbeit oder Informationsmanagement - im Unternehmen unterstützen kann. Nach einer ausführlichen Diskussion der wichtigsten Herausforderungen beim Einsatz von Social Software wird das Buch mit einer Diskussion neuer Konzepte wie Semantic Web, Virtuelle Welten und Ubiquitäre Benutzungsschnittstellen abgerundet.

Inhaltsverzeichnis

1;Inhalt;6 2;Geleitwort;8 3;Vorwort zur zweiten Auflage;10 4;Vorwort zur ersten Auflage;14 5;1 Web 2.0, Social Software und Groupware;18 5.1;1.1 Web 2.0;18 5.2;1.2 Benutzer und Technologien im Web 2.0;22 5.3;1.3 Social Software;28 5.4;1.4 Enterprise 2.0 Social Software im Unternehmen;32 5.5;1.5 CSCW und Groupware;33 5.6;1.6 Was dieses Buch nicht will;37 6;2 Anwendungsklassen;40 6.1;2.1 Weblogs und Microblogs;40 6.2;2.2 Wikis und Gruppeneditoren;54 6.3;2.3 Social Tagging;63 6.4;2.4 Social Networking Services;70 6.5;2.5 Instant Communication;84 7;3 Anwendungsfelder für Social Software im Unternehmen;92 7.1;3.1 Gemeinsames Erstellen von Dokumenten oder Produkten ( in Teams);95 7.2;3.2 Kontaktmanagement und Expertensuche;104 7.3;3.3 Wissensverbreitung;113 7.4;3.4 Wissenserhaltung/Corporate Memory;132 7.5;3.5 Koordination und Informationstransparenz;140 7.6;3.6 Fazit;153 8;4 Allgemeine Herausforderungen bei Enterprise 2.0;156 8.1;4.1 Motivation, Aufwand und Nutzen, Benutzbarkeit und Kooperationsbereitschaft;157 8.2;4.2 Konkurrenz zu etablierten Medien rationale Medienwahl;176 8.3;4.3 Change Management und Partizipative Gestaltung;182 8.4;4.4 Datensicherheit, Datenschutz und Privatsphäre;191 8.5;4.5 Produktivität und Return on Investment;196 8.6;4.6 Mehrsprachigkeit;200 8.7;4.7 Fazit;204 9;5 Ausblick Und was noch?;206 9.1;5.1 Social Commerce;207 9.2;5.2 Web 3.0 und Semantic Web?;217 9.3;5.3 Virtuelle Welten und 3D-Benutzungs-schnittstellen;223 9.4;5.4 Ubiquitäre Benutzungsschnittstellen;230 10;Literatur;242 11;Abkürzungen;256 12;Glossar;260 13;Index;272


Leseprobe

1 Web 2.0, Social Software und Groupware (S. 1-2)

Nachdem bereits im Jahr 1982 der PC (Personal Computer) vom Time-Magazin als „Person of the Year“ ausgezeichnet worden war, wurde diese Ehre Ende des Jahres 2006 dem Web 2.0 zu Teil. Den Time-Autoren gelang es, eine der Devisen des Web 2.0 in den Titel zu integrieren. Ausgezeichnet wurde: „You“. Damit ist jeder Benutzer gemeint, der sich über Weblogs, Wikis oder anderweitig im World Wide Web (WWW) einbringt. Denn im Web 2.0 ist der Benutzer längst nicht mehr nur noch Konsument, er selbst wird zum Gestalter, indem er Inhalte bereitstellt. Das in diesem Zusammenhang oft genannte Schlagwort lautet „participation“ – Partizipation oder Beteiligung (der Benutzer) – bzw. „user generated content“ (benutzergenerierte Inhalte).

Während das Thema Web 2.0 im öffentlichen Internet schnell großen Zuspruch fand, hinken Unternehmen noch etwas hinterher, die neuen Konzepte für die Verbesserung der Unternehmenskommunikation und der Zusammenarbeit im Unternehmen einzusetzen. Die Unterstützung für verteilte Zusammenarbeit und Wissensmanagement in Unternehmen besteht vielfach immer noch aus endlosen E-Mails, geplanten Telefonkonferenzen und eventuell noch wenig strukturierten gemeinsamen Projektlaufwerken oder Teamräumen. Dabei zeigen erste vergleichende Beispiele wie bei Siemens (siehe hierzu auch Abschnitt 4.1.1), dass Konzepte des Web 2.0 (konkret: Mitarbeiterweblogs) in einigen Bereichen „klassischen“ Mitteln des Wissensmanagements überlegen sind.

Mit diesem Buch wollen wir einen Beitrag dazu leisten, den Schleier über den Buzzwords etwas zu heben und klar zu machen, wie Social Software im internen Unternehmenseinsatz genutzt werden kann und was dabei beachtet werden sollte. In diesem einführenden Kapitel werden wir zuerst
die zentralen Begriffe des Bereichs erklären und in Verbindung zueinander bringen, um dem Leser ein zusammenhängendes Verständnis zu ermöglichen. Konkret sind dies: „Web 2.0“, „Social Software“, „Enterprise 2.0“ und „CSCW / Groupware“.

1.1 Web 2.0

Lassen Sie uns diesen Abschnitt mit einer kleinen Zeitreise beginnen: Wir schreiben das Jahr 2000. Clemens Brunner hat vor kurzem eine ISDN-Karte in seinen Pentium I eingebaut und ist dabei eine neue Welt zu entdecken: Das Internet. Clemens hat Glück: Noch ist ISDN nicht Standard in Deutschland und manch anderer der das Internet entdecken will, muss auf ein Modem und bestenfalls 56 Kilobit/Sekunde Bandbreite zurückgreifen. Wenige Monate später ist Clemens der erste in seinem Freundeskreis, der eine eigene Website sein eigen nennen darf. Begeistert und stolz zeigt er seine „Homepage“ herum und erzählt vom Aufwand der nötig war, bis nun alles funktioniert hat. Viele seiner Freunde sind beeindruckt, dass Clemens es geschafft hat in das nebulöse World Wide Web (WWW) vorzudringen und wollen nun auch „surfen lernen“. Schnitt. Inzwischen sind einige Jahre vergangen. Internet haben „heißt“ jetzt nicht mehr ISDN sondern DSL. Um eine 3 Megabyte große Datei herunterzuladen braucht Clemens jetzt nicht mehr sieben Minuten, sondern höchstens eine. Ein Großteil der deutschen Bevölkerung kann die Frage „Bist Du schon drin?“ mit einem klaren „Ja!“ beantworten und viele dieser Personen haben einen erfolgreichen Einkauf auch schon mit den Worten „3, 2, 1, meins“ abgeschlossen. Aber ganz nebenbei verändert sich etwas anderes: Nicht mehr nur IT-affine Menschen wie Clemens Brunner beteiligen sich aktiv am WWW. Auch für unbedarfte Benutzer ist es erstaunlich einfach geworden, eigene Fotos, Videos un
d Tagebucheinträge zu veröffentlichen oder bereits veröffentlichte Inhalte zu kommentieren. Um auch wirklich jedem Benutzer den Eintritt in die neue Web-Welt zu erleichtern, werden neue Techniken wie Ajax (Asynchronous JavaScript and XML) oder RSS (Really Simple Syndication) eingesetzt. Einerseits lassen diese das Web dynamischer werden und sorgen andererseits dafür, dass die Anwendungen benutzbarer werden (Stichwort: Usability). Die klassischen Vorteile einer Desktop-Anwendung wie z.B. besseres Laufzeitverhalten oder höherer Benutzungskomfort gelten dank der zunehmenden Bandbreite und oben genannter Techniken (die diese Bandbreiten ausnutzen) nun großenteils auch für Web-Anwendungen. Der Begriff „Webtop“ ist geboren. Dabei handelt es sich um ein sog. Kofferwort (aus Web und Desktop) das betonen soll, dass die Web-Anwendungen zunehmend Desktop- Anwendungen gleichen.

Zusätzlich haben es zwei junge Amerikaner innerhalb weniger Jahre geschafft, einen neuen Begriff in den deutschen Duden zu katapultieren: „Googeln“. Larry Page und Sergey Brin haben eine Suchmaschine entwickelt, die sich auf das wesentliche konzentriert: Die Suche. Damit war auch die Grundlage dafür gelegt, dass Inhalte, die von „normalen“ Benutzern des Web z.B. in Weblogs veröffentlicht werden, von anderen Benutzern gefunden werden können. Mit der Suchmaschine und den darauf aufbauenden Zusatzdiensten zeigt Google auch eindrucksvoll, dass „weniger oft mehr ist“. So stellt Google den Nutzern nur diejenigen Funktionen zur Verfügung, die sie benötigen und hat mit diesem Prinzip inzwischen viele Nachahmer gefunden. Das Prinzip heißt: „Focus on Simplicity“.


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