Peter Schneider wurde 1940 in Lübeck geboren und wuchs in Freiburg auf, wo er sein Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie aufnahm. Im Bundestagswahlkampf von 1965 schrieb er Reden für SPD-Politiker. 1967/68 avancierte Schneider zu einem der Wortführer der 68er-Bewegung. Er beendete seine Ausbildung 1972 in Berlin. 1973 Berufsverbot als Referendar.
Er schrieb Erzählungen, Romane, Drehbücher und Reportagen sowie Essays und Reden, die in pointierter Weise zu den politischen und ideologischen Fragen seiner Zeit Stellung bezogen. Zu seinen wichtigsten Werken zählen Lenz, 1973; Wiederveröffentlichung im Frühjahr 2008 als KiWi 1032, Schon bist du ein Verfassungsfeind, 1975, Der Mauerspringer, 1982; die englische Ausgabe wurde 2005 als Penguin Modern Classic wiederveröffentlicht, Vati, 1987, Paarungen, 1992, Eduards Heimkehr, 1999, Und wenn wir nur eine Stunde gewinnen, 2001 und Skylla, 2005. Seit 1985 unterrichtet Peter Schneider als Gastdozent an amerikanischen Universitäten, unter anderem in Stanford, Princeton und Harvard; seit 1996 lehrt er als Writer in Residence an der Georgetown University in Washington D.C.