Gefühlvoll, spannend und berührend: Ein starker Roman über Verlust, Wahrheit, Familie und einen neuen Anfang.
Ein Wiederlesen kann manchmal überraschend sein, weil eine Geschichte beim zweiten Mal nicht leiser wird, sondern tiefer."Ein Leuchten im Sturm" hat mir auch nach längerer Zeit wieder richtig gut gefallen. Nora Roberts verbindet hier auf sehr stimmige Weise emotionale Tiefe, familiären Zusammenhalt und eine Spannung, die sich eher ruhig aufbaut, dadurch aber umso wirkungsvoller bleibt. Gerade Shelby als Hauptfigur fand ich sehr gelungen, weil ihr Weg von Verlust, Unsicherheit und schmerzhaften Erkenntnissen geprägt ist, sie dabei aber nie ihre innere Stärke verliert.Besonders gefallen hat mir, wie wichtig die Familie in dieser Geschichte ist. Dieser Rückhalt verleiht dem Roman sehr viel Wärme und macht viele Szenen noch berührender. Gleichzeitig liegt über allem ein Spannungsbogen, weil Shelby nicht nur versucht, ihr Leben neu zu ordnen, sondern sich auch mit Wahrheiten auseinandersetzen muss, die ihre Vergangenheit in ein anderes Licht rücken.Vor allem gegen Ende hat mich die Geschichte noch einmal besonders gepackt. Die Entwicklungen wirkten spannend und stimmig aufgebaut, und die Auflösung konnte mich tatsächlich überraschen, was mir sehr gefallen hat. Genau diese Verbindung aus Gefühl, leiser Spannung und zwischenmenschlicher Nähe macht den Roman für mich so lesenswert.Nora Roberts zeigt auch hier wieder, wie gut sie Figuren erschaffen kann, die man gerne begleitet. Auch als Re-Read hat das Buch für mich wunderbar funktioniert, weil es nicht nur durch den Plot trägt, sondern auch durch die Atmosphäre und die emotionale Glaubwürdigkeit. Für mich ist "Ein Leuchten im Sturm" eine berührende und fesselnde Geschichte über Verlust, Wahrheit, Familie und einen mutigen Neuanfang.