Eine Buch das einem das Herz in den ersten Seiten direkt bricht
Wie die Erde um die Sonne von Brittainy C. Cherry ist wieder eines dieser Bücher, das dich schon nach wenigen Seiten emotional erwischt . Es geht um zwei Menschen, die sich in einer Phase begegnen, in der das Leben nicht gerade zimperlich mit ihnen umgeht. Beide tragen ihre eigenen Wunden, beide suchen Halt, und ihre Wege kreuzen sich genau in dem Moment, in dem sie ihn am dringendsten brauchen. Mehr verrate ich nicht, aber so viel: Es ist eine Story über Mut, Verletzlichkeit und das Lernen, sich selbst nicht kleiner zu machen, als man ist.Und jetzt mal ehrlich... wie macht Brittainy das bloß? Ich war kurz vorm Weinen - und das schon auf Seite 13 ¿. Wie immer startet sie mit einer emotionalen Wucht, die sofort mitten ins Herz geht. Sie bricht es einem und setzt es trotzdem wieder zusammen. Manchmal ist das Schicksal einfach ein Arschloch, manchmal verbringt man seine Zeit mit der falschen Person. Und genau das zeigt das Buch wunderschön: Man darf das erkennen und daran wachsen - gern auch mit jemand anderem an seiner Seite.Besonders lieb gewonnen habe ich Graham. Ich musste immer wieder lächeln, weil er so unbeholfen und gleichzeitig direkt ist. Seine Ehrlichkeit überfordert ihn manchmal selbst, und oft merkt er gar nicht, wie seine Worte bei anderen ankommen. Aber gerade das macht ihn so authentisch. Und einer der schönsten Gedanken des Buches ist für mich: "Du bist nicht zu viel." Dieser Satz hat mich persönlich sehr berührt, weil ich viele Erfahrungen aus dem Buch nachempfinden konnte. Brittainy trifft einfach wieder voll ins Herz - sie hat ein Talent dafür, Emotionen messerscharf einzufangen.Einen kleinen Abzug gibt's trotzdem: Manche Entwicklungen passieren mir zu schnell, und an manchen Stellen war mir die Konstellation der Charaktere etwas... sagen wir mal "eng gestrickt" ¿¿. Sowas passiert sicher auch im echten Leben, ist aber einfach nicht ganz meine Welt.Trotzdem: Ein sehr emotionales, warmes und berührendes Buch, das einen nachdenklich zurücklässt - und gleichzeitig daran erinnert, dass man niemals "zu viel" ist.