Der Einstieg in dieses Buch war für mich ungewohnt. Obwohl mir die Erzählerperspektive aus vielen anderen Geschichten sehr vertraut ist, hat sie mich hier zunächst richtig gefordert. Die Erzählung beginnt mit geschichtlichem Hintergrund, dem Untergang der Lusitania. Solche geschichtlichen Fakten bringen mich immer dazu, selbst im Internet darüber zu recherchieren. Wir erfahren wie Henry W. Wiley mit einer Figur der Schicksalsgöttinnen über den Atlantik von New York nach England reisen will, um dort nach der nächsten Figur zu suchen. Während des Untergangs wird die Figur aber gestohlen und der überlebende Dieb, geläutert durch dieses Erlebnis, gibt sie über Generationen in seiner Familie weiter, bis wir im Jahr 2002 ankommen, wo die Handlung beginnt.Dort sucht Malachi Sullivan, Nachfahre des Diebs und einer der drei Sullivan Geschwister, zunächst Dr. Tia Marsh auf, die Ururenkelin von Henry W. Wyley um sie über die Silberparzen auszufragen. Nur begeistert ihn diese Frau so, das das Schicksal andere Pläne für sie bereithält. Nach anfänglichen Lügen über seine Identität und wahren Absichten, würde man denken, die beiden haben keine Chance, und doch finden sie wieder zu einander, nachdem Gideon, Mal's Bruder vor Tias's Tür auftaucht. Er und Cleo, die ebenfalls mit den Schicksalsgöttinnen in Verbindung steht, wurden quer durch Europa, von der Person die ebenfalls die Parzen sucht, gejagt. Als auch noch Rebecca, die Schwester der Jungs in New York landet, mit Jack, der sein eigenes Interesse an den Figuren hat, beginnt die Geschichte endlich interessant zu werden.Ich fand den Found Family Trope sehr gut in der Geschichte umgesetzt. Tia, die anfänglich als schüchtern und Hypochonder beschrieben wird, entwickelt sich durch die Sullivans, Jack und Cleo zu einer starken selbstbewussten Persönlichkeit.Am meisten hat mich aber die taffe Cleo beeindruckt. Nicht nur das sie einen Spruch oder eine humorvolle Aktion nach der anderen bringt, zeigt sie auch wie verletzlich sie ist. Die anderen vier Hauptcharaktere stechen da leider nicht so sehr raus, wie diese beiden, was aber weniger eine Rolle spielt.Die Spannung kommt nicht zu kurz, da neben den Figuren noch eine weitere Partei hinter den Statuen her ist und die Handlungen immer wieder antreibt. Fazit:Wer eine spannende Schatzsuche mit historischem Hintergrund und leisen Gefühlen mag, wird hier fündig. Für mich war es nicht der beste Roman von Nora Roberts, hat mich aber trotzdem gut unterhalten.