John Niven beweist mit "Die F*ck-it-Liste" einmal mehr, dass er wie kaum ein anderer bitterböse Gesellschaftskritik mit rasantem Erzähltempo verbinden kann. Der Roman ist ein Krimi, der sich nicht damit zufriedengibt, nur spannend zu sein - er ist zugleich scharfzüngig, politisch, wütend und überraschend emotional.Niven zeichnet eine Zukunft der USA, die erschreckend nah wirkt, und schafft es, diese dystopische Welt mit einer Mischung aus schwarzem Humor und pointierten Beobachtungen zum Leben zu erwecken. Die Figuren sind kantig, fehlerhaft und dadurch unglaublich glaubwürdig. Besonders beeindruckend ist, wie der Autor es schafft, moralische Grauzonen auszuleuchten, ohne je belehrend zu wirken.Der Plot selbst ist temporeich, clever konstruiert und voller Wendungen, die einen immer wieder neu packen. Trotz der Härte des Themas bleibt der Roman unterhaltsam, manchmal sogar komisch - ein typischer Niven eben, der seine Leserinnen und Leser gleichzeitig zum Lachen, Nachdenken und Kopfschütteln bringt."Die F*ck-it-Liste" ist ein Krimi, der weit über das Genre hinausgeht: provokant, relevant und mitreißend erzählt. Wer intelligente Spannung mit Haltung sucht, liegt hier goldrichtig.