
Augsburg 1523: Zwischen Pest, Armut und Aberglaube kämpft eine Familie um ihre Ehre - und ein dunkler Schwur fordert seinen Preis.
Die Fugger regieren mit Gold, doch auf den Straßen von Augsburg herrschen Hunger, Krankheit und Angst. Eva Neher, Zimmermannsfrau, steht vor dem Nichts: Ihr Mann schwebt in Lebensgefahr, die Zunft wendet sich ab, und der Aberglaube der Stadt schürt Hass. Als Eva einen geheimen Pakt eingeht, um Joss zu retten, ahnt sie nicht, wie tief der Preis sein wird. Bald ist ihre Familie geächtet - verfolgt von Flüchen, Misstrauen und dem Schatten des Scharfrichters.
Zwischen den engen Gassen, dem brodelnden Markt und der erbarmungslosen Macht der Zünfte entfaltet sich ein packender Historienroman, der das Leben der einfachen Leute in der Renaissance mit allen Sinnen spürbar macht. Die Fuggerei - eine neue Stadt in der Stadt - verspricht Hoffnung, doch auch hier sind die Wunden tief. Misstrauen, Verrat und die ständige Angst vor dem sozialen Absturz bestimmen den Alltag.
Peter Dempf fängt die raue Atmosphäre einer Zeit ein, in der ein falsches Wort tödlich sein kann. Wer historische Romane schätzt, wird in diesem Roman das pralle, gefährliche Leben der frühen Neuzeit erleben - voller Intrigen, echter Not und einem Hauch von Rebellion.