Dystopisches Science-Fiction Abenteuer
Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven, begleitet jedoch hauptsächlich die Protagonistin Kaja. Gemeinsam mit tausenden Menschen lebt sie im Holovit, einer digitalen Illusion, während ihr Körper in der Arche, einem unterirdischen Bunker, der Schutz vor den lebensbedrohlichen Bedingungen der Erdoberfläche bietet, am Leben gehalten wird. Als sie beginnt, ihre Lebensweise zu hinterfragen, gerät sie in große Gefahr, da sowohl ihre Familie als auch ihre beste Freundin zu den Unterstützern des Rates gehören.Kaja ist intelligent und clever. Sie hinterfragt Dinge kritisch und trifft kluge Entscheidungen, sodass es sehr spannend ist, durch ihre Augen eine unglaublich Verschwörung innerhalb des Holovit und der Arche aufzudecken. Durch die Perspektivwechsel und zusätzliche Einschübe aus der Chronik der Arche sowie Zeitungsartikeln erfährt man zudem teilweise vor der Protagonistin weitere Hintergründe zum Geschehen, was die Handlung meiner Meinung nach noch aufregender macht, da ich immer gehofft habe, dass Katja kein dümmer Fehler unterläuft.Trotz der vielen technischen Begriffe und Erfindungen fiel es mir leicht, den Überblick zu behalten, da diese ausreichend erklärt werden.Die Handlung ist temporeich, aber nicht actiongeladen. Ein bisschen schade fand ich jedoch, dass die Liebesgeschichte der Protagonistin (die sehr plötzlich entsteht) zum Ende hin zu ihrer Hauptmotivation wird. Ich fand die Geschichte sehr spannend. Obwohl sie wenig neue Ideen nutzt, konnte die detaillierte und gut durchdachte Umsetzung mich in ihren Bann ziehen.