Außergewöhnlich gut geschrieben
Micaela Vargas ist eine schwedische Polizistin, die zum ersten Mal an einer Mordermittlung beteiligt ist. Von ihren männlichen Kollegen erfährt sie wenig Wertschätzung und wird von ihnen vor allem unterschätzt.Sie trifft auf den renommierten Professor Hans Rekke. Er ist eine äußerst spannende, teils widersprüchliche Person. Er ist manisch-depressiv und schluckt so ziemlich jedes Medikament in beliebiger Menge, dass ihm zur Verfügung steht. Er kann anhand von den kleinsten Details und Körperhaltungen Zusammenhänge erkennen. Das ist nicht nur für den Leser, sondern auch für Micaela sehr beeindruckend. Die beiden verbringen viel Zeit zusammen und so tun sie sich gegenseitig gut. Sie ermitteln gemeinsam. Es ist spürbar, dass Micaela von Rekke lernt. So setzt auch sie sich im Laufe der Story mit immer mehr zunächst unbedeutend erscheinenden Details auseinander und schreckt auch nicht davor zurück, als sowohl ihr Chef als auch das Außenministerium sie von der Ermittlung abzuhalten versuchen.Besonders gefallen hat mir die Figur Hans Rekke. Sein Intellekt und seine "Gabe" sind faszinierend. Außerdem wird am Ende der nächste Fall für die zwei angeteasert. Den möchte ich unbedingt auch lesen.