Vor einiger Zeit las ich den 2. Band dieser Reihe, den ich eigentlich "ganz nett" fand. Doch dieses Buch hier hat mich irgendwie ratlos zurück gelassen.Handlung:Felix Faber kommt nach Gran Canaria, um als deutscher Auswanderer dort Mitarbeiter einer gaaaanz hippen Zeitung zu werden. Das perfekte Spanisch, was er als Redakteur sicher braucht, hat er sich in einem Crashkurs in Windeseile angeeignet, nun gut, so etwas mag es geben.Kaum auf der Insel angekommen, stößt er direkt auf die dunklen Seiten des Ferienparadieses - eine ultrarechte Gruppierung nimmt die Redaktion ins Visier, am Rande spielen Flüchtlingsprobleme eine Rolle und schließlich geschieht ein Mord.Unbedarft und neugierig will Felix mehr erfahren und eckt damit nicht nur bei seinen Kollegen, sondern auch bei der ermittelnden Inspectora Ana Montero an. Dennoch gelingt es diesem Tausendsassa auch noch, undercover als Deutschlehrer an der Schule des Mordopfers unterzukommen.Ana wiederum ist auch eine sperrige Protagonistin. Strafversetzt aus Madrid liebt sie schnelle Fahrten mit ihrem BMW und zieht schon mal gern einen Joint durch. Dafür vergisst sie bei heiklen Einsätzen aber des öfteren ihre Dienstwaffe und Handschellen...Die Frauen im Buch sind durchweg sehr attraktiv und verführerisch gekleidet, und es gibt einen "Schurken", der in den Zwischenkapiteln seine Gedanken preisgibt. Er verkörpert sämtliche Klischees des Bösen: ein Bauunternehmer, der mit Schutzgeld, Bestechung von Beamten und ähnlichen Machenschaften vorankommt und dem man rechtlich nicht beikommen kann.Die meisten Protagonisten dieses Krimis sind ziemlich plakativ und stereotyp dargestellt. Der Schreibstil ist unkompliziert und lässt sich leicht lesen, und die Handlung ist durchaus unterhaltsam.Doch - das Buch ist zu Ende, und mehr als ein loses Ende lässt den Leser ratlos zurück. Da ich den zweiten Teil bereits gelesen habe, kann ich mit Sicherheit sagen, dass auf den Fall des ersten Bands überhaupt nicht eingegangen wird.Trotz des durchaus angenehmen kanarischen Flairs, das der Autor vor allem durch das Einstreuen kanarischer Begriffe und Redewendungen erzeugt, und trotz des guten Leseflusses kann ich diesen Krimi nicht empfehlen - nicht einmal als Urlaubslektüre.