Spannender Reihenstart mit starken Charakteren und überraschender Auflösung.
Inhalt:Cassie ist Profilerin und erkennt Dinge, die anderen entgehen. Innerhalb kürzester Zeit durchschaut sie Menschen und ihre Motive. Als sie plötzlich die Möglichkeit bekommt, an einem geheimen Programm teilzunehmen, verändert sich ihr Leben schlagartig. An der Cold Case Academy trifft sie auf weitere Jugendliche mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Gemeinsam werden sie an echte Ermittlungsarbeit herangeführt und sollen ungelöste Fälle analysieren. Doch je tiefer Cassie und die anderen in die Materie eintauchen, desto deutlicher wird, dass es nicht nur um alte Akten und Theorie geht. Eigene Meinung:Auch beim zweiten Lesen hat mich das Buch wieder gepackt. Ich habe mittlerweile die weiteren Teile zu Hause und konnte mich nicht mehr an alles erinnern, deshalb war es umso spannender, erneut in diese Welt einzutauchen. Jennifer Lynn Barnes schafft es einfach, einen sehr guten Lesefluss zu erzeugen. Der Schreibstil ist angenehm und zieht einen schnell in die Handlung hinein.Man merkt allerdings auch, dass Band 1 vor allem dafür da ist, das Fundament zu legen. Es gibt ein paar Stellen, die sich etwas ziehen, weil viel erklärt und eingeführt wird. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Kennenlernen: Wie funktioniert die Academy, wer sind die Teilnehmer, welche Rollen haben die Lehrkräfte und wie läuft das Ganze überhaupt ab. Das fand ich nicht schlecht, weil es die Atmosphäre gut aufbaut, aber es war eben an manchen Punkten etwas ausführlicher, als ich es gebraucht hätte.Was mich dafür total überzeugt hat, sind die Charaktere. Sie wirken nicht wie austauschbare Figuren, sondern wie echte Persönlichkeiten. Jeder bekommt seine eigenen Ecken, Kanten und Eigenheiten, und genau das macht die Dynamik in der Gruppe so interessant. Man merkt, dass hier unterschiedliche Talente, Sichtweisen und auch Hintergründe aufeinandertreffen. Dadurch entsteht Spannung nicht nur durch den Fall, sondern auch durch das Miteinander.Der Kriminalfall selbst hat mir richtig gut gefallen. Ich mochte es, wie man Schritt für Schritt mitgenommen wird, wie Hinweise bewertet werden und wie sich nach und nach ein Bild zusammensetzt. Die Auflösung war für mich überraschend, weil sie sich zwar im Nachhinein schlüssig anfühlt, ich sie aber beim Lesen nicht kommen gesehen habe. Fazit:Cold Case Academy - Ein mörderisches Spiel ist ein spannender Reihenauftakt mit einer starken Grundidee, gut ausgearbeiteten Figuren und einem Fall, der mich wirklich überrascht hat. Auch wenn es zwischendurch ein paar Längen gibt, lohnt sich das Dranbleiben, weil die Atmosphäre stimmt und die Reihe viel Potenzial hat.