Hundefans, Liebhaber von Pupswitzen und von peinlichen Situationen werden ihren Spass haben!
In das Haus gegenüber von Nellys daheim zieht ein etwas kurioses Paar: Berta, kugelrund und mit Cowboy-Outfit, und Elmar, ihr Schottland-besessener Partner mit Kilt und langem Pferdeschwanz. Und die beiden haben einen flauschigen Pudelhund! Klar, dass Nelly mit ihrem Hund Düse sofort vorbeischaut. Ohne Berührungängste schlägt sie Elmar und Berta vor, ihre Hündin Cinderella auszuführen, solange sie sich einrichten. Zu Nelly Leidwesen kommt Max aus der Nachbarschaft gerade vorbei. Er geht mit Nelly in eine Klasse, aber mögen tut sie ihn deswegen nicht. Er will sich Nelly gerne beim Gassi gehen anschliessen. Grummlig stimmt Nelly zu.Zu Hause erleben wir auch Nellys Halbschwester Sophie, die älter ist und sich nur für Smartphone-Selfies und ihren Freund Tom interessiert. Nelly erzählt Max nicht ohne Stolz, dass Sophie nie pupsen muss. Max sagt, sie sei ein Weltwunder und so geht dann auch eine witzige Diskussion rund ums Pupsen los. Am Ende erzählt Nelly sogar Soohies Freund Tom von ihrer Theorie, nivht ohne peinliche Andeutungen!Am nächsten Tag taucht Bertas Halbbruder aus Amerika auf: Chuck. Er ist vor allem an Cinderella interessiert und will sie auf Pudelshows in Amerika auftreten lassen. Berta will ihrem Bruder das nicht abschlagen, aber Elmar, Max und Nelly trauen ihm nicht. Sie denken, Chuck wird Cinderella nicht zurückgeben. Als Nelly und Max mit Düse und Cinderella Gassi gehen, streicht Cinderella an einem frisch gestrichenen Zaun entlang und ihr Fell ist braun! Die Kinder versuchen alles, um die Farbe tauszuwaschen und greifen am Schluss zur Schere und sogar Sophies Epilierer, bis Cinderella auf keinen Fall mehr auf Shows auftreten kann. Am Schluss kommt die Katastrophe doch raus und Chuck reist ohne Cinderella und wutentbrannt ab. Nelly, Max, Düse und Elmar trösten Berta und besiegeln so eine wunderbare Nachbarschaft.***********Meine Meinung:Ich habe das Buch mit meiner fast 5-jährigen Tochter gelesen und sie war begeistert dabei, obwohl sie normalerweise eher Angst vor Hunden hat. Die tollen Illustrationen haben ihr sehr gefallen, mir auch. Die Kapitellänge ist angenehm, wobei wir jeden Abend meist zwei oder sogar drei Kapitel gelesen haben.Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive mit Nelly als Erzählerin geschrieben und die Sprache passt sehr gut zu einem frechen, vorwitzigen und selbstbewussten Mädchen von 7 bis 8 Jahren. Ich habe mich gefragt, warum sie Max am Anfang nicht mag, es wird nicht so ganz erläutert. Auch, wie die beiden als Freunde zusammnwachsen, ist nicht allzu deutlich, aber man bekommt es mit.Ich habe ein paar mal sehr lachen müssen, der Humor ist simpel, aber mitreissend (Hunde, die Quatsch machen, Pupswitze, Geschwister-Neckereien).Insgesamt kann ich das Buch empfehlen, sowohl zum Vorlesen als auch als Erstlesebuch ab 7. Die Sätze sind kurz und die Wortwahl passend für die Zielgruppe. Die wenigen englischen Wörter, die Chuck benutzt, werden in Fussnoten mit Aussprachhilfe erläutert.