Inhaltsangabe:Cassie Andrews ist Vollwaise und hat nun auch noch vor ein paar Jahren ihren geliebten Großvater verloren, der sie liebevoll großgezogen hat. Nun lebt sie in New York und wohnt mit ihrer Freundin Izzy in einer kleinen Wohnung. Um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitet sie in einer Buchhandlung.Eines Tages verstirbt ein Kunde in der Buchhandlung und sie erhält ein sonderbares Geschenk von ihm: Das Buch der tausend Türen. Sie weiß erst nicht, was sie damit anstellen kann, denn wirklich Text enthält das Buch nicht. Es sieht eher nach einem Notizbuch mit Kritzeleien aus.Durch Zufall entdeckt sie, dass das Buch Magie enthält. Plötzlich kann sie durch eine Tür in andere Welten gehen - zur gleichen oder auch zur vergangenen Zeit. Cassie ist fasziniert, probiert es aus und verweilt für ein paar Stunden in Europa. Ihre Freundin Izzy ahnt jedoch, dass dieses Buch auch Gefahr bedeuten kann.Drummond Fox hat das Buch der Schatten und versteckt sich und seine Bibliothek schon seit zehn vor den dunklen Mächten auf der Welt. Es gibt viele magische Bücher und einige sind in seiner Bibliothek. Zufällig entdeckt er Cassie und Izzy in New York und spricht sie an. Und schon tauchen Verfolger auf, die unbedingt das Buch der tausend Türen haben wollen, denn es ist das mächtigste unter den magischen Büchern.Es beginnt ein verzweifelter Kampf gegen das absolut Böse!Mein Fazit:Der Debütroman von Gareth Brown kann sich sehen lassen. Der Plot hört sich interessant an und ich war neugierig auf die Umsetzung der Geschichte. Bei den vielen Büchern, die neu erscheinen, ist so ein origineller Plot nicht oft zu finden.Der Anfang ist auch gut gelungen. Da verstirbt ein alter Mann in einer Buchhandlung und hinterlässt Cassie ein Buch. Und dass es Magie hat, erkennt Cassie auch schon bald. Erst reist sie in der gleichen Zeit zu anderen Orten und frischt ihre Erinnerungen auf. Das magische Buch hinterlässt jedoch Spuren und ruft weitere Buchliebhaber auf den Plan, z. B. den Bibliothekar Drummond Fox. Er ist Schotte und hat in den Highlands ein großes Anwesen, wo seine Bibliothek untergebracht ist. Allerdings sieht niemand diese, denn sie ist durch das Buch der Schatten versteckt. Es gibt verschiedene Personen, die darauf aus sind, die Bibliothek zu finden. Gerüchten zufolge sollen sich dort mehrere magische Bücher befinden.Andere Figuren lassen schnell erkennen, dass sie nichts Gutes im Schilde führen. Bei den Schilderungen musste ich das eine oder andere Mal schlucken. Wer eine gute Vorstellungskraft besitzt, wird mit einigen hässlichen Bildern konfrontiert. Aber es verdeutlicht dem Leser bzw. der Leserin die Dringlichkeit, sich dem Bösen zu stellen.Bedauerlicherweise macht der Spannungsbogen in der Mitte einen Knick. Zwischendurch war ich auf Drummond Fox wütend, weil er sich wie ein Feigling verhielt. Man sollte meinen, er hätte einen Plan zum Kampf gegen das Böse entwickelt, immerhin hatte er nicht nur die Mittel und ein starkes Motiv, sondern auch die Zeit. Nein, das müssen dann wieder die Frauen erledigen.Über die Logik mit den Zeitreisen kann man diskutieren, ein oder zwei Punkte habe ich da nicht ganz verstanden. Denn eigentlich ist es ein Zeitreise-Buch und so manche Reaktion habe ich mir unter den gegebenen Umständen irgendwie anders vorgestellt. Ich finde, da kann man schon mal ein bisschen überschnappen.Der Anfang und das Ende lassen fast keine Wünsche offen, in der Mitte fällt die Geschichte etwas ab und auch die Protagonisten sehen nicht immer gut aus. Da musste ich mich ein bisschen durchwühlen. Es ist jedoch eine Geschichte, die man sich nicht entgehen lassen sollte und für einen Debütroman ist es durchaus beachtenswert.Vier Sterne und ich spreche eine klare Empfehlung aus.