Wow Ich liebe solche Geschichten, hat was von Indianer Jones
Archäologin Dr. Socorro Mejía, genannt Corrie, kann es nicht glauben: Sie fliegt zu einer Ausgrabung in den mexikanischen Dschungel, von der sie schon ihr Leben lang träumt. Es gibt nur einen Haken, und der heißt Ford Matthews. Denn nicht Corrie, sondern ihr Erzrivale leitet die Expedition. Dabei kommt erschwerend hinzu, dass es zwischen Corrie und dem attraktiven Archäologen vor Jahren beinahe zu einem Kuss gekommen wäre. Im Camp geraten die beiden immer wieder aneinander, denn Corrie ist sich sicher: Sie graben an der falschen Stelle. Um das zu beweisen, muss sie mit Ford auf eine Erkundungstour gehen. Zu zweit in einem Zelt in der Hitze des Dschungels. Kann das gutgehen? _____________________Zu Beginn des Buches wird Corrie eingeführt, die zu einer Ausgrabung hinzugezogen wird. Was sie nicht weiß: Ford, ein alter Bekannter aus ihrer Vergangenheit, leitet das Projekt. Als sie ankommt, entsteht sofort Spannung - und nicht nur aufgrund der beruflichen Situation, sondern auch durch eine spürbare sexuelle Anziehung.Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Der Schreibstil war angenehm locker, und Corrie wirkte sofort wie eine coole, selbstbewusste Protagonistin. Schnell befindet man sich auch mitten in der Ausgrabung und trifft auf die weiteren Charaktere.Ich mochte Corrie sehr, auch wenn sie für mich nicht wirklich wie eine Frau Mitte Dreißig, sondern eher wie Anfang Zwanzig wirkte. Sie macht oft unpassende Witze, sexualisiert viele Situationen und geht mit einer gewissen Unbeschwertheit durch die Welt. Wenn es jedoch um Ausgrabungen geht, wird sie zu einer ernsthaften Expertin, die sich keinerlei Fehler erlaubt. Diese Widersprüchlichkeit fand ich etwas unpassend, aber trotzdem hat sie das Buch mit ihrer humorvollen Art bereichert.Ford ist das komplette Gegenteil von Corrie. Auch er verhält sich jedoch nicht immer seinem Alter entsprechend. Für mich wirkte er etwas zu verzweifelt und naiv, was sich auch negativ auf seine Arbeit auswirkte. Dennoch mochte ich ihn insgesamt sehr. Er zeigte seine Gefühle und brauchte zwar eine Weile, um Hilfe anzunehmen, aber irgendwann öffnete er sich.Die Handlung selbst gefiel mir gut. Es geht darum, einen geheimen Krieger zu finden. Ford hat dafür einen Auftrag erhalten, und zusammen machen sie sich auf die Suche. Anhand der Beschreibung hatte ich etwas in Richtung Indiana Jones oder The Lost City erwartet - und teilweise war es auch so. Leider kam die Ausgrabung selbst etwas zu kurz, obwohl mich dieser Teil der Geschichte sehr interessiert hätte. Es war spannend, wie Corrie auf die Idee kam, wo sie suchen sollten, was sie dabei entdeckten und wie die Ausgrabung selbst ablief. Diese Szenen waren jedoch leider eher kurz und nicht so ausführlich, wie ich es mir gewünscht hätte.Im größten Teil des Buches dreht sich alles um die Beziehung zwischen Corrie und Ford. Sie kennen sich von der Uni und waren damals ineinander verliebt. Doch aufgrund von Misskommunikation ging damals alles schief. Jetzt, Jahre später, kommen sie sich wieder näher, und zwischen ihnen gibt es jede Menge sexuelle Spannung. Ich fand es sehr gelungen, wie sich ihre Beziehung langsam wiederentwickelte - zunächst hassen sie sich, doch dann freunden sie sich wieder an. Aber leider ging mir die romantische Entwicklung irgendwann etwas zu schnell, und der Fokus lag plötzlich fast nur noch auf ihnen, was ich ein wenig schade fand.Gegen Ende gibt es dann doch noch einige überraschende Wendungen. Hier hatte ich den Indiana Jones-Moment, auf den ich die ganze Zeit gewartet hatte. Das Ende fand ich insgesamt gelungen, da die Story noch eine unerwartete Wendung nahm und alle Charaktere auf ihre Weise ihr verdientes Abschlusskapitel fanden. Nicht alle meine Fragen wurden beantwortet, aber insgesamt fühlte sich das Ende rund an. Ich gehe davon aus, dass auch in Band zwei einige der Charaktere hier wieder auftauchen werden, und es wird interessant sein zu sehen, was aus ihnen geworden ist.