Ich habe das Buch regelrecht verschlungen.
Mit dieser Mischung aus historischen und fiktiven Begebenheiten trifft es genau meinen Geschmack, und als Bonnerin interessiert mich die Geschichte dieses Markenriesen ganz besonders. Das Buch hat teilweise ein paar Längen und manche Passagen sind mir ein bisschen zu abgekürzt, aber insgesamt hat es die Beharrlichkeit von Hans Riegel und seiner Frau toll beschrieben.Es ist noch heute so, dass man auf dem Weg durch Kessenich den Lakritzgeruch in der Nase hat, und passenderweise habe ich die Stelle, an der Hans und Gertrud Silvester 1926 in der Redoute feiern, genau hundert Jahre später gelesen, nämlich Silvester 2026... Meine Großeltern sind zwar etwas jünger gewesen, sind aber auch in dieser Zeit in Bonn aufgewachsen, und so fühlte ich mich der Geschichte immer irgendwie sehr verbunden und nah. Daher fällt es mir etwas schwer, eine objektive Rezension zu schreiben.