Ein Buch über Emanzipation und Müdigkeit. Toll!
Inhalt:Night Birds sind magisch begabte Frauen, die ihre Fähigkeit durch einen Kuss verschenken können. Selbst können sie ihre Magie nicht nutzen und unendlich oft können sie ihre Magie auch nicht verschenken, diese braucht sich nach und nach auf. Doch eigentlich verbieten die Gesetze, insbesondere die Kirche die Ausübung von Magie. Denn die Hexen (denn nur Frauen können magisch begabt sein), die Magie wirken können, haben ihre Macht der Quelle gestohlen. Hinzu kommt, dass die Frauen viel zumächtig wurden.So sind es im Buch (wie auch im echten Leben) die Reichen, die sich durch einen solchen Kuss einen Vorteil erkaufen: Unsichtbarkeit, Gefühle manipulieren, Gestaltwandeln. Das sind die Fähigkeiten, welche die aktuellen 3 Night Birds Sayer, Æsa und Mathilde "verschenken" können.Leitthemen:Die Themen Emanzipation und Mündigkeit sind sehr stark vertreten und wirklich gut ausgearbeitet im Buch. Denn wir begleiten die drei Frauen, die sehr unterschiedlich in ihrem Charakter, aber auch von ihrer Herkunft sind. Besonders Mathilde als wohlbehütete Adelige muss lernen, was es bedeutet, erwachsen zu werden. Dabei fand ich angenehm, dass keine Liebesgeschichte im Fokus stand, sondern es primär um die drei jungen Frauen ging lhr oberstes Ziel war es nicht einen Mann zu finden, sondern am Leben zu bleiben und das System in Frage zu stellen.Charaktere:Die Charakter sind insgesamt toll, Haupt- und Nebenpersonen sowie Gegenspieler. Sie kommen nicht einfach aus dem leeren Raum, sondern haben einen Hintergrund, der zu ihrer jetzigen Lage geführt hat, sowie ihre Entscheidungen lenken. Sie haben außerdem Raum sich zu entwickeln. Auch wenn mich Æsa dabei t.w. in die Verzweiflung gestürzt hat, mit ihrem hin und her, gehört es auch zum Leben dazu, dass nicht einfach alles gradlinig verläuft.