Liest sich flott, ist aber nichts Besonderes.
"Die Kollegin" ist mein erster Thriller von Freida McFadden und lag seit über einem Jahr auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Der Hype um die Autorin ist groß, alle drei bis vier Monate wird ein neuer Thriller von ihr veröffentlicht. Jetzt war ich einfach neugierig, ob ich den Hype nachvollziehen kann.McFaddens Schreibstil ist temporeich und flüssig, man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Aber das liegt nicht daran, dass es so viel Gänsehaut verursacht oder dass die Figuren sympathisch sind. Ganz im Gegenteil: Ein richtiges Thriller-Erlebnis kam bei mir leider nicht auf. Der große Twist im zweiten Teil war sogar vorhersehbar, das Warum war dann aber doch eine Überraschung.Was mich am meisten wundert, ist, dass ich keinen großen Aufruhr bezüglich der Figur Dawn mitbekommen habe. Sie weist für mich eindeutig autistische Merkmale auf (ausgeprägtes Faible für Schildkröten, nimmt alles wörtlich, kann Menschen nicht in die Augen sehen, Speisen müssen einfarbig sein) und wird genau deshalb gemobbt. Niemand der anderen Figuren erkennt ihr Verhalten als das, was es ist. Das finde ich sehr merkwürdig.Insgesamt habe ich das Buch zwar schnell gelesen, der Funke ist bei mir aber nicht übergesprungen. Für den Moment reicht mir dieser erste Eindruck von Freida McFadden.