Ich finde es echt seltsam, wie es in dem Buch ein Buch gibt das von dem Buch handelt.
Chelsea und Nolan sind Erzfeinde, seitdem sie sich auf den selben Job beworben haben. Jahre später ist Chelsea in einem Verlag verantwortlich für das Verlagsprogramm und Nolan ein Agent, der immer wieder versucht Romance-Bücher an Chelsea zu vermitteln. Als sie eine Wette eingehen, entsteht daraus ungeplant eine längere Fake-Beziehung, die sie durchziehen müssen um nicht ihre Jobs zu verlieren. Doch je länger die Wette andauert, desto mehr Gefühle entstehen, die Chelsea auf keinen Fall zulassen will. Das Buch ist in jedem Kapitel gleich aufgeteilt: Der Kapitelplan steht zu Beginn, manchmal noch kommentiert, dann fängt Chelsea das Kapitel an und Nolan übernimmt und beendet es. Die Handlung wird dabei nicht doppelt erzählt, sondern fortgesetzt und man lernt beide Charaktere gut kennen. Der Schreibstil ist angenehm, allerdings war mir teilweise in Gesprächen nicht immer klar, wer gerade spricht. Teilweise erkennt man es am Ton, da Chelsea etwas aufgesetzt schnippisch ist und Nolan eher beschwichtigend und ruhig, aber nicht immer ist es klar. Die Handlung fokussiert sich auf das Fake-Dating, allerdings gibt es einen zentralen Teil, der mich wahnsinnig irritiert hat: Die Wette handelt um ein Buch und dieses Buch erzählt quasi die Geschichte im Buch. Selbst der Name der Autorin ist gleich, die Autorin hat quasi ihr Buch in ihr Buch geschrieben inklusive sich selbst. Für mich ist das tatsächlich super schräg, ich habe auch etwas gebraucht um das zu verstehen und da das Buch immer wieder erwähnt wird und so die Geschichte auf sich selbst Bezug nimmt, fand ich ein paar Dopplungen und ein paar Situationen etwas skuril. Die Lovestory ist in weiten Teilen ziemlich einseitig und vor allem Chelsea kam mir ziemlich abweisend und teilweise aufgesetzt ablehnend und schlagfertig vor. Der Funke ist bei mir nicht so ganz übergesprungen und ich war auch nicht wirklich vom großen Finale überzeugt. Insgesamt ein Buch mit ungewöhnlichem Konzept, das mich nicht überzeugen konnte.