Spannender Thriller mit starkem Setting, überraschenden Wendungen und einer Protagonistin, die man nicht mehr vergisst.
In "Hotel Ambrosia - Du entkommst nicht" von Katie Kento geht es um Robyn, die aufgrund einer chronischen Erkrankung im Rollstuhl sitzt und den Großteil ihrer Zeit in ihrer Wohnung verbringt.Direkt gegenüber befindet sich das berüchtigte Hotel Ambrosia - ein Ort, um den sich unzählige düstere Geschichten ranken. Immer wieder verschwinden dort Menschen, und es scheint, als würde dieses Hotel Geheimnisse verbergen, die besser verborgen bleiben sollten.Für Robyn wird das Hotel schnell zu einer Art Fixpunkt. Sie beobachtet die Bewohner, macht sich Notizen und verliert sich immer mehr in ihren eigenen Recherchen - bis sie eines Tages glaubt, etwas gesehen zu haben, das alles verändert.Doch war es wirklich real oder nur Einbildung?Während sie beginnt, der Sache auf den Grund zu gehen, verstrickt sie sich immer tiefer in ein Netz aus Geheimnissen - und plötzlich verschwindet auch noch jemand aus ihrem direkten Umfeld.Wenn Beobachtung zur Obsession wird - und plötzlich alles real ist<p data-end="1435" data-start="1315">Ich muss ehrlich sagen: Ich dachte am Anfang, das wird so ein typisches "Snackbook", das man einfach schnell wegliest. Aber das war es überhaupt nicht. Weggesnackt habe ich es zwar trotzdem, aber die Geschichte ist viel komplexer aufgebaut, als ich erwartet hätte. Es gibt nicht nur einen Fall, sondern mehrere Handlungsstränge, die sich nach und nach miteinander verweben. Jeder Bewohner dieses Hotels scheint seine eigene Geschichte, seine eigenen Geheimnisse zu haben - und genau das macht das Ganze so unglaublich spannend.<p data-end="1868" data-start="1804">Man ist die ganze Zeit am Miträtseln. Wirklich die ganze Zeit. Ich habe ständig überlegt: Wer steckt dahinter? Was ist echt? Was bildet sie sich vielleicht nur ein? Und genau dieses Spiel mit Wahrnehmung und Realität fand ich richtig gut gemacht.<p data-end="2318" data-start="2055">Was mir besonders gefallen hat, war die Protagonistin. Robyn ist keine "typische" Hauptfigur. Sie sitzt im Rollstuhl, ist in ihrem Alltag eingeschränkt und wirkt dadurch erstmal verletzlich - aber gleichzeitig ist sie unglaublich aufmerksam, klug und neugierig. Ich fand es sehr schön, dass dieses Thema so selbstverständlich und gleichzeitig sensibel eingebaut wurde. Auch die Dynamik zwischen ihr und der Person, die ihr hilft, den Dingen auf den Grund zu gehen, hat mir richtig gut gefallen. Da war auch ein bisschen Humor dabei, was die Geschichte zwischendurch etwas aufgelockert hat. Der Schreibstil ist sehr fesselnd. Man muss sich allerdings wirklich konzentrieren, um alles zu verstehen und die Zusammenhänge zu erkennen. Es ist definitiv kein Buch, das man einfach nebenbei liest.<p data-end="2875" data-start="2852">Und dann dieses Ende...Also wirklich - die Wendung war richtig stark. Gegen Ende hatte ich zwar ein Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, aber wie es dann letztendlich aufgelöst wurde, damit habe ich so nicht gerechnet. Vor allem, weil man zwischendurch so viele andere Personen im Verdacht hat. Ich fand auch spannend, dass neben dem Crime-Aspekt noch tiefere Themen eingebaut wurden - sowohl körperliche als auch psychologische Aspekte, die der Geschichte nochmal mehr Tiefe gegeben haben.<h2 data-end="3365" data-section-id="x8o1ad" data-start="3357">Fazit<p data-end="3602" data-is-last-node="" data-is-only-node="" data-start="3367">Ein komplexer, spannender Thriller mit einem einzigartigen Setting und überraschenden Wendungen, der mich komplett gepackt hat.<br data-start="3494" data-end="3497">Definitiv kein "Snackbook", sondern ein Buch, bei dem man mitdenken muss - und genau das macht es so gut.