Gareth Browns neuer Fantasy-Thriller beginnt mit einem Prolog, an dessen Ende die eine oder andere Frage offen bleibt, nachdem die Leser und Leserinnen in seinem Verlauf schon eine Ahnung davon bekommen, was sie von dieser Geschichte erwarten können. Der perfekte Einstieg.Zehn Jahre nach den Ereignissen im Prolog lernen wir Magda Sparks kennen. Die Schriftstellerin ist das neueste Mitglied der "Gesellschaft für magische Objekte", die sich regelmäßig im Keller des Londoner Antiquariats "Bell Street Books" trifft. Magda kennt das Antiquariat seit ihrer Kindheit, ihre Mutter Imelda hat sie oft dorthin mitgenommen. Tee und Kekse begleiten die Treffen, es herrscht eine gemütliche, fast schon anheimelnde Atmosphäre und diese weiß der Autor perfekt zu vermitteln. Mit der Gemütlichkeit ist es allerdings recht schnell vorbei, als ein neues magisches Artefakt in Hongkong auftaucht und Magda dorthin geschickt wird, um es zu finden. In jedem Gegenstand kann Magie enthalten sein, die ihren Besitzern Kräfte verleihen kann, natürlich ist Magda deshalb nicht die Einzige, die nach ihnen sucht. Ihre Jagd nach dem Artefakt führt sie von Hongkong in die USA.Die einzelnen Kapitel sind recht kurz gehalten und die häufigen Cliffhanger sind nicht der einzige Grund warum man das Buch wohl kaum aus der Hand legen konnte.Ich war zugegeben ein klein wenig besorgt ob diese Geschichte dem Debüt des Autors nicht zu sehr ähnelt. Diese Sorge war allerdings unbegründet, hier steht definitiv das Thriller Thema im Vordergrund. Während das Debüt Portale und Zeitreisen betont, steht hier eine geheime Gesellschaft und die Jagd nach magischen Objekten im Vordergrund.Der Schreibstil ist präzise und bildhaft, mit kurzen Sätzen für Actionszenen und längeren Passagen für die gemütliche Momenten. Die Dialoge wirken natürlich und treiben die Handlung voran, ohne unnötige Erklärungen oder Füllwörter. Sie passen sich perfekt den Situationen an und lassen die einzelnen Personen realistisch erscheinen, hier hat sicherlich die Übersetzerin Charlotte Lungstrass-Kapfer ein Lob verdient.Magda war mir sehr sympathisch, sie intelligent und auch die Nebencharaktere wie die Sammler sind sehr gut dargestellt, ich mochte auch den Eigentümer des Antiquariats Mr. Withers, seine Aussage das in einem Buchladen Leben herrschen soll und Kinder auch laut sein dürfen, hat sofort mein Herz erobert. " Die Gesellschaft der magischen Objekte" ist ein spannender und sehr unterhaltsamer Fantasy-Thriller, der Lust darauf macht, mehr von Gareth Brown lesen zu dürfen.