Viele Details aus der Maulbronner Klostergeschichte, eingepackt in eine durchschnittlich spannende Erzählung
Darum geht es:Tiefstes Mittelalter, 1516 im schwäbischen Maulbronn versucht Bruder Anselm das Schicksal des Zisterzienserklosters zu wenden. Dabei erlebt der gottesfürchtige Mönch so einige Abenteuer auf seinen Reisen, kämpft gegen Intrigen und muss um sein Leben fürchten.Mein Eindruck:Nach langer Zeit lese ich mal wieder einen Mittelalter-Roman. Dazu noch einen aus der näheren Gegend. Akribisch recherchierte Fakten werden mehr oder wenig leichtfüßig in die Geschichte eingebunden. Ich lerne gemeinsam mit Anselm, später Bruder Anselm, viel über das damalige Leben der Klostergemeinschaft und über die vielen Regeln des Benedicts. Das ist auf der einen Seite für mich interessant, bringt die Geschichte jedoch nicht voran.Anselm, später Bruder Anselm, geht dann im Auftrag des Abtes auf Reisen und so nimmt die Spannung zu. Trotzdem ist mir die Person Anselm nicht greifbar, teils habe ich den Eindruck, als würden verschiedenen Episoden aus seinem Leben aneinandergereiht, auch wenn ich den roten Faden durchaus sehe.Fazit:Viele Details aus der Maulbronner Klostergeschichte und den weltlichen Einflüssen sind interessant und mal mehr, mal weniger geschickt in die erzählte Geschichte eingebunden. Ich erfahre viel über das Leben damals, aber der rote Faden über das schwarze Geheimnis fesselt mich nicht bis zum Ende.Für Kloster- und Mittelalter-Liebhaber durchaus lesenswert.