Unbedingt die Vorbände Lesen, ansonsten ist man in Band 3 verloren! Rasant, mitreißend und ein unerwartetes Ende.
Ich habe Band 1 und Band 2 von Liga Lexis förmlich verschlungen. Bei Band 3 lief es etwas anders: Ich begann zu lesen, legte das Buch wieder weg und habe dann die ersten beiden Bände erneut gelesen. Ich hatte einfach zu viel vergessen, und das hohe Tempo des dritten Bandes fiel mir dadurch schwer.Nach dem Auffrischen meines Wissens kann ich aber auch für Band 3 eine klare Leseempfehlung aussprechen. Die ersten beiden Bände haben mir persönlich zwar besser gefallen, doch Band 3 bietet ein wirklich unerwartetes und großartiges Ende für die Trilogie. Teilweise war mir die Handlung etwas zu rasant, sodass ich zwischendurch kurze Pausen brauchte, um mit neuer Energie in diese fantastische Welt einzutauchen. Aber es passt zum Inhalt und der Struktur des Buches, daher denke ich, das Tempo ist gewollt.Annie hat in den drei Bänden unglaublich viel durchgemacht: Man misstraut ihr, redet sie klein, sie verliert Freunde und muss sich unzähligen Widrigkeiten stellen. All das macht sie stärker und bereitet sie auf ein Finale vor, auf das ich selbst absolut nicht vorbereitet war. Am Ende ergeben die Prologe und Epiloge der Vorbände plötzlich Sinn, was beim Lesen für einen echten Aha-Moment sorgt.In diesem Band geht es noch einmal richtig ans Eingemachte: Nach Malices Flucht aus dem Limbus herrscht großes Chaos. Bücher werden verbrannt, Migra gejagt und mittendrin stehen Annie und ihre Freunde, verzweifelt auf der Suche nach einer Lösung um Malice endgültig zu besiegen und nicht nur zurück in den Limbus zu schicken.Besonders mochte ich wieder die Dynamik zwischen Annie, Caspian, Fitz, Mac und Raj. Die Freundschaft, das Vertrauen, aber auch die Veränderungen in ihren Beziehungen sind deutlich spürbar. Auch wie Raj sich plötzlich vor seiner Großmutter zu Fitz bekennt - das fand ich so unendlich süß. Wie Mo Enders das beschrieben hat, einfach nur herzerwärmend.Die Ausflüge in andere Werke der Weltliteratur waren in allen drei Bänden ein Highlight für mich und verliehen der Geschichte ein besonderes Flair. Ebenso mochte ich, dass bekannte Buchfiguren aus den vorherigen Bänden, wie etwa Glöckchen (aus *Peter Pan*) erneut auftauchten. Sehr gefallen hat mir zudem, dass man mehr über Annies Eltern erfährt - ich liebe es, wenn solche Hintergründe nach und nach aufgedeckt werden.Bis zum Ende von *Silberhelle Welten* habe ich meiner 11-jährigen Tochter immer gesagt, dass sie die Reihe noch nicht lesen darf. Erst durch das Ende werden bestimmte Handlungen - wie der Selbstmord im Epilog von *Nachtschwarze Worte* - klarer und nachvollziehbarer. Jetzt darf sie die Trilogie ebenfalls verschlingen. ;)