Wenn die Welt Kopf steht
Benny wundert sich. Denn Opa macht komische Dinge, wie die Schuhe im Kühlschrank aufgewahren. Irgendwas stimmt nicht. Demenz schleicht sich häufig in das Leben. Manchmal selbst betroffen, manchmal auch ein geliebter Mensch. Selbst für Erwachsene ist die Krankheit oft schwer zu verstehen. Kinder stehen dabei oft vor noch größeren Herausforderungen. In diesem Buch wird altersgerecht so ein Leben aus beiden Blickwinkeln gezeigt. Ein bisschen hat es mich auch an Honig im Kopf erinnert.Allerdings ist das Buch für mich nicht nur auf dieser tragischen Ebene gelungen. Da ich mit den Büchern von Paul Maar aufgewachsen bin, kann ich schwer an Büchern vorbeigehen, die seinen Namen tragen. Umso toller fand ich dieses Familienprojekt, in dem nicht nur seine Tochter sondern auch sein Enkel mitgewirkt haben. Und gleichzeitig kam mir noch die Erkenntnis, dass die Familie Maar mit dem Theater Maßbach verbandelt ist, in dem ich vor Jahrzehnten regelmäßig mit der Schule Stücke wie Räuber Hotzenplotz gesehen habe.Für mich transportiert die Geschichte einfühlsam die Möglichkeit, auch die andere Sicht zu verstehen und sich so aufeinander zuzubewegen, um aus der unausweichlichen, unliebsamen Situation das Beste zu machen.