Ein Krimi, den ich gerne gelesen habe. Über ein Wiedersehen mit Anta und Hans würde ich mich definitiv freuen.
Inhalt: Der Tourismusunternehmer Glen Solberg wird direkt vor seinem Haus erschossen. Die Kommissare Anta Thorsen und Hans Vigeland übernehmen die Ermittlungen. Schnell stellt sich die Frage, ob ein Konkurrent aus der Tourismusbranche hinter der Tat steckt. Doch dann gibt es einen zweiten Toten und der Fall nimmt eine neue Wendung.Mein Leseeindruck: Das Buch entführt uns hoch in den Norden, ins norwegische Tromsø. Über dem verschneiten und kalten Land leuchten die Polarlichter in schillernden Farben. Die atmosphärischen Beschreibungen haben mir ausgesprochen gut gefallen. Auch die Einblicke in den Tourismus vor Ort sowie in die Kultur der Sami empfand ich als bereichernd und interessant in die Handlung eingebunden.Die beiden Kommissare sind nicht wirklich sympathisch, aber vielschichtige und eigenwillige Figuren. Anta flüchtet sich regelrecht in eine Sportsucht, um ihren emotionalen Problemen aus dem Weg zu gehen. Hans hingegen zeigt autistische Züge und ist zugleich auf der Suche nach seinen eigenen Wurzeln. Gerade diese Gegensätze machen das Ermittlerduo spannend. Auch die Nebenfiguren sind gelungen gezeichnet, besonders Thida ist mir im Gedächtnis geblieben.Der Prolog hat mir ausgesprochen gut gefallen. Für mich ist es ein erfrischend anderer Einstieg, der sofort neugierig macht. Der Kriminalfall selbst entwickelt sich eher ruhig, blieb für mich jedoch durchgehend unterhaltsam. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und lässt sich gut lesen. Das Motiv hat mich etwas ratlos zurückgelassen, möglicherweise ganz im Sinne der Autorin, die gerade dieses Gefühl erzeugen wollten.Fazit: Ein Krimi, den ich gerne gelesen habe. Über ein Wiedersehen mit Anta und Hans würde ich mich definitiv freuen.