Mit ihrem Buch "Sag, wo gar die Erbin sein?" entführt die Autorin Karen Witemeyer den Leser nach Texas in das Jahr 1896. Hier muss sich der Pinkerton-Detektiv Philip Carmichael auf die Suche nach einer reichen Erbin machen. Doch auch der böse Onkel der Erbin ist auf der Suche nach ihr, denn er möchte das Erbe seines Bruders für sich allein haben und dafür schreckt er vor keiner Untat zurück. Doch wie findet man jemanden, der über viele Jahre völlig untergetaucht ist? Und das auch noch mit der Schwierigkeit, dass man niemanden auf die Spur der Erbin bringen möchte... Wird Philip Carmichael die Erbin trotz aller Gefahren erfolgreich zu ihrer Mutter zurückbringen? Denn Gefahren lauern überall in der Zeit des sog. Wilden Westens. Die Bücher der Autorin Karen Witemeyer sind eine Garantie für ein entspanntes Lesevergnügen und so enttäuscht auch dieses Buch nicht. Es ist ein wunderbarer Mix aus Märchen, Romantik und Spannung und - wie immer - gepaart mit einer Prise liebevollen Humors. Doch bei aller Leichtigkeit bleibt auch nicht der Verweis auf den christlichen Glauben zurück, der diesen Roman tiefgründiger werden lässt, als oberflächlich erwartet. Hinzu kommt, dass Karen Witemeyer ihre Protagonisten liebevoll und gut durchdacht aufbaut. Der Bösewicht ist genau das, was seine Rolle ausmacht, die liebevolle, weise Großmutter ist die, die jeder braucht, die beiden Hauptpersonen sind charakterstark und im Zueinander gekonnt verbunden. Das Setting ist absolut bildhaft dargestellt. Ich liebe die Bücher der Autorin und bin jedes Mal wieder begeistert über die Freude, die in ihren Büchern enthalten ist. Gerade in schwierigen Zeiten bieten ihre Bücher eine wunderbare Ablenkung und schon sieht die Welt nicht mehr ganz so düster aus. So erfüllt Karen Witemeyer auch mit diesem Buch ihre Mission. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und da es noch viele Märchen gibt, bleibt vielleicht ja auch die Hoffnung, dass es bald noch ähnliche Romane von ihr geben wird.