DON KI-JOTE steht für Umbruch. Künstliche Intelligenz dringt in Bereiche vor, die als exklusives Terrain von Rechtsanwälten und Steuerberatern galten: Recherche, Subsumtion, Strukturierung, Bewertung. Was bleibt von Berufen, deren Selbstverständnis auf Wissensknappheit, Deutungshoheit und ritualisierter Unabhängigkeit beruhte?
Dieses Buch ist weder Technik-Euphorie noch Kulturpessimismus. Es ist eine streitbare, essayistische und zugleich berufsrechtlich fundierte Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich Verantwortung, Vertrauen und Professionalität im Zeitalter generativer KI neu bestimmen lassen. KI erscheint dabei nicht als Orakel, sondern als Spiegel: Sie entlarvt Routinen und Mythen - und eröffnet neue Spielräume.
Die Autoren beanspruchen keine abschließende Wahrheit. Sie haben Expertinnen und Experten aus Recht, Steuerberatung und KI-Entwicklung eingeladen, ihre Kommentare direkt im Buch zu hinterlassen. Jeder Beitrag wird unzensiert abgedruckt. Kritik ist ausdrücklich erwünscht. So entsteht ein vielstimmiges Kaleidoskop von Perspektiven, das den Leserinnen und Lesern ermöglicht, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Ein Buch für alle, die nicht länger gegen Windmühlen kämpfen wollen - sondern verstehen möchten, was sich dreht und welche Verantwortung daraus erwächst.