Tana Frenchs Roman Totengleich ist ein Krimi der anderen Art und ich habe bisher nichts vergleichbares gelesen.Eine junge Frau wird in einem verfallenen Cottage irgendwo in der ländliche Idylle Irlands gefunden. Und sie gleicht einer ehemaligen Undercover Ermittlerin wie ein Ei dem anderen. Und was noch verwirrender ist, sie nutzt den alten Decknamen der Ermittlerin. Hinweise auf den oder die Täter lassen sich nicht finden. Eine absurde Idee entsteht.MeinungDer Leser erlebt die Geschichte aus der Perspektive von Cassie Maddox, der ehemaligen Undercover Agentin. Sie wird in das Umfeld der Toten eingeschleust und soll das Leben der Toten leben. Ihr Studium fortführen. Bei ihren Freunden leben.Sprachlich hervorragend in ihrer bildhaften, plastischen Sprache gelingt French ein Spagat zwischen den Ängsten und Sorgen von Cassie und der knallharten Ermittlungsarbeit, die sie leisten muss. Vielleicht wird der ein oder andere einwenden, dass sich die Auflösung des Falles zieht und ihre nächtlichen Spaziergänge, um mit ihrem Führungsoffizier Kontakt aufzunehmen, zu häufig wiederholt werden. Aber ich glaube, dass eine solche Arbeit genau das ist. Ein langsames Eindringen, kein plötzlicher Knall.Die einzige Schwäche des Romans ist, dass sich der Kreis der möglichen Täter schnell einengen lässt und die Auflösung gelungen aber nicht überraschend ist.FazitEin Roman, der durch seine Sprache und seine Perspektive aus der Masse der Kriminalromane hervorsticht und absolut lesenswert ist. Klare Empfehlung